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Lorenzo führt am letzten Testtag erneut

Lorenzo führt am letzten Testtag erneut

Ein Tag voller Stürze in Katar, an dem die MotoGP™ Weltmeisterschaft ihre Vorsaison beendet. Lorenzo wieder vorn.

Die MotoGP™ Fahrer bekamen eine letzte Testsession, bevor die Saison 2016 am 20. März in Katar beginnt. Für viele Fahrer stellte sich der letzte Tag als schwierig heraus, denn sie pushten, um eine schnelle Runde hinzubekommen. Das Ergebnis waren zahlreiche Stürze. Nach einem langsamen Start fuhr zunächst nur Stefan Bradl auf die Strecke. Gegen Mitte der Session stürzte Valentino Rossi in Kurve 10. Der Movistar Yamaha MotoGP Fahrer blieb unverletzt und konnte in seine Box zurückkehren und die Tests später wieder aufnehmen.

Kurz danach stürzte auch Tito Rabat in Kurve 6. Auch er blieb unverletzt. Später am Abend flog der Estrella Galicia 0,0 Marc VDS Pilot erneut ab, verletzte sich aber wieder nicht. Aleix Espargaro und Loris Baz stürzten zwei Stunden vor Testende. Espargaro erlebte einen Sturz bei hoher Geschwindigkeit in Kurve 3. Keiner der beiden verletzte sich bei den Vorfällen. Weitere Crashes gab es für Hector Barbera und Cal Crutchlow. Letzterer ließ sich in der Clinica Mobile untersuchen und wurde als fit eingeschätzt.

Schließlich war es Jorge Lorenzo, der das Feld am letzten Tag mit einer 1:54.810 anführte, die gleichzeitig die schnellste Runde des gesamten Tests war. Der amtierende MotoGP™ Weltmeister war am Ende des dreitägigen Tests der einzige Fahrer in den 1:54er Zeiten und über eine halbe Sekunde schneller als seine Verfolger. Doch nicht nur Lorenzos Tempo auf eine Runde war nahezu unschlagbar, auch seine Rennsimulation war beeindruckend. Er fuhr fast alle Runden in den niedrigen 1:56ern und einige gegen Ende in den 1:55ern. Einige andere Fahrer fuhren ebenso einen Run von 22 aufeinanderfolgenden Runden, keiner war aber in der Lage an Lorenzos Pace heranzukommen.

0.516 Sekunden hinter Lorenzo am zweiten Tag und in den Gesamtzeitenlisten platzierte sich Scott Redding. Der Ducati Satellitenfahrer war in der Lage eine großartige Runde von 1:55.326 Minuten auf seiner Octo Pramac Yakhnich GP15 hinzulegen, womit sich die einjährige Maschine als noch immer konkurrenzfähig auf dem Katar Circuit bewies. Redding war nicht nur führender Satellitenfahrer, sondern auch bester Ducati Pilot mit einem Vorsprung von 0.2 Sekunden auf Andrea Iannone am Ende des dritten Tages.

Indem er seine Bestzeit vom Donnerstag um 0.103 Sekunden verbesserte, strahlte Maverick Viñales weiter unter den Flutlichtern der Wüste. Mit einer 1:55.333 landete der Team Suzuki Ecstar Pilot an dritter Position am Freitag und auch gesamt. Wie an den vorhergehenden Tagen konzentrierte sich Viñales auf kürzere Runs.

Weniger als eineinhalb Stunden vor Testende fuhr Marc Marquez seine Bestzeit des Tests mit 1:55.402. Wie am Donnerstag war der Repsol Honda Team Pilot schon früh aus der Box gefahren und begann von Beginn der Session an zu pushen, musste dabei aber auch einen Sturz in der letzten Kurve wegstecken. Nach seinem Sturz musste er sein Vertrauen wieder aufbauen. Erst auf seiner letzten fliegenden Runde landete er auf dem vierten Rang. Fast die ganze Testzeit über hatten die Honda Piloten Probleme, überhaupt in die Top-5 zu kommen.

Einen fünften Platz am letzten Tag gab es für Valentino Rossi mit einer 1:55.429 in seiner 35. von 55 Runden. Die besten Fünf waren allesamt in der Lage schneller zu fahren als Viñales mit seiner Bestzeit am Donnerstag. Beim Katar Test konzentrierte sich Rossi darauf Daten zu sammeln. Er fuhr insgesamt 144 Runden an den drei Tagen in der Wüste. Frustrierenderweise war Rossi erneut über eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege. Allerdings wird ihm seine harte Arbeit an den Settings bei den Long-Runs helfen.

