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Lorenzo Interview: “Wir haben nie aufgegeben”

Lorenzo Interview: “Wir haben nie aufgegeben”

Der MotoGP™ Weltmeister 2015, Jorge Lorenzo, sprach beim letzten Test in Valencia exklusiv mit motogp.com über seine Titelsaison.

In der MotoGP™ Saison 2015 sicherte sich Movistar Yamaha Pilot Jorge Lorenzo nach einem epischen Kampf gegen seinen Teamkollegen Valentino Rossi seinen dritten Titel in der Königsklasse. Beim letzten Test in Valencia sprach der Mallorquiner exklusiv mit motogp.com über seinen Weg zum Titel:

“Wir haben mehr oder weniger ab dem Beginn 2014 so hart trainiert, weil meine Kondition nicht auf bestem Stand war. Und nach und nach habe ich mich verbessert und wir sind 2015 fitter angekommen als 2014 und auch das Bike war besser als 2014.“

„In Katar passierte die Sache mit dem Helm, dass ich in den letzten Runden nichts mehr sehen konnte. In Austin war ich schwach und habe Antibiotika genommen, in Argentinien waren wir das ganze Wochenende nie schnell und wir haben uns auch für die weichen Reifen entschieden... Es wäre die richtigere Entscheidung gewesen, den harten zu nehmen. Also verlor ich 29 Punkte auf den Führenden der Meisterschaft. Ich musste also schnell reagieren und in Jerez dachte ich mir nur ‚Ok Jorge, du musst dort so gut fahren, wie du nur kannst, ohne nachzudenken. Vertraue nur deinem Instinkt’ und das habe ich getan. Es hat gut funktioniert und das war auch der Beginn einer wirklich guten Aufholjagd in den kommenden Rennen.“

„Es gab einige Momente in der Meisterschaft, in denen ich dachte, dass es sehr schwierig ist. Der erste war in Argentinien als ich 29 Punkte zurück lag. Der andere war wohl Misano. Du kommst Mittwoch an einer Strecke an und bis Sonntag ist das Wetter perfekt und dann stehen Sonntag drei Rennen an und ausgerechnet in deinem Rennen regnet es. Und da werden die Punkte vergeben... Ich war also etwas frustriert, ja. Aber wir haben nie aufgegeben und der Sturz in Misano war ein Schlüsselmoment, denn ich realisierte, dass ich mich nur aufs Gewinnen konzentrieren muss.“

„Valentino war sehr clever, wenn er mit den Medien gesprochen hat und manchmal hast du keinen genauen Grund, aber er hat es ausgedrückt. Du musst es so gut wie möglich verstehen. Es ist normal, dass ein Verhältnis etwas spannungsgeladener wird und besonders nach Sepang, als er seine Meinung gesagt hat und ich meine Meinung gesagt habe, wurde die Situation noch etwas angespannter. Ich denke, dass die Vergangenheit schnell in Vergessenheit geraten wird und in Zukunft wieder alles normal wird.“

„Bevor ich nach Valencia kam, habe ich meinem Team in Whatsapp geschrieben ‚Ok Jungs, wir müssen das beste Wochenende unseres Lebens zeigen – in jeder Hinsicht’ und das haben wir getan. Ich denke nicht, dass es in der Vergangenheit bisher eine schwierigere und angespanntere Situation mit mehr Druck gegeben hat als diese. Ich habe mir schon vorgestellt, dass Valentino Vierter werden würde, also wusste ich, sollten Marc oder Dani oder beide mich überholen, dann würde ich die Meisterschaft verlieren. Ich habe also gebetet: ‚Bitte nicht, probiert doch dieses Mal nicht alles’. Aber ich wusste nicht, dass auch sie viele Probleme mit dem Vorderreifen hatten und wir gewannen das Rennen und damit die Meisterschaft im letzten Moment. Ein emotionaleres, dramatischeres Ende der Meisterschaft war unmöglich.“

„Ich weine nie auf dem Bike, das habe ich mein ganzes Leben noch nicht getan. Aber dieses Mal war es etwas Besonderes, denn ich wusste, wie viele Opfer dahinterstanden und wie sehr ich gelitten habe, um das zu erreichen. Als ich ins Ziel gefahren war, wusste ich nicht genau wo ich war oder was passiert war. Aber mit jeder Stunde, die verging, realisierte ich, dass es eine großartige Meisterschaft war, eine sehr harte Meisterschaft, sie war sehr hart zu gewinnen und schließlich ist es uns gelungen. Manchmal scheint es fast unmöglich, aber wir haben nie aufgegeben und alles versucht und am Ende zahlten sich die Anstrengungen aus.“

„Wenn due eine Meisterschaft verlierst, bei der du das Gefühl hast, sie zu erreichen und sie dir dann doch aus den Händen gleitet, dann denkst du, dass du den Titel verdient hast, den du nicht gewinnen konntest. Aber das passiert in allen Sportarten. Das Einzige, das ich meiner Meinung sagen kann ist, dass wir diejenigen mit mehr Siegen, fünf Pole Positions, Zweihundertsiebzig-irgendwas Führungsrunden waren, während Valentino nur fünfzig geführt hat. Wir lagen auch im Training öfter vorne, auf der ersten Position... Wir kamen in Valencia an und holten uns die Pole, fuhren die schnellste Runde des Rennens und gewannen schließlich. Es ist schwierig noch mehr zu erreichen, um zu beweisen, dass du den WM-Titel verdient hast.“

„Von 2009 bis 2015 (abgesehen vom letzten Jahr, wo ich Dritter wurde), landete ich immer auf dem ersten oder zweiten Rang und wenn du mental nicht stark bist, kannst du derartige Ergebnisse nicht erreichen. Es macht mich sehr stolz zu sagen, dass ich sechs oder sieben Jahre lang Erster oder Zweiter war, aber es macht mich auch sehr stolz, Champion zu sein und das im Kampf gegen drei Generationen anderer Champions: wie Marc (Marquez), der jünger ist, Casey (Stoner), der genauso alt ist wie ich, und Valentino (Rossi), der älter ist. Für mich sind diese drei Fahrer die talentiertesten und schnellsten im 21. Jahrhundert und vielleicht darüber hinaus.“

 

Tags:
MotoGP, 2016, Jorge Lorenzo

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