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Espargaro: „Dieses Jahr hängen unsere Karrieren an den Ergeb

Espargaro: „Dieses Jahr hängen unsere Karrieren an den Ergeb

Monster Yamaha Tech 3 Pilot Pol Espargaro im Exklusiv-Interview mit motogp.com: Was alles an der Saison 2016 hängt.

2013 feierte Pol Espargaró den Titel in der Moto2™ Weltmeisterschaft, nun steht er vor seiner dritten MotoGP™ Saison. Zwar beendete er seine erste Saison in der Königsklasse als bester Satelliten-Pilot, 2015 aber lief nicht alles nach Plan. 2016, wo er einmal mehr Bradley Smith als Teamkollegen haben wird, wird daher ein Entscheidungsjahr in seiner Karriere. Als ob dies nicht schon genug Druck wäre, kommen mit Michelin und der Einheits-Elektronik von Magneti Marelli auch noch zwei unbekannte Komponenten dazu. Der jüngere der Espargaró-Brüder hat sich vor dem nächsten Test auf Phillip Island exklusiv mit motogp.com unterhalten.

Wie fühlst du dich gerade, nach Sepang und vor Phillip Island?
„Im Moment kann ich nicht wirklich sagen, ob es gut oder schlecht läuft. Der Test in Sepang war der erste des Jahres und es gibt noch so viel, wo wir uns verbessern können und müssen –gerade bei der Elektronik und den Reifen. Wir haben nicht so viele private Tests wie manch andere Teams, denn wir sind keine Werks-Mannschaft. Wir brauchen mehr Streckenzeit, um Daten zu sammeln und die Elektronik und die Reifen besser verstehen zu lernen.“

„Der Test in Sepang war nicht der beste meiner Karriere, aber es geht in die richtige Richtung. Wir haben gewusst, dass Ducati schnell sein würde, denn sie haben schon letzte Saison einige Tests eingeschoben – wie auch Suzuki. In der Hinsicht verlieren wir als Satelliten-Team in jedem Bereich. Die Ingenieure der Werksteams konnten aufholen, aber wir arbeiten noch an Grundproblemen und liegen etwas zurück. Wir brauchen etwas mehr Zeit, aber es stimmt schon, dass ich in Sepang kein gutes Gefühl hatte und die Zeiten nicht die Beste waren. Wir müssen geduldig sein.“

Was wollt ihr verbessern?
„Ich glaube, dass es derzeit an meinem Fahrstil nicht viel zu verbessern gibt. Das, was wir jetzt besser machen müssen, sind die Elektronik und die Reifen. Wenn wir das gelöst haben, können wir an mir arbeiten und dann das Beste aus der Yamaha herausholen. Bis wir diese Probleme nicht gelöst haben, können wir nicht wirklich an irgendetwas arbeiten. Und trotzdem läuft es schon ganz gut für uns.“

Hervé Poncharal (Monster Yamaha Tech 3 Team Principle) hat gesagt, dass es für dich und Smith ein wichtiges Jahr für eure Karrieren wird. Siehst du das auch so?
„Ja natürlich. Ich denke, dass es fast schon besser für Bradley und mich– aber auch unsere Mechaniker und Sponsoren – ist, das zu wissen. Denn das bedeutet, dass dieses Jahr unsere Karrieren von unseren Ergebnissen abhängen. Alles hängt davon ab, ob wir einen guten Job machen und wir wissen das – wenn es nicht läuft, dann müssen wir etwas umstellen. Ich sehe das aber nicht als zusätzlich Druck. Wir müssen 100 Prozent geben, wie in meinem ersten Jahr, als ich bester Satelliten-Pilot und Sechster der WM wurde. Letztes Jahr ist es zwar nicht nach Plan gelaufen, aber der fünfte Platz von Valencia und ein paar andere Ergebnisse haben gezeigt, wo wir hinkommen können. Man muss da positiv gestimmt bleiben und fest daran glauben, dass alles gut wird.“

Glaubst du, dass die neue Elektronik den Satteliten-Teams entgegenkommt und das Feld enger zusammenrückt?
„Ich glaube, dass wir genau das bei Ducati sehen. Die Satelliten-Teams sind jetzt viel näher am Werksteam dran und genau das sollte mit der neuen Elektronik erreich werden. Bei uns aber ist es das Gegenteil. Ich glaube, dass wir weiter zurückliegen als letztes Jahr. Ich weiß, dass ich beim Sepang-Test 2015 nur 0,5 Sekunden hinter Jorge [Lorenzo] und 0,3 Sekunden hinter Valentino [Rossi] lag. Dieses Jahr waren es zwei Sekunden auf Jorge und eine auf Valentino, was viel schlechter als letztes Jahr ist. Anstatt näher zu kommen, scheinen wir abzudriften.“

„Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass wir ein Satelliten-Team sind und weil wir daher länger als das Werks-Team brauchen. Aber es ist klar, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um das besser zu machen. Wir müssen näher an die Ducatis ran, die eigentlich unsere Hauptrivalen sein sollten, aber im Moment wird das schwer, denn ein paar von ihnen waren sogar schneller als Valentino.“

Was hältst du von den neuen Michelin-Reifen? Hast du in Sepang, wie verschiedene Fahrer gesagt haben, auch die Fortschritte beim Vorderreifen gespürt?
„Michelin hat sehr hart gearbeitet und es war definitiv besser. Der Hinterreifen ist jetzt der, mit dem wir im Moment Probleme haben, wie man beim Sturz von Baz in Sepang gesehen hat. Das war nicht gut und wir müssen herausfinden, warum das passiert ist, um die Sicherheit für alle Fahrer zu gewährleisten. Das schmälert aber nicht die Arbeit, die Michelin vorn geleistet hat. Bei jedem Test haben sie neue Reifen mitgebracht und man hat ja gesehen, dass es viel weniger Stürze als in Valencia letztes Jahr gab, damit ist es besser geworden. Ich bin froh mit dieser Entwicklung, jetzt müssen sie sich noch etwas auf den Hinterreifen konzentrieren, damit so etwas wie in Sepang nicht wieder passiert.“

Wie hat dir der harte Hinterreifen in Sepang zugesagt?
„Wir haben da nicht ganz die Leistung herausgeholt, wie wir erwartet hatten. Wir hatten gedacht, dass er länger hält und weniger Grip hat, aber der Unterschied war zu gravierend, mehr als mir gefallen hat. Mein Teamkollege ist auf dem harten Reifen gut zurechtgekommen und manchen Fahrer sind die Unterschiede wohl nicht so sehr aufgefallen, mir aber hat er einfach nicht gefallen. Trotzdem war es die richtige Entscheidung, den weichen Reifen aus Sicherheitsgründen zurückzuziehen. Der weichere hatte viel mehr Grip und ich persönlich hätte auf dem Reifen eine Renndistanz fahren können, denn wir sind damit viele Runden gefahren und hatten kein Problem. Es war wirklich Mist, dass Baz dieses Problem hatte...“

Tags:
MotoGP, 2016, Pol Espargaro, Monster Yamaha Tech 3

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vor 7 Monate

Right then, suppose I better start making my way towards Australia.