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Der Weg zu Lorenzos fünftem Titel

Der Weg zu Lorenzos fünftem Titel

Es gab nie einen Zweifel, dass Lorenzo ein überragendes Talent auf dem Motorrad ist. Sein fünfter WM-Titel macht ihn zu einer Legende der Ge

Geboren auf der Baleareninsel Mallorca begann Jorge Lorenzo schon im Alter von drei Jahren Motorrad zu fahren und fuhr schon früh Minicross-Rennen. Als er neun Jahre walt war hatte er zahlreiche lokale Minimoto-, Trial- und Junior-Motocross-Titel gewonnen. 1997 wechselte Lorenzo zum Straßenrennsport und das auf nationalem Niveau. Er startet im Aprilia 50ccm Cup und sicherte sich 1998 gleich den Titel. Damit er 2000 in der spanischen 125ccm Meisterschaft fahren kann, mussten Sondergenehmigungen eingeholt werden, denn mit 13 Jahren war er noch zu jung. Doch schon bald sicherte er sich den Sieg in der Serie und in der europäischen Meisterschaft bereits im Jahr darauf.

Sein Weg an die Spitze war schnell und schon 2002 gab Lorenzo sein Debüt in der 125ccm Weltmeisterschaft. Er musste bis zum Qualifying in Jerez warten, bevor er auf die Strecke fahren konnte, da er noch unter dem Mindestalter lag. Lorenzo sicherte sich einen siebten Platz als Bestergebnis in seinem Rookie-Jahr. 2003 blieb er bei Derbi in der kleinen Klasse. Nach einem schwierigen Start punktete er in den ersten neun Runden nur zwei Mal.

Der Brasilien GP wurde zum Wendepunkt, denn Lorenzo sicherte sich seinen ersten Sieg und seinen ‚Por Fuera’ Spitznamen. ‚Por Fuera’ ist spanisch für ‚außenherum’, was sich auf seinen unglaublichen Pass an Casey Stoner und Dani Pedrosa außen herum beim Brasilien GP bezieht, wonach er seinen ersten Weltmeisterschaftssieg feiern konnte. Der Spitzname blieb und wurde später zum grundsätzlichen Bestandteil seines Helmdesigns.

Lorenzo blieb 2004 in der 125ccm Klasse, sicherte sich vier Siege und vier Podestplätze und beendete das Jahr als Vierter, bevor er 2005 in die 250er Meisterschaft aufstieg. Er erlebte ein starkes erstes Jahr im Fortuna Lotus Honda Team. Lorenzo holte sechs Podestplätze und etablierte sich als einer der aggressivsten Fahrer in der Startaufstellung. 2006 und 2007 wechselte das Fortuna Lotus Team zu Aprilia und Lorenzo dominierte die mittlere Kategorie, sicherte sich Back-to-Back-Titel und insgesamt 17 Siege. Damit sicherte sich Lorenzo einen Yamaha-Werksvertrag und einen Zweijahresdeal im Fiat Yamaha Team ab 2008.

In seinem ersten Rennen der Königsklasse sicherte sich Lorenzo in Katar die Pole Position und wandelte sie in einen zweiten Platz im Rennen um. In den kommenden Runden eroberte Lorenzo erneut die Pole und gewann sein erst drittes MotoGP™ Rennen überhaupt. In China kam es zur Katastrophe. Der Mallorquiner stürzte heftig und brach sich beide Knöchel im Training. Dennoch trat er zum Rennen an und wurde Vierter. Dann erlebte Lorenzo in Barcelona seinen fünften Sturz in vier Rennen, wodurch er das Rennen auslassen musste. In Laguna Seca flog Lorenzo erneut von seiner Yamaha M1. Er hatte einen spektakulären Highsider in der ersten Runde, bei dem er sich erneut beide Beine brach. Er holte später zwei weitere Podestplätze und beendete sein Debütjahr als Gesamtvierter.

