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#FrenchGP: Bremsen macht den Unterschied in Le Mans

#FrenchGP: Bremsen macht den Unterschied in Le Mans

Konstanz hat den besten 3 Fahrern in der Königsklasse bisher geholfen. Der schwierige Le Mans Circuit wird ihre Fähigkeiten erneut testen.

Zurück in Europa kommt die MotoGP™ Weltmeisterschaft nach und nach wieder in einen normalen Rhythmus. Zu Beginn der Saison führt Marc Marquez (Repsol Honda) die Meisterschaft an. Der WM-Führende war natürlich zur Pressekonferenz vor dem Monster Energy Grand Prix de France vertreten. An jeder Seite von ihm saß ein Fahrer des Movistar Yamaha MotoGP Duos aus Valentino Rossi und Jorge Lorenzo. Beide konnten ihn beim Spanien GP schlagen und den Punkterückstand reduzieren.

Aleix Espargaro (Team Suzuki Ecstar) und die Lokalmatadoren Loris Baz (Avintia Racing) und Johann Zarco (Ajo Motorsport) waren ebenso vor Ort. Sie teilten sich den Platz mit Jonas Folger (Dynavolt Intact GP), der besondere Neuigkeiten im Gepäck hatte.

Konstanz war nicht immer die beste Eigenschaft von Marquez, aber 2016 hat er aus der Vergangenheit gelernt und ist der einzige Fahrer, der in den bisher gefahrenen vier Rennen vier Mal auf dem Podium stand. Seine Honda ist vielleicht nicht perfekt, aber Marquez bekommt sie zum Laufen und ist momentan WM-Führender: „Momentan muss ich konstant sein, wenn ich in dieser Position bleiben will, denn zumindest habe ich nicht das Gefühl, dass ich angreifen kann oder nicht das beste Gefühl zum Bike. Wir arbeiten hart mit Honda und im Team, um das zu verbessern und es scheint, als würden wir Schritt für Schritt besser werden.“

Der Le Mans Circuit ist charakterisiert von seinen Stop-und-Go-Passagen, die ein feines Setup erfordern, um die harten Anbremszonen zu handeln. Das sollte Marquez allerdings besonders gut liegen: „Es ist keine einfache Strecke, aber es ist einer der Kurse, die ich mag. Es ist ein besonderer aufgrund der Stop-and-Go-Natur, aber für meinen Fahrstil ist das ziemlich gut. Letztes Jahr hatte ich am Sonntag Probleme mit meinem Vorderreifen, ähnlich wie letzten Sonntag in Jerez.“

Bei seinen letzten sieben Besuchen in Le Mans sicherte sich Lorenzo vier Siege, aber stand nie auf der Pole Position in der Königsklasse. „Le Mans ist selbst aus der 125ccm Ära und den Jahren danach eine meiner Lieblingsstrecken, wo ich immer einer der Schnellsten war. Also konnte ich viele Siege holen und auch letztes Jahr gewann ich, nachdem ich zwei Jahre keine sehr guten Ergebnisse hatte.“

Nach einigen Schwierigkeiten in Jerez mit einem durchdrehenden Hinterrad ist Lorenzo nun zuversichtlich, dass die Probleme nicht wieder auftauchen werden: „Michelin arbeitet hart nach den Problemen, die die meisten Fahrer im Rennen von Jerez hatten. Sie bringen drei verschiedene Hinterreifen mit, also mal sehen, ob einer, der ganz anders ist als die anderen beiden, die Probleme auf der Geraden etwas beheben kann.“ 2016 hat Michelin auch einen Intermediate Reifen eingeführt, der in Le Mans genutzt werden könnte, sollte der Regen wie in der Vergangenheit zuschlagen.

Als erfahrenster Fahrer im Fahrerlager weiß Valentino Rossi genau, dass das Wetter eine wichtige Rolle am Wochenende spielen wird. Doch viel wichtiger war die Frage, wer 2017 Rossis Teamkollege sein wird. Der Italiener antwortete schließlich zu den ganzen Gerüchten, sei es nun Dani Pedrosa oder Maverick Viñales: „In den letzten Tagen gab es viele Gerüchte über Pedrosa. Ich denke, dass Movistar als zweiten Fahrer einen Spanier will und ich glaube auch, dass Viñales und Pedrosa die Wahrscheinlichsten sind. Ich kenne keine Prozentzahl, da müsst ihr mit Yamaha sprechen. Mir ist es gleich.“

