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Rossi und Lorenzo: Erstes verbales Kräftemessen in den Press

Rossi und Lorenzo: Erstes verbales Kräftemessen in den Press

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo haben in ihren jeweiligen Medien-Runden heute ein erstes Aufeinandertreffen gehabt. Es ging ums FP4.

Im vierten freien Training zum Commercial Bank Grand Prix of Qatar sind die beiden Movistar Yamaha MotoGP Teamkollegen Valentino Rossi und Jorge Lorenzo am Samstag das erste Mal aneinander gerasselt. Rossi ging auf eine schnelle Runde, als Lorenzo ihm plötzlich im Weg stand.

Lorenzo fuhr nicht im Rennspeed, als Rossi, der gerade einen neuen Zweijahresvertrag bei Yamaha unterschrieben hat, ankam und seine Runde abbrechen musste. Die Beiden tauschten einige Gesten aus und hielten nach der Session noch einmal nebeneinander an.

„Er kam aus der Boxengasse und hat nicht geschaut, was auf der Strecke los war und als er in die erste Kurve kam, hat er langsamer machen wollen, war aber auf der Ideallinie“, sagte Rossi in seiner Presserunde.

Lorenzo sah das anders: „Meiner Meinung nach hat er keinen Grund sich zu beschweren. Jeder weiß, dass man am Boxenausgang nicht anhalten darf, um die anderen durchzulassen. Alles, was du tun kannst, ist, innen auf der weißen Linie zu bleiben. Ich kann nicht ins Kies fahren. Was soll ich denn machen? Wenn er noch sauer auf mich ist, weiß ich nicht warum, dann müsst ihr ihn fragen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die beiden Teamkollegen uneinig sind, wer auf der Ideallinie fahren darf und wer nicht. Im Q2 von Misano im letzten Jahr hielt Rossi Lorenzo auf, als der auf einer schnellen Runde war. Rossi bekam damals einen Strafpunkt auf seine Lizenz. „Das Problem ist, dass die gleiche Situation im Qualifying von Misano schon mal passiert ist, damals macht ich den gleichen Fehler“, so Rossi. „Er war sauer auf mich und ich habe am Ende einen Strafpunkt erhalten. Aber heute hat er keinen bekommen.“

Rossi nutzte die Chance auch, über die Gerüchte zu sprechen, wonach Lorenzo mit Ducati in Verhandlungen stünde, um 2017 für den italienischen Hersteller zu fahren. „Meiner Meinung nach braucht es Mut, zu Ducati zu gehen. Du brauchst Eier, um den Hersteller zu wechseln.“

Das war die Antwort Rossis darauf, dass Lorenzo behauptete, der Italiener habe für 2017 keine weiteren Angebote auf dem Tisch gehabt und daher „die richtige Entscheidung getroffen mit keinen weiteren verfügbaren Optionen“.

Während Lorenzo möglicherweise wechseln könnte, ist Rossi bei Yamaha weiterhin glücklich. „Es ist das Richtige, zwei weitere Jahre zu bleiben. Ich bin bereit dafür und werde wie immer mein Bestes geben. Es ist schön das bei Yamaha zu tun, denn zu 90% werde ich, wie ich es immer gesagt habe, meine Karriere dort beenden.“

Tags:
MotoGP, 2016, COMMERCIAL BANK GRAND PRIX OF QATAR, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi

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