Ticket-Kauf
VideoPass-Kauf
News
23 Tage vor
By motogp.com

Wer wird der nächste Rossi?

Mit Valentino Rossi an der Spitze hat die VR46 Academy den besten Lehrer, den man bekommen kann. Wir zeigen, wie ein Schultag auf der Ranch

Valentino Rossi (Movistar Yamaha MotoGP) – dieser Name steht wie kein zweiter für die MotoGP™ Weltmeisterschaft, eine lebende Legende, die sich immer wieder neu erfindet. In den letzten Jahren hat „The Doctor“ sich außerdem darauf spezialisiert und konzentriert, die nächste Rennfahrergeneration aus Italien heranzuzüchten und vorwärts zu bringen. Im März 2014 wurde die VR46 Academy eröffnet, die ersten Schüler hießen Franco Morbidelli, Luca Marini, Andrea Migno, Nicolò Bulega , Romano Fenati und Francesco ‘Pecco’ Bagnaia.

Seither ist die „Klasse“ gewachsen und umfasst mittlerweile 11 Piloten in der FIM CEV Moto3™ Junior World Championship, den CIV Meisterschaften, der Moto3™ Weltmeisterschaft und der Moto2™ Weltmeisterschaft. Nahezu jeder kommende italienische Star auf der WM-Bühne arbeitet mit Rossi.

Ein solch ehrgeiziges Projekt braucht natürlich auch ein besonderes zuhause: Die VR46 MotoRanch hat ein eigenes Schulhaus am Rande. Die Ranch baut sich um eine Dirt Track auf, diese hat sowohl Links- als auch Rechtskurven – und ist damit anders, als die amerikanischen Vorbilder. Die meiste Freizeit verbringen die Fahrer auf dieser Piste. Dirt Track ist mittlerweile einer der wichtigsten Trainingsbestandteile im Grand Prix Rennsport, dort lernt man die wichtigen Grundlagen, ein Motorrad rutschen und driften zu lassen, es in die Kurven rein anzustellen – so, wie es die meisten Fahrer in Moto2™ und MotoGP™ machen.

Das Dirt Track in seinen unterschiedlichsten Formen steht in der VR46 Academy auf dem Lehrplan ganz oben. Runde für Runde wird gedreht, die Fahrer geben alles – selbst, wenn sie eigentlich nur zum Spaß draußen sind. Immer sind professionelle Fahrer dabei, jeder sucht nach einem weg, seine Lehrer zu schlagen. Doch bei diesem Trainingsprogramm lernen die Youngster nicht nur vom Großmeister, Rossi selbst profitiert auch davon, mit der nächsten Generation zu arbeiten und zu trainieren. Indem er gegen Piloten antritt, die halb so alt wie er sind, hält sich Rossi jung und fit.

Winter training ???????? L'Americana del sabato pomeriggio al #MotoRanch

A photo posted by VR46RidersAcademyOfficial (@vr46ridersacademyofficial) on

Rossis Ranch ist aber kein Exklusiv-Club: Immer wieder werden Fahrer aus einer ganzen Reihe von Meisterschaften und Rennserien eingeladen, um hier zu trainieren. Fabio Quartararo (Leopard Racing) ist einer, der erst vor kurzem da war, doch auch Bradley Smith (Monster Yamaha Tech 3) und sogar Marc Marquez (Repsol Honda Team) waren schon da. Auch die AMA SuperCross-Legende Chad Reed flog aus den Staaten herüber, um hier zu Flat Tracken.

Super photo avec Valentino ???????????????? / Great picture with @valeyellow46 ????????

A photo posted by Fabio Quartararo (@fabioquartararo20) on

Aber in der Academy wird nicht nur im Dreck gefahren: Rossi nimmt seine Schüler und Kollegen auch immer wieder mit nach Misano. Dort werden mit einer Reihe von unterschiedlichen Motorrädern gefahren, von Minibikes bis hin zu Superbikes. Mit den verschiedenen Hubräumen sollen die Academy-Piloten ihre Fähigkeiten und Talente weiter ausbauen und steigern, sollen lernen, wie sich verschiedene Motorräder bei verschiedenen Bedingungen verhalten. Das Programm ist hart gestrickt und umfangreich, viele Fahrer träumen davon, unter dem wachsamen Auge von Rossi und seinem Team zu fahren.

Rossi ist immer da und gibt den Academy-Piloten nützliche Tipps, vor allem wenn es an eine neue Strecke geht. Er mag zwar nie in der Moto3™ und der Moto2™ gefahren sein, aber mit 20 Jahren Rennsport-Erfahrung im GP weiß er wohl wie kein Zweiter, wo die besten Ideallinien dieser Welt liegen.

In der Academy geht es aber nicht nur um das Fahren von Motorrädern. In der Weltmeisterschaft kommen auch etliche Medien-Anforderungen auf jeden Einzelnen zu, dazu müssten oftmals auch andere Sprachen als Italienisch gesprochen werden. Daher erhalten die Academy-Piloten zwischen den Rennen Englischunterricht, um die schwierigen Pressefragen bestmöglich beantworten zu können.

In attesa di partire per il #DutchGP➡️ english????????class ???????? per @m16no e @nicco23on con @marcobez12 ????

A video posted by VR46RidersAcademyOfficial (@vr46ridersacademyofficial) on

Die Academy vermittelt und lehrt dabei aber nicht nur die wichtigen Skills auf der Strecke, sondern fördert auch die Freundschaften unter den Fahrern. Auf der Strecke mögen sie unerbittliche Rivalen sein, aber egal, welches Ergebnis am Ende hinten raus spring: Wenn der Helm runter ist, darf gern auch gescherzt werden. Es gibt halt manchmal mehr im Leben, als nur das Racing.

Wie erfolgreich die VR46 Academy ist, zeigt sich in der aktuellen Moto3™ Weltmeister: Vier der Top Sechs Piloten kommen aus der Academy, in der Moto2™ mischen Morbidelli und Baldassarri die Spitze mehr und mehr auf. Das Programm wird immer breiter, mittlerweile ist Yamaha als offizieller Partner eingestiegen – und bringt Piloten aus Asien mit, um in diesem Trainingsprogramm Teil zu werden.

Wo es auf der Ranch lang geht? Wir nehmen euch eine Runde mit:

Empfehlungen