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19 Tage vor
By motogp.com

Große Verkündung zur Pressekonferenz

Vor dem Gran Premi Monster Energy de Catalunya gibt es weitere Bekanntgaben zu 2017, während andere Fahrer ihre Zukunft anzweifeln.

Der Gran Premi Monster Energy de Catalunya begann am Donnerstag mit der offiziellen Pressekonferenz. Geladen waren Jorge Lorenzo (Movistar Yamaha MotoGP), Marc Marquez (Repsol Honda), Valentino Rossi (Movistar Yamaha MotoGP), Aleix Espargaro (Team Suzuki Ecstar), Pol Espargaro (Monster Yamaha Tech3), Andrea Iannone (Ducati Team).

Der aktuell Führende der MotoGP™ Weltmeister Lorenzo eröffnete: „Das ist ein sehr guter Ort hier, mein Heim-GP. Wir führen die Weltmeisterschaft mit zehn Punkten Vorsprung an. Das ist natürlich nicht viel, denn noch sind 300 Punkte zu holen, aber es ist ein gutes Gefühl nach zwei Siegen hierher zu kommen, besonders nach dem letzten direkt auf der Ziellinie. Allgemein habe ich das Gefühl, dass unser Bike mit den Michelin-Reifen und der neuen Elektronik konkurrenzfähig ist. Wir kommen hier auf eine gute Strecke für unser Bike und auch für meinen Fahrstil.“

Insgesamt bemerkte der Spanier: „Dieses Jahr ist wohl die engste Weltmeisterschaft, die wir seit langer Zeit sehen. Vier Bikes und vier Werke haben die Möglichkeit Rennen zu gewinnen. Ich denke sogar, dass es das in den letzten 20 Jahren nicht gegeben hat. Marquez ist sehr stark, Rossi ist sehr stark, Iannone und die Suzukis sind auch alle da. Es gibt momentan viele sehr konkurrenzfähige Fahrer. Wir hatten einen guten Start in die Saison und konnten drei von sechs Rennen gewinnen. Alle anderen haben wir außer Argentinien auf dem zweiten Platz beendet. Ich denke, das ist im Kampf um den Titel eine gute Statistik.“

Den Circuit de Barcelona-Catalunya beschrieb Lorenzo als sehr besondere Strecke. „In einigen Kurven gibt es ein paar Unebenheiten. Für unser Chassis ist der Kurs gut, nur eine Kurve wird im ersten Gang gefahren, ansonsten gibt es nur schnelle Kurven und gute Richtungswechsel. Ich war immer ziemlich schnell hier. Wenn es im Rennen heiß ist, wird es schwierig die ganze Zeit ein konstantes Tempo zu halten. Es wird also sehr wichtig ein gutes Setting zu haben, aber ich denke, wir stehen recht gut da, um zu versuchen um den Sieg zu kämpfen“, ergänzte der Yamaha Pilot.

Marquez liegt nur zehn Punkte hinter seinem Landsmann auf dem zweiten Rang, hatte aber besonders vor seinem Heimrennen ganz andere Sorgen. „Ich bin wirklich glücklich, hier auf meiner Heimstrecke bekannt zu geben, dass ich die nächsten zwei Jahre bei Honda bleiben werde“, begann er. „Ich glaube, dass wir zusammen gute Arbeit abliefern und nach vorne blicken können. Ich freue mich auf diese Saison und die nächsten zwei Jahre. Ich habe immer gesagt, dass mein Herz für Honda schlägt. Für mich war das die beste Option, das beste Gefühl.“

Besonders glücklich ist Marquez neben seinem neuen Vertrag über seinen guten Rang in der WM. „Ich will natürlich lieber Erster sein, aber nach der schwierigen Vorsaison war unser Hauptziel hier in Montmelo bis zu 25 Punkten an Lorenzo dran zu sein und jetzt sind es sogar nur zehn. Damit bin ich glücklich und auch mit dem Rennen in Mugello. Ich freue mich auf dieses Wochenende, aber besonders auf den Test am Montag, denn da können wir vielleicht wie im letzten Jahr einen Schritt nach vorn machen.“

Rossi über die Motorprobleme bei Yamaha

Rossi äußerte sich noch einmal zum verheerenden Motorschaden bei seinem Heimrennen in Mugello. „Wenn im Motorsport der Motor kaputt geht, ist es immer ein elektronisches Problem oder ein Teil, das nur einen Euro kostet“, scherzte er. „Ich denke, Mugello ist immer etwas Speziell mit dem Ende der langen Geraden und den hohen Drehzahlen. Der kleine Sprung, den das Bike auf dem Hügel am Ende der Geraden macht, hat vielleicht den Motor kaputt gemacht. Es ist sehr schade. Ich denke und hoffe aber, dass das für den Rest der Saison nicht mehr passiert.“

Umso mehr freut sich der neunfache Weltmeister nun auf eine seiner Lieblingsstrecken beim Grand Prix von Catalunya: „Ich mag diesen Kurs sehr und fahre hier sehr gerne, denn das ist einer der besten GPs der Saison. Zunächst einmal weil das Layout der Strecke fantastisch ist. In den letzten Jahren war es etwas schwieriger, weil der Grip auf dem Asphalt ziemlich niedrig ist, aber es bleibt eine großartige Strecke. Dazu ist auch Barcelona super, der Ort, die vielen Leute und alles. Wir müssen versuchen schnell zu sein, um für den Sonntag konkurrenzfähig zu sein.

