Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Interview Hervé Poncharal: Ein Blick in die Zukunft

Interview Hervé Poncharal: Ein Blick in die Zukunft

Monster Yamaha Tech 3 Team Principal Hervé Poncharal im Exklusiv-Interview mit motogp.com: Tests, saure Gurken Zeit, Ziele 2016.

Die Monster Yamaha Tech 3 Piloten Bradley Smith und Pol Espargaró holten 2015 die Gesamtränge sechs und neun. Beim ersten Kräftemessen 2016 beim Test in Sepang wurde Smith Zehnter und Espargaró 16. Im Anschluss bat motogp.com ihren Teamchef Hervé Poncharal zum Exklusiv-Interview...

Wie ist der Test in Sepang für euch gelaufen?
„Ich möchte zuerst, bevor ich gesondert über Tech 3 spreche, sagen, dass wir, wie alle anderen MotoGP Teams, nach dem ersten Test in Valencia einige Fragezeichen und Sorgen hatten. Es gab ziemlich viele Stürze, die mit dem Vorderreifen zusammenhingen, die schwer zu erklären waren. Und wir haben einige rigorose Aussagen über die neue Elektronik-Steuereinheit gehört. In Malaysia waren wir dann extrem glücklich zu sehen, wie die Leute von Michelin, unter der Führung von Nicolas Goubert, einen unglaublichen Job hatten machen können. Ich ziehe meinen Hut vor ihnen, denn in Sepang haben wir schon auf den allerersten Runden ein Gefühl gefunden, dass dem des vorangegangenen Lieferanten nahekam.“

„Und dort gab es keine Stürze, die man nicht erklären konnte. Es ist für uns sehr wichtig, dass wir ruhig arbeiten, zuversichtlich und mit einem guten Gefühl. Michelin hat sehr gute Produkte mitgebracht gehabt und abgesehen von dem Problem bei Loris [Baz] – welches vermutlich mit dem Luftdruck zusammenhing und welches wir nicht mehr erleben werden, weil wir ab Katar die Luftdruckprüfer haben – hatten wir ein tolle Gefühl mit diesen Reifen. Einige Werksfahrer haben ein paar Evolutionen probieren können, die wir nicht versucht haben, aber wir wissen, dass die Reifen schon bald noch besseres leisten. Wenn man sich die Zeit von Lorenzo anschaut, kann man ziemlich zuversichtlich sein, was die Leistung der Reifen angeht. Die Yamaha-Ingenieure haben einen ausgezeichneten Job bei Elektronik und Gesamtpaket gemacht. Sie haben bei den beiden neuen Dingen, an die wir uns dieses Jahr anpassen müssen, den Reifen und der Einheitselektronik, ausgezeichnetes geleistet. Wir sind da echt zuversichtlich. Und: Die Rundenzeiten sprechen für sich.“

Wie schätzt du die Leistungen deiner Fahrer ein?
„Um gesondert über Tech 3 zu sprechen, fangen wir bei Bradley an, denn er war 2015 unser Top-Mann. Er war Sechster und vor uns lagen nur die beiden Yamaha-Werksfahrer, die beiden Honda-Werksfahrer und die Werks-Ducati von Andrea Iannone. Hinter uns waren eine ganze Menge guter Fahrer, wie Andrea Dovizioso – Ducati-Werksfahrer, die Werksfahrer von Suzuki und alle anderen Satteliten-Fahrer.“

„2016 wieder Sechster zu werden wird schwierig, besonders auch, weil das Feld noch enger zusammenrücken wird. Aber Bradley hat in den drei Tagen in Sepang einen ausgezeichneten Test gefahren. Er hat viel gearbeitet, um die neue Elektronik zu verstehen und hat viele verschiedene Reifen eingesetzt. Er ist seine beste Zeit auf dem harten Reifen gefahren, weil Michelin die Weichen nach dem Sturz von Loris zurückziehen musste. Ich denke, dass wir auf dem harten Reifen gut unterwegs sind und Bradley war der Einzige, der eine komplette Rennsimulation fahren konnte. Er ist am letzten Tag 21 Runden gefahren und fast alle davon lagen im Bereich von 2:02. Er hat sich mit dem Reifen gut gefühlt und damit, wie die Elektronik mit dem abbauenden Grip umgegangen ist. Wir sind zufrieden, wir haben nicht so sehr auf die Rundenzeiten geschaut, aber er ist 179 Runden gefahren und wir haben alles abhaken können, was wir abhaken wollten.“

