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Interview: Moto3 Weltmeister Danny Kent

Interview: Moto3 Weltmeister Danny Kent

Danny Kent, Pilot im Deutschen Leopard Racing Team der Kiefers, ist der erste britische GP-Weltmeister seit Barry Sheene 1977.

Mit 21 Jahren ist Danny Kent Weltmeister. Er fuhr 2015 eine starke Saison für das deutsche Team der Kiefer Brüder, Leopard Racing, und musste dank einiger Rückschläge bis zum Finale von Valencia um seinen Titel bangen. Das große Interview mit dem neuen Weltmeister:

Wie fühlt es sich an, Moto3™ Weltmeister zu sein?
Das ist definitiv der beste Tag meines Lebens heute. Es fühlt sich so gut an, den Titel zu holen, was letztlich vier Rennen gedauert hat. Es liegen also spannende Zeiten hinter mir. Aber nun verlasse ich die Moto3-Kategorie als Weltmeister, was eine großartige Sache ist. Die Meisterschaft im allerletzten Rennen zu gewinnen ist sehr emotional. Ein großes Dankeschön an alle, die an diesem großartigen Erfolg teilhatten.

Warst du schon auf dem Weg in die Saison 2015 beim Testen so zuversichtlich, dass du die Saison derartig stürmen könntest?
Ja, nach den Tests, die wir hatten, habe ich bereits an mein Team geglaubt, an die Leute um mich herum, dass wir sehr stark in dieses Jahr gehen könnten. Ich wusste, dass wir eine große Chance haben würden, um den Titel zu kämpfen, wenn wir die Saison stark beginnen. Die ersten zehn Rennen waren großartig, wir konnten in diesem Jahr sechs Siege und fünf Pol Positions holen und ich bin wirklich glücklich darüber, wie das Jahr verlief.

Hattest du von Anfang an ein gutes Gefühl zu deiner Crew?
Ja, schon seit den ersten Testfahrten in Valencia 2014, beim ersten Mal auf der Honda, das erste Mal mit der Crew und ich bin bereits eine schnellere Runde gefahren, wie jemals zuvor auf der Strecke in Valencia, das gab mir viel Motivation im Winter für mein Fitnesstraining zu wissen, dass ich stark in 2015 starten kann, sehr motiviert, ein gutes Jahr zu haben und dass sich all diese harte Arbeit auszahlte und wir dieses Jahr eine gute Saison hatten.

Der erste Teil der Saison war sehr stark. Nach der Sommerpause gab es einige Höhen und Tiefen...
Zu Beginn des Jahres war ich sehr, sehr stark. Ich gewann in Austin ein Moto3-Rennen mit 8,5 Sekunden Vorsprung und mit 10,5 Sekunden in Argentinien, was ziemlich unüblich für die Moto3 und sehr stark ist. Der Grund dafür zu Beginn des Jahres ist, dass du einfach nur rausfahren willst und nur daran denkst, Rennen zu gewinnen. Du denkst nicht an die Meisterschaft. Im zweiten Teil des Jahres mussten wir versuchen, die Führung zu verteidigen, keine dummen Sachen zu machen und so viele Punkte zu holen wie möglich. Natürlich haben wir da viel mehr über die Meisterschaft nachgedacht.

Welcher Sieg war in dieser Saison der beste für dich?
Da gibt es einige. Natürlich genießt du jeden Rennsieg. Der eine, der etwas hervorsticht war wohl der in Silverstone. Die Bedingungen waren nicht toll, ich musste versuchen, mich zu 100 Prozent auf jeder Runde zu konzentrieren, aber vor deinen heimischen Fans, wenn du sie beim Anfeuern hören kannst und dann auf dem Podium stehst, ist das unser bester Sieg in diesem Jahr für mich.

Und der schlechteste Moment in diesem fantastischen Jahr?
Ich würde sagen das war auf Phillip Island als ich gestürzt bin. Ich fühlte mich das ganze Wochenende so stark und ich war sehr zuversichtlich, die Insel schon als Champion zu verlassen. Aber das hat sich alles während des Rennens geändert.

Ist es eine große Ehre für dich, die Weltmeisterschaft als erster britischer Fahrer seit Barry Sheene 1977 zu gewinnen?
Es ist für jeden Fahrer ein Traum, der Wirklichkeit wird und besonders als Brite. Der letzte britische Titelträger war 1977 und es war Barry Sheene. Also fühle ich mich natürlich sehr geehrt, der nächste britische Fahrer zu sein, der die Meisterschaft gewinnt. Ich weiß, wie viel harte Arbeit das bedeutet, meine Familie, alle müssen da durch und dann zahlt es sich endlich aus.

Das nächste Ziel ist es dann, in seine Fußstapfen zu treten?
Ja, genau. Wenn wir eine Wiederholung von Sheenes Karriere in Sachen Ergebnisse hinbekommen, so oft Weltmeister zu werden. Das Ziel für uns in diesem Jahr war es, Weltmeister zu sein und dann nächstes Jahr in die Moto2 aufzusteigen und eine starke Saison zu fahren.

Tags:
Moto3, 2015, GRAN PREMIO MOTUL DE LA COMUNITAT VALENCIANA, RAC, Danny Kent, Leopard Racing

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