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Rabat: „Ich muss den harten Reifen besser verstehen lernen“

Rabat: „Ich muss den harten Reifen besser verstehen lernen“

Ex Moto2™ Weltmeister Tito Rabat spricht über seine Umgewöhnung an die Königsklasse.

2014 holte Tito Rabat den Weltmeister-Titel der Moto2™ Klasse, blieb 2015 im Estrella Galicia 0,0 Marc VDS Team geblieben und steigt jetzt in dieser Mannschaft in die Königsklasse auf. In seiner ersten Saison in der MotoGP™ Weltmeisterschaft wird er auf einer Honda RC213V sitzen. Drei Tests hat der Spanier auf dieser schon absolviert, den letzten davon in Sepang. Nachdem Rabat aus Malaysia zurückgereist war, hat er sich exklusiv mit motogp.com unterhalten.

Was hast du über deine MotoGP Maschine seit dem ersten Test Ende 2015 in Valencia schon gelernt?
„Am ersten Tag in Malaysia ging es wieder um den Erstkontakt und der war ziemlich gut. Der erste Tag auf dem Motorrad ist immer etwas komisch, neue Eindrücke und ein neues Motorrad. Wir sind viel gefahren und gerade nach der langen Pause waren wir insgesamt zufrieden. Am zweiten Vormittag haben wir das gleiche wie am ersten gemacht und ich konnte schnelle fahren, kam unter 2:02. Wir haben gesehen, dass uns Fortschritte gelingen, gerade mit der weicheren Reifenmischung. Danach aber wurde die weiche Mischung einzogen und ich musste mit dem harten weiter fahren.“

„Mit dem harten Reifen weiß ich einfach nicht, wie ich das Motorrad fahren soll. Ich hatte ganz wenig Grip und selbst wenn ich nur ein kleinwenig Gas angelegt habe, habe ich gemerkt, wie das Motorrad am Kurvenein- und –ausgang gerutscht ist. Ich hatte kein Vertrauen, sicher und schnell zu fahren. Ich muss lernen, wie ich diesen Reifen fahren muss, ich denke, das wird insgesamt der schwierigste Job werden. Davon abgesehen haben wir in Australien ein paar andere Mischungen. Wir werden viel mit dem harten Hinterreifen arbeiten, denn der wird dieses Jahr auf vielen Strecken eingesetzt. Mit dem weichen wissen wir aber, dass wir näher an der Spitze sind.“

Du kommst aus der Moto2, wie passt du dich an die MotoGP an? Zum Beispiel an die Karbon-Bremsen?
„Das ist lustig, denn die Bremsen habe ich das erste Mal in Valencia probiert, da habe ich gedacht, dass es nicht so schwierig und anders ist. Aber in Malaysia, wo du extrem hart bremsen musst und wo du länger die volle Motorleistung ausfährst, dort habe ich gemerkt, dass ich auf der Bremse echt viel verliere und noch nicht weiß, wie diese Bremsen funktionieren. Am ersten Tag habe ich viel verloren, am zweiten Tag weniger und am dritten noch mal weniger. Diese Bremsen sind komplett anders und du musst auch an sich anders bremsen, als mit den Moto2-Stahlscheiben. In Malaysia haben wir das etwas verstanden und ich hoffe, dass es beim nächsten Test besser wird.“

Insgesamt ist es schon etwas aggressiver auf einem MotoGP-Motorrad, oder?
„Ja, das merkst du in jedem Moment, beim Umlegen, Bremsen, Beschleunigen – alles ist viel aggressiver und fordert dich körperlich und mental um einiges mehr. Es ist alles viel radikaler. Es gibt mehr Leistung und du brauchst schon etwas Finesse, um es ordentlich zu fahren. Aber wenn du einmal das Level erreicht hast, welches du dafür brauchst, dann funktioniert alles sehr gut.“

Denkst du zum jetzigen Zeitpunkt schon, dass du die MotoGP verstehst, oder wird das noch etwas Zeit brauchen?
„Hinsichtlich Malaysia verstehe ich das Motorrad jetzt besser und ich denke, dass wir in Australien nicht bei null beginnen müssen, sondern uns weiter steigern können. Wir wollen jedes Mal, wenn wir auf die Strecke rausgehen, schneller sein und den harten Reifen besser verstehen – denn wenn die anderen damit schneller sind, dann muss ich das auch bringen. Wir haben noch sechs Testtage vor dem ersten Rennen, da müssen wir alles herausholen.“

Was erwartest du vom nächsten Test auf Phillip Island? Glaubst du, dass es leichter als in Sepang wird?
„Bei Sepang müssen wir bedenken, dass alle MotoGP-Fahrer normalerweise mehrfach im Jahr dort unterwegs sind und die Strecke mehr als gut kennen. Ich hatte die Gelegenheit einigen Fahrern zu folgen und die haben mehr als eine Linie gehabt. Es ist eine komplizierte und anspruchsvolle Strecke. Australien ist genau so eine schwierige Strecke, aber dort geht es etwas mehr um Mut und das schnelle Fahren durch die Kurven. Es gibt dort weniger Linien, darum hoffen wir, weiter vorwärts zu kommen. Von dort ab müssen wir uns langsam weiter entwickeln.“

Tags:
MotoGP, 2016, SEPANG MOTOGP™ OFFICIAL TEST, Tito Rabat, Estrella Galicia 0,0

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