Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf

Tom O’Kane: „Suzuki geht viel entschlossener zu Werke“

Tom O’Kane: „Suzuki geht viel entschlossener zu Werke“

Tom O’Kane ist der Crewchief von Aleix Espargaró. Er spricht über seine Arbeit bei Suzuki, die neuen Regeln und über stufenlose Getriebe.

Er ist eine Größe im Fahrerlager: Tom O’Kane arbeitet schon über ein Jahrzehnt lang für Suzuki und war der Crewchief einer ganzen Reihe von Fahrern wie zum Beispiel Chris Vermeulen. Er hat dabei schon einige Entwicklungen bei den MotoGP™ Bikes von Suzuki mitgemacht. O’Kane und Aleix Espargaró spannten 2015 zusammen, als Suzuki in die MotoGP™ Weltmeisterschaft zurückkehrte. Und das Comeback war schon ein erfolgreiches, nun aber wollen Suzuki und O’Kane 2016 mehr. Motogp.com hat Tom O’Kane zum Exklusiv-Interview gebeten.

Du arbeitest jetzt schon über ein Jahrzehnt für Suzuki. Was ist heute im Team Suzuki Ecstar anders, als in den anderen Jahren, in denen du bei Suzuki gearbeitet hast?
„Ich muss sagen, dass die Ressourcen dieses Mal deutlich mehr sind. Ich denke, dass sich Suzuki diesem aktuellen Projekt viel entschlossener verschrieben hat, als bei den vorangegangenen, bei denen ich mitgearbeitet habe. Bis zu diesem Projekt hier hatte ich noch nie eine Situation, in der ich mir ausmalen konnte, konstant um Spitzenplatzierungen kämpfen zu können.“

Glaubst du, dass das Motorrad und Espargaró in allen Rennen in die Top Sechs fahren können? Ein Ziel, welches sich Viñales gesetzt hat...
„Nun ja, wenn man Stürze oder Pech oder ein schlechtes Wochenende mal mit einkalkuliert, sollten wir dort hinkommen, das sollte dieses Jahr unsere Position werden. Suzuki hat im Winter einen sehr guten Schritt mit dem Motor gemacht und die neue Elektronik scheint für uns ganz gut zu funktionieren. Wir sollten in allen Rennen in die Top Sechs fahren, wir müssen anfangen, Podeste zu holen.“

Haben die Änderungen bei der Elektronik einem jüngeren Team wie Suzuki geholfen? Hat das etwas Entwicklungs-Arbeit abgenommen?
„Das ist jetzt meine eigene Meinung, aber ja, es hat uns vermutlich geholfen, denn die anderen Teams haben sehr viele Jahre konstant ihre eigenen Elektronik-Systeme entwickelt, darum waren die anderen Teams letztes Jahr definitiv auf einem sehr hohen Level. Meiner Meinung nach hat es das Feld etwas zusammengeführt und das war ja das Vorhaben.“

Wie verändert die Einheits-Elektronik die Arbeit an einem Test oder Rennwochenende?
„Eigentlich ist das mehr Arbeit. Ich würde sagen, dass im ersten halben Jahr sogar mehr zu tun ist. Ich würde denken, dass sich das dann, hoffentlich, einpegelt. Suzuki hat das aber erwartet und schon zusätzliche Ressourcen frei gegeben, um damit umzugehen.“

Und wie kommt dein Fahrer, Aleix Espargaró, mit der neuen Elektronik und den neuen Reifen zurecht? Es schien, als sei der Test auf Phillip Island etwas schwierig für ihn gewesen...
„Phillip Island war schwierig, da gibt es nichts zu beschönigen. Hauptsächlich war für ihn dort der Grip vorn das Problem. Beim Valencia-Test war sein Ergebnis gut und auch in Sepang hatten wir einen guten Test. Das Motorrad hat sich für ihn gut angefühlt und wir hatten richtig Vertrauen in den Vorderreifen. Ich würde sagen, dass wir jetzt einfach mal Katar abwarten. Natürlich ist das ein Test, aber es folgt gleich ein Rennen danach und das ist das Wichtige. Aber jedes Mal, wenn Aleix letztes Jahr die Reifen getestet hat, hatte er die gleichen Probleme wie alle anderen in der Vergangenheit mit Michelin hatten. Mit den neuen Reifen, die sie in Sepang mitgebracht haben und die wir dort erstmals eingesetzt haben, hatte Aleix ein richtig gutes Gefühl, vor allem beim Grip vorn beim in die Kurven reinfahren. Das ist genau das, was er braucht, um Vertrauen zu haben und so zu fahren, wie er möchte.“

Hast du als Crewchief jetzt bis Katar noch etwas zu tun, um Espargaró dabei zu helfen, die Probleme von Phillip Island zu lösen?
„Auf der technischen Seite habe ich gerade erst heute Morgen [Donnerstag, 25. Februar] das letzte Zeug von Phillip Island fertig gemacht, die Berichte und so, alle Daten gesichtet. Von da ab habe ich mit Katar angefangen, auf der technischen Seite. Ich muss mir alle Daten und Berichte aus dem letzten Jahr anschauen und jetzt abschätzen, wie sich die Situation mit den neuen Reifen verhalten wird. Wir haben eine neue Grundabstimmung bei der Geometrie, die wir seit dem Wechsel zu Michelin nutzen und das Setup funktioniert mit diesen Reifen. Das ist eine Richtung, die wir mit den Michelin-Reifen gehen mussten und das wird die Basis, mit der wir beim Katar-Test anfangen und auf die wir dann aufbauen werden.“

Wird Suzuki in Katar das vollständige stufenlose Getriebe mitbringen? Es schien, dass Tsuda beim Test in Australien damit ein paar Probleme hatte.
„Tsuda wird das Getriebe in Katar am ersten Tag einsetzen. Hoffentlich sehen wir dann, dass die Probleme von Phillip Island beim Test in Katar behoben sind, das wäre wichtig. Natürlich sind alle Probleme mit dem Getriebe etwas, was du dir ernsthaft anschauen musst. Suzuki ist da sehr vorsichtig dabei.“

Wie viel bringt so ein vollständiges stufenloses Getriebe? Macht sich das auf den Rundenzeiten deutlich bemerkbar?
„Ehrlichgesagt kann ich keinen Unterschied bei den Zeiten beziffern. Es stabilisiert aber das Motorrad definitiv am Kurveneingang. Da ist es definitiv ein großer Vorteil.“

Tags:
MotoGP, 2016, Aleix Espargaro, Team SUZUKI ECSTAR

Weitere Updates, an denen du interessiert sein könntest ›

TitoRabat

vor 7 Monate

Un buen desayuno antes de arrancar! / A good breakfast before starting! https://t.co/Nh7aFLFFmW

Tech3Racing

vor 7 Monate

It's back to work we go! Setup is underway in #Qatar as the #Tech3 guys build the home for the M1's! No problem!

Tech3Racing

vor 7 Monate

It's back to work we go! Setup is underway in #Qatar as the #Tech3 guys build the home for the M1's! No problem!

TitoRabat

vor 7 Monate

Un buen desayuno antes de arrancar! / A good breakfast before starting! https://t.co/Nh7aFLFFmW