Nachdem er viel über sich selbst und das Fahren eines MotoGP™ Bikes gelernt hatte wurde Lorenzo 2009 zum wahren Titelanwärter mit acht Podestplätzen und zwei Siegen in den ersten neun Rennen. Lorenzo wechselte in der Saison 2009 außerdem von seiner gewohnten Startnummer 48 zur 99. In dieser Saison hatten Lorenzo und Valentino Rossi auch ihren berühmten Zweikampf in Catalunya. Lorenzo wurde Zweiter und Rossi hielt seinen WM-Vorsprung. Ausfälle in Großbritannien und der Tschechischen Republik endeten Lorenzos Hoffnungen auf den Titel.

2010 lief für Lorenzo alles endlich nach Plan. Er blieb im Yamaha-Werksteam und obwohl er die Mehrheit der Vorsaisontests mit einer Handverletzung auslassen musste, landete er schon in Katar auf dem zweiten Platz. In den ersten zehn Runden war Lorenzo nie schlechter als Zweiter und stand drei Mal auf der obersten Stufe des Treppchens. Währenddessen war Rossi in Mugello gestürzt und brach sich das Bein. 2010 fuhr Lorenzo nur zwei Mal nicht aufs Podium, in Aragon und in Motegi. Er beendete das Jahr mit insgesamt 383 Punkten und feierte seinen ersten MotoGP™ Titel.

In der Saison 2011 fuhr Lorenzo mit der Nummer 1 und kämpfte gegen Casey Stoner. Lorenzos Titelverteidigung begann mit drei Podestplätzen und einem Sieg in den ersten fünf Rennen. Allerdings stürzte er beim British GP und Stoner behielt die Überhand. Sein Wettbewerb gegen Stoner ging weiter bis zum Australien GP, wo Lorenzo im Warm-Up stürzte und seine Fingerkuppe verlor.

Zurück zur ikonischen ‚99’ auf seiner Yamaha lieferte Lorenzo einen explosiven Start in die Saison 2012 mit vier Siegen und zwei zweiten Plätzen in den ersten sechs Rennen. Im ganzen Jahr landete Lorenzo nur zwei Mal außerhalb der Top-2, als er in Aragon und in Valencia nicht im Ziel ankam. Lorenzo wurde erneut Weltmeister und feierte damit seinen zweiten Titel in der Königsklasse.

Ab 2013 mussten sich Lorenzo und der Rest des MotoGP™ WM-Feldes mit einem jungen Talent namens Marc Marquez (Repsol Honda) auseinandersetzen. Für Lorenzo erwies sich 2013 als schwieriges Jahr, nachdem er in Assen sein Schlüsselbein brach, das Rennen aber dennoch am gleichen Wochenende als Fünfter beendete. In einem Sturz im Training zum Deutschland GP wurde seine Verletzung noch verschlimmert und Lorenzo musste das Rennen auslassen. Fünf Siege in den letzten sieben Rennen hielten seine Titelhoffnungen bis Valencia am Leben, wo er am Ende aber Zweiter wurde.

Der Start in die Saison 2014 war für Lorenzo katastrophal. Der Mallorquiner hatte einen untypischen Sturz im ersten Rennen von Katar, sein erster Sturz in einem Rennen seit Valencia 2012. Die Probleme gingen in Austin weiter, wo er einen Frühstart hinlegte und am Ende nur Zehnter wurde. Lorenzo holte 2014 nur zwei Siege und beendete das Jahr als Gesamtdritter.

2015 begann mit drei harten Rennen für Lorenzo, zwei vierten und einem fünften Platz, wodurch seine Titelambitionen schon früh in Frage gestellt wurden. Ein Run von vier Siegen zur Rückkehr des MotoGP™ Fahrerlagers nach Europa machte wieder Hoffnung. Marquez stürzte drei Mal und schoss sich damit selbst ins Aus. Konstante Top-5-Ergebnisse sorgten dafür, dass der Titelkampf zwischen den Movistar Yamaha Teamkollegen Rossi und Lorenzo entschieden wurde. Trotz eines Sturzes in Misano sicherte sich Lorenzo in Valencia mit 330 Punkten seinen fünften WM-Titel und bewies sich einmal mehr als schnellster MotoGP™ Fahrer in der Startaufstellung.

 

Tags:
MotoGP, 2015, GRAN PREMIO MOTUL DE LA COMUNITAT VALENCIANA, RAC, Jorge Lorenzo, Movistar Yamaha MotoGP

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