Nach zwei Top-5-Ergebnissen will Aleix Espargaro seine Suzuki erneut immer dichter ans Podium pushen: „Die Ingenieure arbeiten viel härter als im letzten Jahr und wir können sehen, dass sich die GSX-RR stark verbessert. Noch immer haben wir nicht das, was wir brauchen, um ums Podium zu kämpfen, aber wir sind viel näher dran. Letztes Wochenende waren wir das ganze Wochenende über schneller als die Ducatis und dichter an Yamaha und Honda dran. Wir versuchen das in den nächsten Runden erneut zu bestätigen, sind aber noch immer nicht bereit mit den Spitzenjungs zu kämpfen. Wir sind aber wirklich, wirklich nah dran.“ Suzukis letzter MotoGP™ Sieg war dabei 2007 in Le Mans dank Chris Vermeulen, der ein exzellenter Regenfahrer ist.

Loris Baz kann es kaum abwarten, an diesem Wochenende schon zum zweiten Mal vor seinen heimischen Fans zu fahren. „Ich kann mich daran erinnern als ich noch ein Kind war, zum GP kam und Randy (de Puniet) anfeuerte, als der noch 250ccm fuhr. Ich erinnere mich so gut daran und nun bin ich glücklich, denn ich bin jetzt an der Reihe, stehe mit diesen Jungs zusammen in der Startaufstellung. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl und ich weiß, woher ich komme und genieße es sehr.“ Der großgewachsene Franzose will an diesem Wochenende zum ersten Mal  in dieser Saison in die Top-10 fahren.

Johann Zarco will 2017 zum ersten Mal einen Titel in der Moto2™ Weltmeisterschaft verteidigen. Bisher gestaltete sich seine Saison aber nicht leicht: „In der Moto2 geht es immer konkurrenzfähig zu und ich ärgere mich wirklich nicht, dass ich geblieben bin, denn ich lerne sehr viel. 2015 Champion zu sein war fantastisch, aber jetzt haben wir ein anderes Ziel vor Augen. Wenn es schwierig ist, lernst du am meisten dazu.“

Wie bei vielen anderen Fahrern bleibt auch Zarcos Plan für 2017 noch offen, aber einige interessante Abenteuer deuten sich bereits an: „Ich habe einen Weg mit Suzuki gefunden, die MotoGP in Japan zu testen und sie haben mich auch gefragt, ob ich die 8-Stunden von Suzuka fahren will. Ich war noch nie dort, aber ich sage ja, denn ich würde gern auf einem Straßenbike trainieren. Ich habe ein Gefühl zum Straßenbike und es ist gut, einige Dinge in diesem Rennen zu probieren und dabei Teil von Suzuki zu sein. Ich hoffe, dass ich auch 2017 bei Suzuki sein kann. In diesem Sommer ist es Teil meiner Aufgabe zu beweisen, was ich kann und in die MotoGP aufzusteigen. Der Test bedeutet jetzt nicht, dass wir einen Platz bei ihnen haben, aber sicherlich werden sie mir die Möglichkeit bieten.“

Für Jonas Folger ist alles bereits in Sack und Tüten. Der vielversprechende Deutsche hat einen Vertrag im Monster Yamaha Tech 3 Team unterschrieben und wird demnach 2017 in die MotoGP™ aufsteigen. „Ich bin sehr glücklich und gespannt auf das nächste Jahr, es ist ein Traum für alle Fahrer, eines Tages in der MotoGP zu landen. Ich bin sehr glücklich, dass Yamaha, Tech 3 und auch Herve an mich glauben und mir eine so großartige Möglichkeit für die nächsten Jahre geben, die auch großartig ist, denn ich kann mich nun ganz auf diese Saison konzentrieren, ich bin dankbar. Es ist ein Traum, der wahr wird.“

Das erste Freie Training der MotoGP™ Klasse beginnt um 9:55 Uhr Ortszeit am Freitag, den 6. Mai.

Tags:
MotoGP, 2016, MONSTER ENERGY GRAND PRIX DE FRANCE, Loris Baz, Valentino Rossi, Johann Zarco, Jonas Folger, Jorge Lorenzo, Marc Marquez, Aleix Espargaro, Monster Yamaha Tech 3, Dynavolt Intact GP, Avintia Racing, Team SUZUKI ECSTAR, Movistar Yamaha MotoGP, Repsol Honda Team

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