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Viñales: „Das beste liegt noch vor uns“

Viñales: „Das beste liegt noch vor uns“

Team Suzuki Ecstar Pilot Maverick Viñales stand motogp.com nach dem starten Test von Phillip Island zum Exklusiv-Interview bereit.

Der Spanier Maverick Viñales gehört derzeit ohne Frage zu den jungen Piloten der MotoGP™, die mit einer ganzen Menge Potenzial gespickt sind. 2015 stieg er mit dem Team Suzuki Ecstar in die MotoGP ein – und er sicherte sich den Titel „Rookie of the Year“. Beim Catalunya Grand Prix fuhr er in die erste Startreihe, auf Phillip Island wurde er im Rennen nur sechs Sekunden hinter Sieger Márquez Sechster.

Viñales ist in Sepang und Australien starke Tests gefahren. Experten sind sich einig, dass ihm schon bald der Sprung in die Liga der Außerordentlichen Gentlemen mit Lorenzo, Rossi, Pedrosa und Márquez gelingen könnte.

Wer ein „Alien“ der MotoGP™ werden will, muss, so sagt man, in seinem ersten Jahr ein Podest, eine Pole oder einen Sieg einfahren. Viñales aber hatte 2015 andere Voraussetzungen, denn sein Suzuki-Team kehrte gerade erst in die Königsklasse zurück, es war ein Entwicklungsjahr für den Hersteller aus Hamamatsu. Die Fans aber fragen sich, ob Suzuki in dem jungen Viñales einen neuen Kevin Schwantz gefunden hat.

Maverick, erst einmal Glückwunsch zu deiner Bestzeit beim Test auf Phillip Island! Wie geht es dir jetzt vor Saisonstart – körperlich wie mental?
„Danke schön! Nun, ehrlich gesagt merke ich, dass die Leistung des Motorrades in diesem Frühjahr sehr viel besser geworden ist und daher hatte ich bei den Tests auch gut Vertrauen. Körperlich geht es mir gut. Hinzu kommt, dass mir Phillip Island auch sehr hilft, die Strecke kenne ich sehr gut und habe mich letztes Jahr dort schon wohl gefühlt. Die Strecke hat da einiges mit diesen Ergebnissen zu tun.“

In Sepang hattest du auch schon gute Ergebnisse, aber nur wenige haben erwartet, dass du auf Phillip Island so einschlagen würdest. Wie schätzt du den zweiten Test des Jahres aus deiner Sicht ein?
„Dass wir in Australien Erster waren hat das ganze Team zusätzlich motiviert, auch für den nächsten Test in Katar. Wir konnten auch trotz des schlechten Wetters vieles probieren, sowohl mit dem neuen Chassis, als auch mit der neuen Elektronik. Wir bügeln immer noch Details aus und werden besser, was am Ende der wohl wichtigste Teil ist. Unser Bestes liegt noch vor uns, wir haben noch Arbeit vor uns und wir müssen die Zeit, die uns vor dem ersten Rennen bleibt, nutzen.“

Wie wir gehört haben bist du auf Phillip Island deine beste Zeit mit dem Rahmen von 2015 gefahren. Was hältst du vom 2016er Material?
„Das Wetter hat uns leider nicht so hart arbeiten lassen, wie wir das zeitweise gewollt haben, aber momentan ist der Wechsel sehr positiv: Ich glaube, dass das Suzuki-Chassis weiterhin eines der besten im ganzen Feld ist und der Motor hat jetzt mehr Leistung. Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht.“

Hast du das vollständig stufenlose Getriebe schon probiert?
„Das vollständige bisher noch nicht, nein. Nur Tusda, unser Testfahrer, hat das vollständig stufenlose Getriebe in Australien getestet. Suzuki analysiert jetzt die Daten davon, um das in unsere Maschinen zu implementieren.“

Wenn wir uns deine Entwicklung im letzten Jahr und Anfang diesen Jahres anschauen, dann scheint es, als hätten sowohl Suzuki, als auch du, dieses Jahr einen großen Schritt nach vorn vor sich. Hoffst du, dass du mit Suzuki zusammen vorwärts kommen kannst?
„Persönlich fühle ich mich reifer und bereiter, als ich es in meinem Rookie-Jahr 2015 war, als ich viel zu lernen hatte. Jetzt können wir uns natürlich daran machen, die Ergebnisse zu verbessern. Ich kann jetzt besser erklären, was ich brauche und die Techniker können schneller Lösungen vorschlagen. Ich bin sehr glücklich, hier zu arbeiten.“

Letzte Frage: Wenn du es diese Saison nicht auf das Podest schaffst, wirst du dann enttäuscht sein?
„Das Ziel, welches wir uns gesteckt haben, ist bei jedem Rennen in die Top Sechs zu fahren, ich hoffe daher, dass wir bei einem Rennen auch das Podest erreichen. Wenn wir 100 Prozent arbeiten, dann bin ich mir sicher, mit den Spitzenfahrern kämpfen zu können. Es ist noch sehr früh, darüber zu sprechen, was enttäuschend sein wird und was nicht, aber wir werden alles geben.“

Tags:
MotoGP, 2016, Maverick Viñales, Team SUZUKI ECSTAR

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