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Poncharal erklärt die jüngsten Beschlüsse der GPC für 2016

Poncharal erklärt die jüngsten Beschlüsse der GPC für 2016

Hervé Poncharal (Monster Yamaha Tech 3 Team / Präsident IRTA) beleuchtet für motogp.com exklusiv die jüngsten Beschlüsse der GP Kommission.

Als IRTA-Präsident ist der Franzose Hervé Poncharal auch Mitglied der Grand Prix Kommission. Im Exklusiv-Interview mit motogp.com hat er die jüngsten Regeländerungen erklärt.

Thema Rennleitung:

„Das Team der Rennleitung bleibt unverändert und besteht aus Mike Webb (Rennleiter), Javier Alonso (Dorna), Franco Uncini (FIM), Graham Webber (Stellvertretender Renneleiter) und Loris Capirossi (Sicherheitsbeauftragter). Was sich aber ändert ist, dass sie das Rennen beobachten, wie es passiert und dann Entscheidungen fällen, wenn zum Beispiel in der Boxengasse zu schnell gefahren wird oder wann eine gelbe oder rote Flagge gebraucht wird. Aber alle Vorfälle, die eine genaue Untersuchung verlangen – wie der Vorfall letztes Jahr in der letzten Schikane von Assen, die letzte Kurve in Jerez und, natürlich, das was in Sepang vorgefallen ist – wird jetzt von Mike Webb mit zwei Stewards der FIM in Abstimmung mit Dorna und IRTA entschieden. Die Stewards kommen von der FIM und ich denke, dass das eine gute Entscheidung ist, denn die Dorna erhält immer sehr viel Kritik. Ich kann mir vorstellen, dass Carmelo Ezpeleta und seine Mitarbeiter davon genug haben, gerade auch nach den vielen erbitterten Reaktionen im letzten Jahr. Daher ist es sehr gut, dass wir diese drei Personen haben, die die Entscheidungen selbstständig und unabhängig treffen werden, ohne Interessenskonflikte. Aber ich glaube auch, dass 98 Prozent des Disputs im letzten Jahr komplett ungerechtfertigt waren. Ich denke, dass diese Entscheidung ein Schritt nach vorn ist und das wird bedeuten, dass diejenigen, die nur einen Disput herbeizaubern wollen, weniger Chancen dazu haben. Wir gehen in Richtung einer Organisation, die unabhängiger und selbstständiger ist und darum haben wir alle in der Grand Prix Kommission zugestimmt. Die Entscheidung war einstimmig.“

Thema: Strafpunkte für Fahrer, die ihren Öffentlichkeits-Verpflichtungen nicht nachkommen:

„Die MotoGP zieht viel Interesse auf sich, sehr viele Leute kommen zu den Grands Prix, wir brauchen Sponsoren um zu überleben. Da ist es nur normal, dass wir – gerade hinsichtlich dessen, was die Sponsoren und die Zuschauer investieren, oft auch in Tickets für den Pit-Walk bei dem sie ihre Idole und die Motorräder und Teams näher sehen wollen – alle zusammenarbeiten, um die bestmögliche Show zu haben. Natürlich sind in unserem Sport die Fahrer die Stars und die müssen aber verstehen, dass sie nicht nur Verpflichtungen gegenüber den Medien haben, sondern auch bei den Fans und Sponsoren. Die Grand Prix Kommission wollte das klarstellen. Ich denke, dass normalerweise jeder seinen Teil übernimmt und guten Willen zeigt, aber manchmal ist es gut, wenn man so etwas schwarz auf weiß aufgeschrieben hat. Wir alle wissen, dass wir den Fahrern nicht allzu viel abverlangen können, aber es muss ein Minimum an die Menschen zurückgegeben werden, die uns unterstützen und ohne die wir alle nicht existieren und unsere Leidenschaft leben könnten – sei es als Fahrer oder Fahrer. Wir wollten das alles niederschreiben, aber das hat schon existiert. Das gilt für alle Fahrer. Natürlich ist es klar, dass je mehr Erfolg du hast, desto mehr Einladungen bekommst und umso weniger davon kannst du annehmen. Wir wollen nur alle daran erinnern, dass alle, Teams und Fahrer, zusammenarbeiten müssen, um die Erwartungen der Zuschauer, der Fans, der Medien, der Sponsoren... all denen, die den MotoGP Zirkus möglich machen, zu erfüllen.“

Thema: Zusätzliche Reifendruck-Sensoren in der MotoGP™:

„Eine weitere Sache, die wir in der Grand Prix Kommission entschieden haben, und ich bin froh, dass wir das gemacht haben, ist die verpflichtende Einführung von Reifenluftdrucksensoren hinten in der MotoGP. Wir hatten dabei ganz klar ein paar technische Schwierigkeiten, aber manchmal führen Probleme zu guten Dingen. Ich bin heilfroh, dass Loris [Baz] bei einem Sturz komplett unverletzt blieb, der dramatische Konsequenzen haben hätte können. Aber es ist das, was dort passiert ist, gewesen, dass wir das Problem identifizieren konnten und welches wir jetzt schon einige zeit lösen wollten. Der Vorfall hat dazu geführt, dass alle einverstanden waren. Wir müssen den Reifenluftdruck jederzeit prüfen können und dazu brauchen wir diese Druck-Sensoren. Das ist extrem wichtig, um die Sicherheit zu verbessern und auch wenn das ein Thema ist, über welches wenig gesprochen wird, so ist es doch eine sehr wichtige und sehr positive Entscheidung, die wir in Genf getroffen haben.“

Tags:
MotoGP, 2016

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vor 8 Monate

Gym time!!! Feeling happy this morning as just over a week and I get to ride my bike again ...