Sechster am letzten Tag und insgesamt war Andrea Iannone, der einer der wenigen Piloten war, der seine Zeit am letzten Tag nicht verbessern konnte. Die 1:55.508 des Italieners blieb seine beste Zeit des Tests, aber wie Lorenzo konzentrierte er sich am letzten Tag auch eher auf längere Runs.

Weniger als eine Zehntelsekunde hinter Iannone landete Cal Crutchlow, der seine Bestzeit vom Donnerstag um über eine halbe Sekunde verbessern konnte, um den Tag und den Test als Siebter abzuschließen. Da Dani Pedrosa erneut eine schwierige Zeit auf dem Werksbike hatte, war Crutchlow zweitschnellster Honda Fahrer. Er lag 0.108 Sekunden vor Andrea Dovizioso, der seine Bestzeit in Runde 47, seiner letzten Runde des Tests zurücklegte.

Zwei Stürze am letzten Tag gingen an Hector Barbera. Dennoch konnte er mit einer 1:55.733 auf dem neunten Platz landen und wurde viertschnellster Ducati Fahrer. Der Spanier konnte am letzten Tag nur 23 Runden drehen. Nach drei erfolgreichen Tests geht Barbera zuversichtlich in die erste Runde der Meisterschaft, einen Top-10-Platz erkämpfen zu können. Die Top-9 lagen allesamt innerhalb von einer Sekunde zu Lorenzos Zeit.

Nach einer schwierigen Vorsaison beendete Dani Pedrosa den letzten Test dank seiner 1:55.857 vom Donnerstag als zehntschnellster Pilot. Der Repsol Honda Fahrer war sichtlich frustriert als er sich nach dem Katar Test gegenüber den Medien äußerte und wird vor Saisonstart eine deutliche Änderung seines Glücks brauchen.

Pol Espargaro beendete den Test auf Platz elf und schlug seinen Teamkollegen Bradley Smith. Espargaro lag nur 0.025 Sekunden hinter den Top-10. 0.012 Sekunden hinter Espargaro landete Yonny Hernandez auf Platz zwölf. Nach einem zunächst schwierigen Start kam der Kolumbianer immer besser im Aspar MotoGP Team zurecht und konnte noch vor Bradley Smith landen.

Smith, der sich Reifen für den letzten Tag aufgespart hatte, fuhr 62 Runden. Das war nur eine Runde weniger als Michele Pirro und die höchste Anzahl der Vollzeit-Grand-Prix-Piloten. Unglücklicherweise konnte Smith seinen 13. Rang nicht steigern, da er aber der Fahrer war, der in allen drei Tests die meisten Runden zurücklegte, wird er eine Menge Daten zum Arbeiten haben. Am Freitag testete Smith sogar ein Set von Winglets an seiner Satellitenyamaha.

Loris Baz beendete den Test auf Platz 14 und noch vor Aleix Espargaro auf der Suzuki. Espargaro war erneut nicht in der Lage das Tempo seines Teamkollegen mitzugehen.

Michele Pirro, der den verletzten Danilo Petrucci ersetzt, erlebte einen starken Tag. Der Ducati Testfahrer landete auf Platz 16 und fuhr ganze 63 Runden. Pirros Zeit war 0.436 Sekunden schneller als die beste Runde von Tito Rabat. Der Rookie verlässt Katar auf Platz 17.

Alvaro Bautista machte weiter gute Fortschritte auf der Aprilia und lag nur 2.233 Sekunden hinter Lorenzos Bestzeit und noch vor dem Australier Jack Miller auf Platz 19. Eugene Laverty beendete den Test auf Rang 20 und fühlt sich auf seiner GP14.2 schon viel besser. Stefan Bradl war der letzte der permanenten MotoGP™ Fahrer und beendete den Tag vor Hiroshi Aoyama und Takuya Tsuda.

Die MotoGP™ Weltmeisterschaft hat nun ein paar Tage Pause, bevor das Training für den ersten Grand Prix des Jahres am 17.  März 2016 losgeht. Die Saison steht schon vor der Tür und mit vier verschiedenen Herstellern in den Top-4 scheint 2016 ein weiteres unglaubliches Jahr zu werden.

Die kompletten Ergebnisse aller drei Testtag in Katar gibt’s hier.

 

Tags:
MotoGP, 2016, QATAR MOTOGP™ OFFICIAL TEST, T3, Jorge Lorenzo, Scott Redding, Maverick Viñales

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vor 7 Monate

Really good day testing many things! First crash of the season out the way!! Sorry guys! Tomorrow we keep working! Feeling good