„Leider hatte Pol zwei Stürze. Ein Sturz wirft dich bei der Arbeit immer zurück und kostet dem Fahrer Vertrauen. Das hat auch bedeutet, dass er keine Zeit für eine Rennsimulation hatte, aber auf der anderen Seite hat von allen auch nur Bradley eine geschafft. Ehrlichgesagt war es für ihn etwas schwierig, aber ich weiß, dass er kein großer Fan von Sepang ist. Wir haben einiges gelernt, das war keine Zeitverschwendung, aber die Ergebnisse waren nicht ganz so gut wie bei Bradley. Ich hoffe, dass beim nächsten Test, der auf einer – wenn nicht gar der - seiner Lieblingsstrecken stattfindet, es einfacher wird und dass er dann etwas konkurrenzfähiger ist und ein größeres Lächeln auf den Lippen hat.“

Über die Gegner:
„Wir befinden uns jetzt in einer sehr homogenen Gruppe aus den beiden Tech3 Fahrern, den beiden offiziellen Werks-Suzukis, den Pramac-Jungs und vielleicht den beiden Avintias, plus natürlich LCR und den beiden Marc VDS Maschinen. All diese Maschinen werden sehr eng beisammen liegen. Das bedeutet, dass wir um jede Position hart kämpfen müssen. Das wird für die Fans und Medien spannend, für uns aber knifflig. Ich denke, dass wir kühle Köpfe behalten und unsere Fahrer entsprechend vorbereiten müssen, körperlich wie geistig, für einen hochintensiven Kampf. Noch mehr, weil bei allen Werks- und Satelliten-Fahrern die Verträge Ende 2016 auslaufen. Darum werden sie alle kämpfen um zu beweisen, dass sie im Jahr darauf einen guten Platz verdienen.“

Über die saure Gurken Zeit und die Ziele des Teams 2016:
„Auch wenn noch nichts offiziell ist wissen alle, dass es vier Yamahas gibt – die zwei Werksmaschinen und die beiden Satelliten-Bikes von Tech 3. Real gesehen bedeutet das aber, dass es ein Team gibt, welches Rennen und Weltmeisterschaften gewinnen soll – und eines, welches mehr das ‚Junior Team’ ist. Unsere Tech 3 Fahrer für 2017 werden in Absprache mit unseren Sponsoren, Yamaha und Tech 3 ausgewählt. Es wird Gespräche geben, aber Aufgrund der Genauigkeit und Positionierung unseres Teams, scheint es sehr unwahrscheinlich, dass wir 2017 die gleichen Fahrer haben werden. Bradley ist in seinem vierten Jahr, Pol im Dritten. In beiden Fällen kommt es darauf an, dass sie eine fantastische Saison hinbekommen und sich, was ihr Traum ist, einen Platz in einem Werksteam verdienen. Wenn sie aber nur eine gute Saison aber nicht mehr haben, dann wurde mir gesagt, dass sie ihr Potenzial erreicht haben und es an der Zeit sein wird, sich in der Moto2 nach jüngeren Fahrern umzusehen. Es wird interessant, alle Moves zu verfolgen. Die ersten, die klar wählen werden, sind die Werksteams und dann werden die anderen sich kümmern müssen. Für uns ist unsere Position klar, wir sind ein Junior-Team.“

Tags:
MotoGP, 2016, Pol Espargaro, Bradley Smith, Monster Yamaha Tech 3

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›

vor 8 Monate

With a record four successive days above 40°C in Perth the alarm has been early to go training. Night all

vor 8 Monate

Gym time!!! Feeling happy this morning as just over a week and I get to ride my bike again ...