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Lorenzo: „Unsere Hauptsorge ist derzeit die Elektronik“

Lorenzo: „Unsere Hauptsorge ist derzeit die Elektronik“

Weltmeister Jorge Lorenzo unterhielt sich bei der offiziellen Teamvorstellung von Yamaha in Barcelona exklusiv mit motogp.com.

Jorge, du bist eine unglaubliche Saison 2015 gefahren und wurdest Weltmeister. Wie laufen die Vorbereitungen auf 2016?
„Wenn du Weltmeister wirst, dann hast du rund anderthalb Monate lang eine menge Verpflichtungen und Pressetermine. Da kannst du nicht trainieren und deinen Diät-Plan nicht einhalten, denn es stehen viele Events mit richtig tollem Essen auf dem Programm. Du packst also ein paar Kilo drauf und entspannst deinen Köper ein wenig und dann ist es schwierig, wieder rein zu kommen. Du musst aber trainieren und dich körperlich voranbringen, um wieder fit zu werden. Genau das tuen wir im Moment und Schritt für Schritt wird mein Training intensiver, damit wir in Katar in bestmöglicher Form loslegen können.“

Wie denkst du wirken sich die Änderungen im Technischen Reglement 2016 auf die Rennen aus?
„Ich denke sehr! Wir haben letztes Jahr das Tripple geschafft, denn das Motorrad war um so vieles besser und damit hatten Valentino und ich die Gegebenheiten, um schneller als 2014 zu sein. Darum haben wir so viele Siege, Podeste und Punkte geholt und standen in der Endabrechnung auf eins und zwei.“

Welche Verbesserungen erhoffst du dir am Motorrad für 2016?
„Im Moment ist unsere Hauptsorge die Elektronik. Die Elektronik sind mehr wie in der Vergangenheit, aber dieses Mal eben für alle gleich. Um auf das gleiche Level wie letztes Jahr zu kommen braucht es viel Zeit und harte Arbeit. Das ist im Moment unsere Hauptsorge. Wenn ich mir dann etwas von den Ingenieuren in Japan wünschen könnte, wäre es mehr Top-Speed und Leistung. Wir haben nicht den stärksten Motor, aber wenn wir diesen Punkt ein klein wenig verbessern könnten, wären wir Yamaha sehr dankbar.“

Wie steht dein Verhältnis zu Valentino Rossi, gerade, nachdem ihr euch im letzten Jahr einen so legendären Kampf um den Titel geliefert habt?
„Das sollte wie immer sein. Wenn zwei Teamkollegen um so etwas wichtiges wie die MotoGP™ Weltmeisterschaft kämpfen ist es normal, dass da eine kühle und angespannte Stimmung herrscht. Aber wenn die Saison und Meisterschaft vorbei ist, dann sollte es gleich sein. Ich habe in den letzten fünf Rennen des Jahres versucht, so schnell wie möglich zu sein und ich hatte auf der Strecke keine Konflikte mit irgendwelchen anderen Fahrern. Das, was zwischen Márquez und Rossi in Sepang passiert ist, ist deren Problem. Das müssen die unter sich ausmachen. Ich hatte kein Problem mit irgend einem anderen Fahrer.“

Wie stehen die Chancen auf eine Titelverteidigung?
„Das ist sehr schwierig, denn bei diesem Sport hier kommt es nicht nur auf dich selbst an, wie beim Schwimmen oder in der Leichtathletik, wo nur dein eigener Körper zählt. Es kommt auf viele Dinge an, das Motorrad, Chassis, Motor und Elektronik. Wenn es im großen Bild mit einer Komponente Probleme gibt, kannst du nicht gewinnen. Wir müssen abwarten, wie sich alles entwickeln wird.“

Tags:
MotoGP, 2016, Jorge Lorenzo, Movistar Yamaha MotoGP

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