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Intensiver Testtag mit schnellen Rundenzeiten in Jerez

Intensiver Testtag mit schnellen Rundenzeiten in Jerez

Am Montag brachten einige Teams neue Teile mit und Michelin debütierte mit neuen Vorderreifen.

Am Montag nach dem Gran Premio Red Bull de España fand der erste Test während der laufenden MotoGP™ Saison statt. Alle Teams, abgesehen von Avintia Racing, blieben auf dem Jerez Circuit, um zahlreiche neue Teile einzuschätzen und ihr Gesamtgefühl mit den neuen Reifen und der neuen Elektronik weiter zu verbessern.

Die Reifen waren zum Beginn der Saison ein großes Thema und Michelin arbeitet noch immer hart daran, das bestmögliche Material zu liefern. Die französische Reifenfirma brachte drei neue Vorderreifen für die Fahrer zum Testen mit, jedes Team bekam einen Reifen mit der harten Mischung und einer überarbeiteten Konstruktion und dazu einen weiteren Reifen, der beim Bremsen nicht mehr blockieren soll. Die Werksteams bekamen dazu einen dritten Vorderreifen, der eine neue Mischung und eine neue Konstruktion aufweist. Die Hinterreifen blieben unverändert.

Das sorgte für einen intensiven Testtag für alle Fahrer und Teams. Das Movistar Yamaha MotoGP Team konzentrierte sich auf Back-to-Back-Runs mit ihren aktuellen Bikes und einem mit dem hinteren Tank. Jorge Lorenzo und Valentino Rossi hatten beide den Tank bereits während der Vorsaisontests probiert und zu verschiedenen Zeiten in den ersten vier Rennen, aber das war ihre erste Chance ihn mit den Michelin Reifen und ohne den Stress eines Rennwochenendes zu nutzen. Lorenzo experimentierte auch mit einem Auspufflayout, das Rossi momentan nutzt. Nachdem er das Rennen gewonnen hatte, beeilte sich Rossi nicht auf die Strecke hinauszufahren und ging erst in den letzten drei Stunden raus.

In der Monster Yamaha Tech 3 Box konzentrierte sich Pol Espargaro auf die Elektronik, während Bradley Smith an der Hinterradaufhängung arbeitete. Wie alle anderen Fahrer halfen auch sie dabei die neuen Michelin-Vorderreifen einzuschätzen.

Aleix Espargaro war am Rennwochenende zum ersten Mal mit den Winglets des Suzuki Ecstar Teams aufgetreten und der Test lieferte Maverick Viñales die erste Chance sie zu probieren. Während Espargaro daran arbeitete, die Elektronik zu verbessern, versuchte Viñales mit seiner Crew herauszufinden, warum sie im Rennen so viele Probleme hatten. Beide Fahrer fuhren mit dem 2015er Standard-Rahmen.

Von allen Herstellern brachte Aprilia die meisten neuen Teile mit. Sie probierten einen neuen Rahmen und eine Schwinge neben verschiedenen Motorteilen. Aufgrund ihrer Konzessionen darf Aprilia den Motor im Laufe des Jahres verändern, Ducati, Yamaha und Honda dagegen nicht.

Das Ducati-Werksteam konzentrierte sich vorrangig auf die Arbeit mit den neuen Michelin-Vorderreifen und ihre Probleme vom Rennen zu lösen. Aspar Team MotoGP Piloten Eugene Laverty und Yonny Hernandez arbeiteten daran, ihre Setups zu verbessern, da sie keine Teile zum Testen hatten. Scott Redding und sein Octo Pramac Yakhnich Team verbrachten den Tag damit nach Antworten zu suchen, nachdem sie mit heftigen Gripproblemen am Hinterrad ein katastrophales Rennen am Sonntag erlebten.

Winglets und Aerodynamik stand erneut im Blickfeld des Repsol Honda Teams. Marc Marquez testete eine vierte Version der Winglets. Seine RC213V hatte eine Reihe von drei kleineren Winglets auf jeder Seite, ähnlich zu denen von Suzuki. Honda brachte dazu auch eine neue Schwinge für Marquez und Dani Pedrosa zum Ausprobieren und neue Maps, um die Motorleistung zu verbessern.

Cal Crutchlow arbeitete mit seinen neuen Winglets, während auch Öhlins versuchte sein Fahrwerk der LCR Honda zu verbessern. Ein neuer Auspuff wie der der Werksbikes wurde von Estrella Galicia 0,0 Marc VDS gebracht. Jack Miller arbeitet daran, sein Gefühl in den engen Kurven zu verbessern. Diese Arbeit wird für den engen Le Mans Circuit in zwei Wochen wichtig.

Mit 91 Runden beendete Marc Marquez den Test als Schnellster. Er fuhr eine 1:39.313. 0.019 Sekunden hinter ihm landete Jorge Lorenzo, der eine Bestzeit von 1:39.332 auf seiner 26. von 59 Runden zurücklegte. Maverick Viñales komplettierte die Top-3. Er war mit einer 1:39.536 schneller als im Qualifying.

Obwohl er erst spät startete schnappte sich Rossi mit einer 1:39.632 den vierten Gesamtrang und lag nur 0.319 Sekunden hinter Marquez. Dani Pedrosa rundete die Top-5 ab. Die besten sieben Piloten lagen innerhalb einer halben Sekunde zur Bestzeit.

Weniger überraschend war, dass MotoGP™ Rookie Tito Rabat mit 94 Runden die meiste Zeit auf der Strecke verbrachte. Alle Fahrer werden nach diesem produktiven Testtag beim Frankreich GP ab dem 6. Mai zurück auf der Strecke sein.

Die kompletten Testergebnisse gibt’s hier.

Tags:
MotoGP, 2016, GRAN PREMIO RED BULL DE ESPAÑA

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