„Mugello war für mich sehr, sehr schade, denn ich denke, wir hätten ein fantastisches Rennen bis zum Ende sehen können. Ich war sehr verärgert, denn die anderen beiden haben sich einen guten Kampf geliefert, der zu Dritt sicherlich noch besser gewesen wäre, auch für die Fans“, bedauerte Rossi noch einmal. „Aber so ist es nun einmal. Dennoch war es ein gutes Wochenende, an dem ich stark und schnell war, also werden wir hier das Gleiche probieren.“

Nach Rossi war Suzuki Pilot Aleix Esparagro an der Reihe. „Ich habe hier gute Erinnerungen an das letzte Jahr“, spielte er auf seine Pole 2015 in Barcelona an. „Wir waren das ganze Wochenende gut, hatten ein gutes Tempo. Im Rennen war ich ziemlich stark, aber dann habe ich einen Fehler gemacht und bin fünf Runden vor Rennende auf Position vier liegend gestürzt. Insgesamt bin ich glücklich und freue mich auf das Wochenende.“

Obwohl der Spanier eine schwierige Vorsaison und „eines der wohl schlechtesten Rennen“ in Katar erlebte, liegt er momentan auf dem sechsten WM-Rang und erklärt sich insgesamt zufrieden. „Wir arbeiten noch an der Zukunft“, fuhr er fort. „Das letzte Rennwochenende in Mugello war ziemlich schwierig, weil ich realisierte, dass ich bei Suzuki wohl nicht so wichtig bin, wie ich dachte. Schon in Mugello haben wir Gespräche für einen möglichen Wechsel begonnen“, verriet er.

„Dennoch denke ich darüber nach, bei Suzuki weiterzumachen. Ich will in ein Team, in dem ich geliebt und gewünscht werde. Das ist für mich das Wichtigste. Vor dem siebten Rennen bin ich Sechster in der WM und nicht weit von P4 entfernt. Ich habe das Gefühl, dass sie trotz der schwierigen Vorsaison nicht wirkliches Interesse zeigen und das ärgert mich. Ich bin noch nicht bereit, über die Zukunft zu entscheiden. Aber der andere Espargaro hat vielleicht etwas zu erzählen“, spielte er auf seinen Bruder an.

Und Pol Espargaro legte direkt los: „Mein großer Bruder hat immer Recht. Ich freue mich sagen zu können, dass ich für die nächsten zwei Jahre bei KTM unterschrieben habe und dieses neue Abenteuer mit dem neuen Team und dem neuen Bike in der MotoGP™ starten werde. Es wird sehr hart mit KTM zu arbeiten, aber ich bin bereit und sie haben mir ihre Bereitschaft auch gezeigt. Wir haben uns für die nächsten zwei Jahre geeinigt und das ist wunderbar.“

Espargaro bedankte sich dennoch bei Yamaha, seinem Team und Monster Yamaha Tech3 Teamchef Herve Poncharal. „Sie haben mir die Möglichkeit gegeben, in der MotoGP™ zu wachsen. Es war mein Traum, der in Erfüllung ging. Also ein riesen Dankeschön. Auch bei Ducati und Avintia möchte ich mich bedanken, die in den letzten Wochen Interesse zeigten. Aber diesen Weg konnte ich nicht einschlagen. Ich bin wirklich glücklich dieses neue Abenteuer mit KTM einzugehen. Zunächst einmal will ich diese Saison aber in guter Form beenden, in Suzuka wieder um den Sieg kämpfen und dann das neue Projekt beginnen.“

Schließlich war noch Iannone an der Reihe. „Mugello war wirklich ein großartiges Wochenende für uns. Wir sind von Anfang an gut gestartet und haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Darüber bin ich sehr glücklich. Pech hatten wir jedoch beim Start des Rennens, der schlecht war, aber jetzt steht ein neues Wochenende an“, erzählte der Italiener.

„In der Vergangenheit habe ich hier schon in der 125ccm Klasse und der Moto2™ gewonnen und es ist schließlich immer gut, wenn man gute Erinnerungen hat. Deshalb hoffe ich auch auf ein weiteres gutes Wochenende“, fuhr Iannone fort. Momentan konzentriere sich der Ducati Pilot auf sein aktuelles Team und sein Bike, bevor er an 2017 und seinen bevorstehenden Wechsel zu Suzuki denkt. „Ich denke, wir haben wirklich die Möglichkeit in jedem Rennen um die Spitze zu kämpfen und das hat momentan Priorität.“

Die MotoGP™ Action zum Grand Prix von Catalunya beginnt am Freitag mit dem ersten Freien Training um 9:55 Uhr Ortzeit.