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Jarvis: „Unserer Fahrer sind ihre schwersten Gegner“

Jarvis: „Unserer Fahrer sind ihre schwersten Gegner“

Movistar Yamaha MotoGP Team Principal Lin Jarvis sprach bei der Teamvorstellung in Barcelona mit motogp.com über die kommende Saison.

Im letzten Jahr habt ihr das Tripple geholt. War das für euch eine perfekte Saison?
„Ja so ziemlich. Zuerst einmal: Das Tripple ist ja etwas, was jedes Team und jeder Hersteller holen will. Es war der 60. Geburtstag unseres Unternehmens und wir hatten vom Top-Management einigen Druck, genau das zu erreichen. Es war aber trotzdem unglaublich, das zu schaffen. Das war unser fünftes Tripple seit 2004 und es ist etwas ganz besonderes, wenn man das erreichen kann. Daher war es ein großartiges Jahr.“

Wie schafft man es nach einer so erfolgreichen Saison sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern sich auf die neue Saison 2016 mit all den Regeländerungen vorzubereiten?
„Du musst einfach weiter Druck machen, das ist es schon. Wir haben jetzt kaum Zeit um uns auszuruhen und ich würde sagen, dass das etwas ist, was uns dieses Jahr in die Karten spielt, denn beim Wechsel von Elektronik und Reifen kannst du dich auf keinen Lorbeeren ausruhen. Sogar wenn du sagst, dass das Bike letztes Jahr toll war, nächstes Jahr werden wir wieder alles geben müssen, denn dann zählt nichts mehr. Jeder Hersteller muss alles geben, um beim ersten Rennen bereit zu sein.“

Welche der Reglements-Änderungen 2016 werden deiner Meinung nach die größten Auswirkungen haben?
„Meiner Meinung nach werden das am Ende die Reifen sein. Das denke ich, weil das der Berührungspunkt zwischen Motorrad und Strecke ist und die Fahrer sich richtig, richtig wohl fühlen müssen. Natürlich ist auch die Elektronik sehr wichtig, gerade, was die Sicherheit angeht. Die Elektronik wird sich mehr auf die Rundenzeiten auswirken, aber beim Reifen geht es darum, das Limit zu finden und dem Fahrer Sicherheit zu bieten. Ich denke, dass das das ist, worüber wir uns die meisten Sorgen machen müssen, darum müssen wir uns kümmern und sehen, dass wir die Änderungen so hinbekommen, dass sie für uns funktionieren.“

Hinsichtlich dieser Änderungen: Kann 2016 ein Team so dominieren wie eures im letzten Jahr?
„Ja! Immer wenn Regeln geändert werden, kann irgendjemand wahrlich überraschen. Ich erinnere mich noch allzu gut daran, wie Ducati 2007 bei der Hubraumreduzierung alle weggepustet hat. Daher weiß man nie was auf einen zukommt, wenn es so gravierende Änderungen wie jetzt gibt. Dieses Mal wird es nicht so dramatisch werden, aber man muss sich auch den letzten Test und die Ducatis dort ansehen. Die schienen schneller als einige Hondas zu sein. Es schien, als würden manche Hondas ein wenig Probleme haben. Aber das müssen wir alles noch abwarten und sehen, wo wir stehen und so weiter.“

Von wo siehst du in der kommenden Saison die größte Bedrohung ausgehen?
„Persönlich denke ich, dass uns Honda und Marc Márquez am meisten herausfordern werden, denn in den beiden Jahren davor haben wir gesehen, wie Marc dominiert hat. Er hat zwei Weltmeisterschaften in Folge gewonnen. Ende letzten Jahres hat er auch wieder gewonnen, er hat insgesamt fünf Mal gewonnen. Daher stehen die Wetten bei der Frage sicher auf der HRC. Ducati wirft auch alles rein und ich denke, dass sie aus den Regeländerungen einige Vorteile ziehen können. Ich freue mich wirklich, dass Suzuki ein starkes Jahr hatte, denn je mehr Hersteller wir haben, desto besser ist das für die Show. Ich zweifle daran, dass Suzuki im kommenden Jahr um die Weltmeisterschaft fahren wird können, aber sie könnten tatsächlich ein paar Rennen gewinnen und Pole Positions holen, wie sie es schon letzte Saison gemacht haben.“

Nach der vergangenen Saison: Wie wird sich das Verhältnis zwischen Lorenzo und Rossi dieses Jahr entwickeln?
„Naja, ich habe ja schon auf der Teamvorstellung gesagt, dass wir Glück haben, dass wir ein sehr starkes Team haben, welches zusammenhält. Wir wissen aber auch, dass unsere Fahrer den jeweils anderen als Hauptkontrahenten sehen. Daher denke ich, dass es dieses Jahr nicht dramatisch anders laufen wird. Sicher werden sich alle noch an die Geschehnisse vom Ende der letzten Saison erinnern, denn das liegt noch nicht so weit zurück, aber sie alle werden einfach nach vorn blicken. Du musst ja auch nach vorn blicken, denn es gibt keinen Grund darüber zu sinnieren, was hätte wäre wenn passieren können. Sie werden daher alle etwas erfahrener weitermachen, hoffe ich. Wir müssen dafür sorgen, sie zu hegen und zu pflegen und den Respekt zwischen den Fahrern zu halten, das ist sehr, sehr wichtig. Wir haben eine tolle Show mit fantastischem Rennsport und es ist einfach wichtig, dass wir den gleichen Respekt zwischen den Teams und zwischen den Fahrern selbst halten können, damit wir sportlich auf der Strecke eine tolle Show für die Fans haben können.“

Tags:
MotoGP, 2016, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi, Movistar Yamaha MotoGP

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