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Petrucci: „Ducati hat einiges investiert“

Petrucci: „Ducati hat einiges investiert“

Der Test in Sepang hätte für Danilo Petrucci kaum besser laufen können. motogp.com hat er erklärt, wie gut die Ducati ist.

Danilo Petrucci wird 2016 in den Farben des Octo Pramac Yakhnich Teams ausrücken und hat schon beim Test in Sepang mächtig aufhorchen lassen. Am zweiten Testtag stand „Petrux“ ganz oben in der Ergebnisliste – für Team wie Fahrer eine großartige Leistung. Pramac setzt seit vielen Jahren die Ducati-Satellitenmaschinen ein. Natürlich erreichte Petrucci diese Zeit auf dem weichen Reifen, doch bei Tests gibt es oft eben auch mal Überraschungen.

Der Italiener aus Terni hat motogp.com jetzt einige Fragen am Telefon beantwortet...

Wie laufen deine Vorbereitungen auf das Jahr 2016? Konzentrierst du dich mehr auf das Training auf der Strecke oder auf das Fitnessstudio?
„Im Moment bin ich zu Hause, es war etwas schwierig, alles zu organisieren, denn ich musste bei unzähligen Events dabei sein und dazwischen hast du nur wenig Zeit. Das ist aber trotzdem eine nützliche Zeit, denn wir müssen als Sportler die Intensität aufrechterhalten und wir müssen sehr viel trainieren. Ich persönlich trainiere sehr viel mit dem Offroad-Bike, viel im Fitnessstudio, Laufen, und, wenn es wärmer wird, fahre ich auch viel mit dem Bike.“

In Sepang ist es ganz gut angelaufen für dich, wie fühlst du dich damit?
„Stimmt, das war ein guter Test für uns. Aber es muss gesagt werden, dass diese Ergebnisse im Moment nicht groß irgendwo hinführen. Im Moment sehen wir uns Rundenzeiten an, die nicht viel bedeuten, alle machen Vorbereitungsabreiten und, wie wir, konzentrieren sich auf das Paket für 2016. Die Bedingungen und Umstände haben geholfen, aber es ist schon viel besser mit dem richtigen Fuß anzufangen, als Probleme zu haben. Das Motorrad, die Ducati Desmosedici GP15, ist gut getestet, denn es war letztes Jahr der Werks-Prototyp und sehr stark. Darum war es für uns etwas einfacher, denn wir mussten das bewährte Motorrad nur mit den neuen Michelin-Reifen und der neuen Elektronik verheiraten.“

Die Technischen Änderungen versprechen, alles durcheinander zu würfeln. Glaubst du, dass diese Anzeichen stimmen? Was kannst du erreichen?
„Es muss gesagt werden, dass diese Änderungen sehr wichtig sind und uns maßgeblich betreffen. Von außen ist das vielleicht schwer zu verstehen. Die Reifen haben sich im Vergleich zu den Bridgestones sehr verändert, die sind ganz anders und das richtige Gefühl mit ihnen zu finden ist das, was jetzt alle Fahrer machen müssen. Reifen sind fundamental, sie sind der einzige Kontakt, der zwischen Motorrad und Asphalt besteht. Das ist ein subjektives Gefühl für jeden Fahrer, man muss sie verstehen lernen, das Team und die Techniker können dir nur ein paar Anhaltspunkte geben, wie man mit ihnen umgehen muss. Die Elektronik-Arbeit aber kann fast ausschließlich durch die Ingenieure gemacht werden. Das ist 2016 eine neue Einheit, aber Ducati hat den ganzen Winter hart gearbeitet, damit die ähnlich wie das System aus 2015 funktioniert, die alte, private Software. An der neuen haben wir ein bisschen mehr Arbeit und im Moment scheint die auf einem niedrigeren Level als die Vorhergehende zu sein. Wir stehen aber erst am Anfang und müssen alle verstehen, wie man damit umgeht und wie man dann das Verhalten des Motorrades im Rennen in den Griff bekommt. Wir müssen hart mit den Ingenieuren arbeiten, damit wir ein Motorrad haben, welches vom Start bis ins Ziel gut funktioniert, aber auch in den Qualifyings und den Freien Trainings.“

Petrucci und die restlichen MotoGP™ Piloten fliegen schon bald zum zweiten offiziellen Test des Jahres nach Phillip Island. Danach wird der 26-Jährige ein paar freie Tage haben, ehe in Katar der dritte und letzte Test vor Saisonstart ansteht. Ein paar weitere Tage später startet dann an gleicher Stelle die MotoGP™ Weltmeisterschaft 2016.

Manche behaupten, dass Ducati mit acht Fahrern einen kleinen Vorteil hat, weil man mehr Daten für die Maschinen sammeln kann. Stimmt das, deiner Meinung nach?
„Nein, ich glaube nicht, dass das stimmt. Eigentlich ist Ducati ja im Vergleich zum letzten Jahr bestraft, aufgrund der Erfolge, die sie 2015 hatten. Jetzt sind wir alle gleich, darum glaube ich nicht, dass diese Behauptung stimmt. Ducati hat definitiv einiges in die Einheitssoftware investiert, die Satelliten-Teams genutzt, um da mehr zu entwickeln und jetzt gibt es da einen ganz kleinen Vorteil, aber nur in diesem Punkt. Ducati wusste, dass diese Einheitssoftware kommen würde und sie haben schon vor allen anderen darüber nachgedacht und sowohl Finanzen, als auch menschliche Ressourcen da rein investiert, um vorbereitet zu sein. In dieser Hinsicht haben sie einen großartigen Job gemacht, das ist nicht einfach von alleine gekommen.“

Eine Vorhersage für die Saison?
„Ich glaube der WM-Titel wird wie immer ausgemacht, die an der Spitze haben etwas mehr und können ihre Maschinen immer maximal ausquetschen. Aber ich denke auch, dass mit den ganzen Regeländerungen alles passieren kann, gerade im ersten Rennen könnten manche Fahrer fitter und manche Motorräder weiter sein, aber ich will persönlich nichts erwarten. Ich weiß, wie ich arbeite und ich weiß, was wir schaffen können, wenn ich meinen Job gut mache. Ich habe viel Erfahrung gesammelt, es ist mein zweites Jahr mit dem Pramac Team und ich hoffe, dass wir diese Erfahrung nutzen und dann sammeln können, was da kommt.“

Tags:
MotoGP, 2016, SEPANG MOTOGP™ OFFICIAL TEST, Danilo Petrucci, OCTO Pramac Yakhnich

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