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Michelin: Diese Lehren wurden aus Sepang gezogen

Michelin: Diese Lehren wurden aus Sepang gezogen

Michelin Racing Technical Director Nicolas Goubert erklärt motogp.com wie der Sepang-Test gelaufen ist und was auf Phillip Island ansteht.

2016 kehrt der Reifenhersteller Michelin in die MotoGP zurück. Der soeben absolvierte Test in Sepang war der zweite offizielle Auftritt des französischen Herstellers, dort wurden die starken Fortschritte in der Entwicklung des Vorderreifens deutlich. Jorge Lorenzo war am letzten Tag mit dem harten Hinterreifen auf eine Zeit von 1:59,580 Minuten gekommen. Am Mittwoch, dem 17. Februar, beginnt auf Phillip Island in Australien der zweite offizielle Test des Jahres 2016. Der immens raue Asphalt der Piste wird eine weitere Herausforderung für Michelin. Wir von motogp.com haben uns mit Michelin Rennsportleiter Nicolas Goubert unterhalten:

Was habt ihr aus den letzten beiden Tests gelernt?
„Sepang war nach Valencia der zweite offizielle Test für Michelin. Beim ersten Test haben wir viel Kritik für unseren Vorderreifen bekommen. Die Fahrer haben sich mit dem nicht wohl gefühlt, aber seither haben wir weitere Privat-Tests mit unserem eigenen Team gefahren, denn die offiziellen Teams dürfen im Winter nicht testen. Es hat wirkliche Verbesserungen gegeben, wie wir in Sepang anhand der Zeiten von Jorge Lorenzo beweisen konnten. Wir haben auch ein paar neue Reifen dabeigehabt und viele Fahrer haben die getestet. Rund 90 Prozent von ihnen haben gesagt, dass die ein Fortschritt seien.“

An was arbeitet ihr gerade?
„Hauptsächlich an den Vorderreifen. Wir müssen unsere gesammelten Daten bestätigen und es gibt immer etwas zu verändern – sei es wegen dem Grip und der Temperaturen, was ja auf jeder Strecke anders ist. In Katar werden wir ähnliche Bedingungen wie in Sepang haben, aber auf Phillip Island wird alles komplett anders sein. Das ist eine ganz einzigartige Strecke, gerade, was den Hinterreifen angeht. Weiterhin wird es beim Test sehr heiß sein, was für jeden Reifenhersteller ein Albtraum ist. Darum müssen wir weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen.“

Welche Anforderungen stellt Phillip Island an die Reifen?
„Auf Phillip Island gibt es viele Linkskurven, darum brauchen wir Reifen, die auf der linken Seite länger halten, sich aber auf der rechten Seite schnell genug aufwärmen. Es ist wichtig, dass wir das gut hinbekommen, denn das Rennen wird im Herbst stattfinden und dann können auf der linken und rechten Seite gravierende Temperaturunterschiede herrschen.“

Habt ihr die Untersuchungen zum Sturz von Loris Baz in Sepang schon abgeschlossen?
„Wir haben die Ergebnisse noch nicht, so etwas braucht Zeit. Wir müssen bis zum Katar-Test warten, um das herauszufinden.“

Was ist für euch bei Bradley Smith’ Run auf den Intermediate Reifen in Sepang herausgekommen?
„Ehrlichgesagt nicht viel, da er nicht allzu viele Runden gefahren ist. Smith ist kurz nach dem Regenschauer raus gefahren, aber die Strecke war sehr schnell wieder trocken.“

Was haltet ihr von der Entscheidung der Grand Prix Commission über die verpflichtende Einführung von Reifenluftdrucksensoren in der MotoGP™?
„Wir sind absolut dafür. Bei der Kontrolle der Luftdrücke dürfen keine Kompromisse eingegangen werden, das ist eine Frage der Sicherheit. Es ist richtig, dass die GPC diese Regel so schnell eingeführt hat.“

Tags:
MotoGP, 2016

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