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Das Ende einer Ära

Das Ende einer Ära

Der Spanien GP begann traditionell mit der Pressekonferenz. Jorge Lorenzos Wechsel zu Ducati war Gesprächsthema Nummer 1.

Der Gran Premio Red Bull de Espana begann am Donnerstag traditionell mit der Pressekonferenz. Nach den ersten drei Rennen der Saison führt Marc Marquez die MotoGP™ Gesamtwertung an. „Das ist das erste Rennen in Europa und das erste in Spanien, das wird ein besonderes Wochenende“, eröffnete der Repsol Honda Pilot die Runde.

„Die europäischen Rennstrecken sind etwas anders als die in Amerika, Argentinien und Katar. Der Kurs ist enger, also müssen wir sehen, wie das Setup unserer Maschine auf dieser Strecke ist. Ich bin glücklich“, fuhr Marquez fort. „Jedes Mal bekomme ich ein besseres Gefühl auf dem Bike. Wir versuchen genauso weiterzumachen wie bisher.“

Der Spanier weiß, dass sein Landsmann in Jerez in den letzten Jahren schwer zu schlagen war. „Normalerweise ist Jorge hier ziemlich stark. Für Yamaha sieht die Strecke auch besser aus, aber wir haben ein anderes Bike in diesem Jahr. Im November haben wir hier bereits getestet, aber seitdem hat sich natürlich viel am Bike verändert. Wir beginnen also bei Null.“

Hauptgesprächsthema der Pressekonferenz war Jorge Lorenzos bevorstehender Wechsel zu Ducati. „Ich denke, es ist wichtig und gut für die Meisterschaft, wenn ein Top-Fahrer zu einem anderen Hersteller wechselt. Für ihn ist es sicherlich eine große Möglichkeit und eine neue Herausforderung. Wir werden sehen. Es wird für alle interessant, wie Lorenzo und Ducati sich schlagen werden“, meinte Marquez.

Der amtierende MotoGP™ Weltmeister erklärte zu seiner Wahl: „Das war wohl eine der wichtigsten und schwierigsten Entscheidungen meiner Karriere, aber das ist noch weit weg. Wir haben noch 15 Rennen. Momentan konzentriere ich mich komplett auf diese Saison. Ich denke nur in Blau und will in jedem Rennen die besten Ergebnisse holen und versuchen, die Weltmeisterschaft zu gewinnen.“

Zu seiner bisherigen Saison ergänzte der Movistar Yamaha Pilot: „In Katar haben wir unser Bestes gegeben, dann wurde alles mit dem Sturz in Argentinien kompliziert. Es war schade, so viele Punkte zu verlieren. Austin ist normalerweise auch eine schwierige Strecke für mich, mit dem zweiten Platz im Rennen konnten wir es dort aber am Besten lösen. Momentan liegen wir auf Platz zwei in der Gesamtwertung und haben damit eine große Chance, um den Titel zu kämpfen.“

Während Lorenzo seinen Nuller in Termas de Rio Hondo wieder gutmachen konnte, trauert Andrea Dovizioso seinem zweiten unverschuldeten Sturz in Texas noch hinterher. „Wir hatten das Tempo und alles zusammen, um in den ersten drei Rennen auf dem Podium zu landen, aber die Realität sieht nun einmal anders aus. Wir müssen weiter so arbeiten und herausfinden, wie Bike und Reifen hier funktionieren. Es war nicht meint Fehler, aber in der Gesamtwertung ist es dennoch schlecht, weil mir die Punkte fehlen“, sagte der Ducati-Werksfahrer.

Lorenzos Weggang von Yamaha öffnet die Türen des japanischen Herstellers für andere Fahrer. Maverick Vinales ist ein Kandidat. „Ich fühle mich gut. Wenn zwei große Werke wie Yamaha und Suzuki dich wollen, dann bedeutet das, dass du wohl gute Arbeit ablieferst. Ich bin aber zunächst sehr konzentriert auf diesen Grand Prix, denn ich denke, dass wir in den nächsten Rennen unbedingt ein gutes Ergebnis brauchen“, so der Suzuki Ecstar Pilot.

Scott Redding könnte für Lorenzo bei seinem Wechsel zum Vorbild werden, nachdem er nach vielen Problemen mit Honda nun im Octo Pramac Yakhnich Team bestens zurechtkommt. „Katar war für mich ein gutes Rennen, aber dort hatte ich das Paket noch nicht ganz zusammen. In Argentinien hatten wir am Samstag Reifenprobleme. Das Rennen war nicht schlecht, aber erneut hatten wir ein kleines Problem. In Texas konnten wir all die kleinen Dinge zusammenpacken. Wir verbessern uns Schritt für Schritt und kommen über die Renndistanz immer näher an die Spitze heran“, erklärt er.

Zu Lorenzos Wechsel ergänzte der Brite: „Jorge fährt ziemlich ruhig und konstant, von Außen könnte die Ducati also etwas schwierig für ihn zu fahren sein. Ich denke, dass der Anfang für ihn schwierig wird, aber dann wird er stärker werden – wie immer.“

Auch Yamaha-Chef Lin Jarvis war aus aktuellem Anlass zur Pressekonferenz geladen. „Es ist wie, wenn du in der Disco ein Mädel zum Tanzen aufforderst und dann tanzt es mit dem Typ neben dir“, verglich er scherzhaft die Entscheidung Lorenzos zu Ducati zu wechseln.

„Hoffentlich können wir unsere neunte gemeinsame Saison so beenden wie die vorhergehenden. Wenn du ans Ende einer Ära kommst, ist das sicherlich immer ein trauriger Moment“, fuhr Jarvis fort. Zu einem möglichen Nachfolger des dreifachen MotoGP™ Weltmeisters verriet er: „Maverick ist ein attraktiver Fahrer für uns und er hat sehr gute Chancen für die Zukunft. Wir haben aber auch noch andere Optionen, Fahrer mit verschiedenen Profilen. Die Entscheidung ist nicht leicht.“

 

Tags:
MotoGP, 2016, GRAN PREMIO RED BULL DE ESPAÑA, Marc Marquez, Scott Redding, Maverick Viñales, Andrea Dovizioso, Jorge Lorenzo, Repsol Honda Team, Team SUZUKI ECSTAR, OCTO Pramac Yakhnich, Ducati Team, Movistar Yamaha MotoGP

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vor 5 Monate

Really happy with the last training day before heading off to Jerez!