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De Puniet: „Es wird Überraschungen geben“

De Puniet: „Es wird Überraschungen geben“

Der ehemalige MotoGP™ Pilot Randy de Puniet hat sich nach seinem Debüt auf der KTM RC16 mit motogp.com unterhalten.

Randy de Puniet hat ein paar abwechslungsreiche Jahre hinter sich. Zunächst half er Suzuki bei der Entwicklung der GSX-RR für die Rückkehr in die MotoGP™ Weltmeisterschaft, dann war er letztes Jahr in der Superbike WM ebenfalls für diesen Hersteller unterwegs.

Nun hat de Puniet als Testfahrer von KTM einen neuen Karriereweg eingeschlagen. Der Franzose soll bei der Entwicklung des RC16 Prototypen mithelfen. Vor kurzem hat er mit diesem Motorrad in Jerez de la Frontera zusammen mit Mika Kallio und Alex Hofmann getestet. Es war das erste Mal, dass de Puniet nach seiner WorldSBK-Saison wieder auf einem MotoGP™ Prototypen gesessen hat. Anfang März steht der nächste Test in Valencia an.

Wie bist du denn in das KTM MotoGP Projekt gekommen?
„Wir haben uns schon letzten Juni mit ihnen unterhalten, aber dann war es eine ganze Weile ruhig. Dann habe ich letztes Jahr in Valencia Mike Leitner getroffen und er hat mich gefragt, was ich im nächsten Jahr machen würde und ich hatte nicht viel geplant. Ich war überrascht, denn ich hatte schon gehört, dass sie Mika Kallio verpflichtet hätten. Darum hatte ich gedacht, dass sie keinen weiteren Fahrer brauchen würden. Am Ende wollten sie noch einen zweiten, das war dann mein Glück. Mein Manager hat Mike kontaktiert und sie sind sich darüber einig geworden, dass ich dieses Jahr bei ein paar Tests fahren werde.“

„Mein erster Test war letzten Samstag. Es waren drei Tage angesetzt, aber ich war nicht für alle eingeplant. Es war dann aber alles um einiges kürzer, denn ich konnte aufgrund des Wetters erst spät anfangen. Dann haben wir zwei Drittel der Zeit mit der Anpassung der Sitzposition verbracht, denn ich habe mich mit der Einstellung bei den Fußrasten überhaupt nicht wohl gefühlt, mit der Sitzhöhe und den Griffen, mit allem. Ich bin nur ein paar Runden gefahren, aber es war wichtig, dass wir das vorbereiten und damit nun beim Test in Valencia angreifen können. Dort werde ich drei volle Tage haben und richtig mit der Arbeit anfangen.“

KTM hat sich für einen Gitterrohrrahmen entschieden, die meisten anderen Hersteller verwenden herkömmliche Rahmen. Hast du da schon einen unterschied feststellen können?
„Ehrlich gesagt ist es dazu noch zu früh, etwas zu sagen, denn wir liegen bei den Rundenzeiten noch weit zurück. Wenn wir dann näher dran sind, können wir was sagen. Aber: Ducati hat mit so einem Rahmen vor zehn Jahren gewonnen. Es scheint schon eine exotische Entscheidung zu sein, aber das ist auch ihr Markenzeichen. Wir werden sehen, wie es im Fortlauf der Test läuft, aber im Moment ist es definitiv ganz klar zu früh, um dazu etwas zu sagen.“

Verschiedene Piloten haben gemeint, dass es mit der neuen Elektronik mehr körperliche Kraft braucht, um die Maschinen zu fahren. Was denkst du über die Elektronik?
„Ich habe ja mir der schon bei Suzuki gearbeitet. Hier steht das Motorrad noch ganz am Anfang der Entwicklung und die Elektronik steht nicht im Mittelpunkt. Das ist normal, denn erstmal muss man eine Basis haben und kann dann die verschiedenen Elektronik-Kontrollen dazu fügen, die Anti-Wheelie und so. Für die Show wird es gut. Vielleicht werden die Motorräder mehr rutschen, auch wenn das mit den Michelin-Reifen schwierig ist, weil die sehr viel Grip haben. Da müssen wir noch einige Parameter mehr betrachten, aber ich glaube, dass KTM an einen guten Punkt kommt. Alle starten wieder neu, mit einem weißen Blatt Papier. Aber sie müssen einen großen Schritt machen und können sich nicht auf die vorangegangenen Saisons stützen.“

Wie schätzt du die bisherigen Tests der MotoGP ein?
„Es ging sehr eng zu und es gab viele Überraschungen. Lorenzo war in Sepang eine Sekunde vor allen anderen. Dann ist Viñales in Australien die Bestzeit gefahren, was für mich nur eine halbe Überraschung war, denn er ist letztes Jahr dort schon ein gutes Grand Prix Wochenende gefahren und hat über die Saison gute Fortschritte gemacht. Ich habe gehört, dass der Motor entwickelt wurde, dass sie jetzt auch beim Hochschalten ein stufenloses Getriebe haben und auch, dass sich das Motorrad an sich entwickelt hat. Daher ist das nur eine halbe Überraschung. Wir müssen sehen, was kommt, aber Viñales könnte schon in Katar und im Jahr insgesamt einige Überraschungen kucken lassen. Die neue ECU und die Michelin haben Suzuki in die Hände gespielt, das ist sicher.“

„Die Ducati von Baz und Barbera lag vor den offiziellen Bikes. Es sieht für Loris gut aus. Ich denke, dass wie neue Ducati bislang noch nicht richtig mit den Michelins funktioniert. In jedem Falle ist aber klar, dass wir diese Saison, gerade am Anfang, einige Überraschungen sehen werden und dass sich das dann zur Mitte hin einpegeln wird. Ich würde sagen, dass der Vorteil bei Yamaha und Honda bleiben wird, auch wenn sie selbst noch etwas auf der Suche nach Lösungen sind.“

Wie viele Tests wirst du mit der KTM fahren?
„Das ist schwer zu planen und kann sich ändern. Ich werde in Valencia sein und dann Ende April in Brünn. Da werden noch mehr kommen, ich kann aber derzeit keine Zahl sagen. Das kann in die richtige, aber auch die falsche Richtung gehen, das kommt darauf an, was passiert. Ich glaube, sie haben einen relativ flexiblen Zeitplan. Von meiner Seite her möchte ich alles geben, um dieses Motorrad voranzubringen. Ich habe mit diesem Team ein gutes Gefühl, da sind viele Leute dabei, mit denen ich schon gearbeitet habe. Ich wurde herzlich empfangen und es ist wichtig, dass man sich im Team selbst wohl fühlt.“

Werden wir dich vielleicht schon dieses Jahr mit einer Wildcard am Start sehen?
„Sie haben über Wildcards in Valencia gesprochen, aber sie haben noch nicht über Fahrer geredet. Ich weiß nicht mehr, aber alles ist möglich. Wir sind da noch weit weg, aber es wäre schon gut. Wenn ich einen guten Job mache und sie glauben, dass ich diesen Platz verdiene – prima, nehme ich! Aber im Endeffekt denke ich da jetzt nicht allzu sehr darüber nach. Ich denke nur daran, wie ich auf dem Motorrad alles geben kann und dann werden wir schon sehen, wo das hinführt. Aber natürlich wäre es schön, wenn wir spät in der Saison noch ein Rennen fahren könnten.“

Tags:
MotoGP, 2016, Randy de Puniet

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Sorry guys, been a bit quiet. All is good in the BS38 camp. Going to be staying in Australia for another week. Supporting friends at PI