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13 Tage vor
By motogp.com

Mika Kallio spricht über die KTM

KTM Testfahrer Mika Kallio hat sich mit motogp.com über den Wildcard-Einsatz unterhalten, der beim Finale in Valencia auf dem Programm steht

motogp.com hat sich mit dem ehemaligen MotoGP™ Piloten und Moto2™ Titelanwärter Mika Kallio getroffen und den Finnen über die brandneue KTM MotoGP™ Maschine ausgefragt, die beim Valencia GP debütieren wird. Der KTM-Testfahrer sprach über dieses Projekt, das Motorrad und die Erwartungen, die Team und Fahrer haben, bevor man 2017 voll in die MotoGP™ Weltmeisterschaft einsteigt.

Mika Kallio über... Das Projekt bisher:

Mika Kallio: "Dieses Jahr war für mich ganz anders. Ich war seit 2002 im MotoGP™ Fahrerlager und mehr oder weniger hatte ich einen klaren Plan, was die Rennen anging. Jetzt habe ich dieses Jahr für KTM getestet und das hat für mich einiges richtig verändert. Ich bin soweit ganz zufrieden und mit KTM läuft es sehr gut – ich kenne das Werk, denn ich habe mit ihnen eine lange, gemeinsame Geschichte in der 125er und 250er gehabt. Es hat mich also richtig gefreut, wieder in der KTM-Familie zu sein. Jetzt, Schritt-für-Schritt, ... sagen wir Mal, das Highlight des Jahres rückt mit Valencia immer näher, das ist nur noch ein paar Wochen hin. Wir haben dafür das ganze Jahr über hart gearbeitet und hoffe, dass wir dort die Ergebnisse holen können, die wir wollen."

Die Fortschritte:

MK: "Die ersten Runden mit dem KTM MotoGP™ Motorrad waren vor ungefähr einem Jahr – das Projekt und das Motorrad sind daher sehr neu, immer noch. Die ersten Runden, die ich mit dem Motorrad gedreht habe, waren letztes Jahr im November und danach haben wir noch viel getestet, auf vielen unterschiedlichen Strecken. Wir haben jetzt viel Erfahrung und Informationen über das Motorrad. Wenn ich mir überlege, wie es sich angefühlt hat, als ich das Motorrad zum ersten Mal gefahren bin, und wie es sich jetzt anfühlt, dann kann ich wirklich sagen, dass wir einen wirklich guten Job gemacht haben dieses Jahr. Die Entwicklung, die wir wollten, haben wir gefunden. Ich denke, dass das Level des Motorrades im Moment schon ziemlich gut ist, denn die Maschine ist erst ein Jahr alt, aber wir müssen natürlich realistisch bleiben. Wir können derzeit nicht sagen, dass wir auf einem Top-Level sind, denn das Motorrad ist erst ein Jahr alt und wir können uns nicht mit den Top-Teams vergleichen, aber was mich als Fahrer angeht, da fühle ich mich sehr wohl mit dem Motorrad."

Erwartungen...

MK: "Wir müssen uns einfach auf unser eigenes Team konzentrieren und dieses Jahr ist alles anders geworden. Ich denke, dass es besser ist, uns nicht mit irgendwem zu vergleichen und gehen einfach nach Valencia, konzentrieren uns dort auf uns selbst und versuchen, unser eigenes Ding zu machen. Natürlich gibt es sehr viele Erwartungen, denn alle denken, dass wenn KTM zu den Rennen kommt, sie gewinnen wollen. In diesem Werk gibt es diese Mentalität und sie pushen alles ans Limit und versuchen, alles so gut es geht zu erledigen – und das ist genau der Weg, ich mag das. Aber wir müssen realistisch sein. Die Stimmung ist gut und wir sind auf einem guten Level und ich fühle mich auf dem Motorrad wohl – aber realistisch gesehen gehen wir nicht nach Valencia, um das Rennen zu gewinnen. Aber ich denke, dass wir sicher kämpfen werden können. Ich weiß nicht, ob in den Top15 oder den Top10- das weiß im Moment niemand, denn wir waren fast immer allein auf der Strecke und es gibt keine Referenzpunkte. Das wird also für mich besonders interessant zu sehen, was unser Level ist."

Timing...

MK: "Ich denke, dass es für KTM der bestmögliche Zeitpunkt ist, um in die MotoGP™ einzusteigen. Alle Regel sind anders geworden und die Reifen sind neu – vieles hat sich auf der technischen Seite geändert, es ist also der beste Zeitpunkt für KTM einzusteigen. Wenn du so nahe wie möglich an den Top Teams dran sein willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denn alle mussten sich anpassen, wie sie das Motorrad entwickeln und für alle Teams sind Reifen und Elektronik neu – wir hatten technisch also keinen so großen Rückstand. Ich denke auch, dass KTM sich daher dazu entschieden hat, das Motorrad jetzt zu entwickeln und nächstes Jahr am Start zu stehen. Wir werden in Valencia sehen, wie viel Arbeit uns noch bleibt."

Über die Rückkehr in den Rennsport...

MK: "Mir fehlen die Rennen, ganz sicher. Das ist für mich im Moment glaube das schwerste – ich habe richtig Spaß, dieses MotoGP-Motorrad zu fahren und wir haben im Moment eine großartige Crew und tolle Jungs, die mit mir arbeiten, aber wir fahren noch keine Rennen und das ist das große Puzzel-Teil. Ich würde auch gern in Zukunft wieder Rennen fahren und denke, dass diese Test-Saisons etwas sind, die ich machen muss und ich hoffe, dass ich später irgendwann wieder in der Startaufstellung stehen."

Persönliche Ziele...

MK: "Als Fahrer habe ich Ziele – jeder Fahrer hat eine Reihe von Zielen. Und das wird auch mein erste MotoGP-Rennen seit einer langen Zeit – 2010 war ich da das letzte Mal unterwegs. Das wird für mich auch ein besonderer Moment und daher werde ich alles geben, was ich kann, um das Motorrad ans Limit zu führen und zu sehen, wo unser Level ist. Ich werde 100 Prozent geben und auch zeigen, dass KTM und ich auf dem Level sein können, dem besten Level der Welt gegen die besten Fahrer der Welt. Mein Können ist genug für die MotoGP. Von KTM her gibt es im Moment keinen Druck und wir sollen zu Ende fahren. Wir haben noch nicht darüber gesprochen, aber meine Ziele sind persönlich und die will ich erreichen. Aber wie schon gewagt: Im Moment kann niemand sagen, wo unser Level auf technischer Seite ist und wie nah wir an der Spitze dran sein können."

Die Zukunft...

MK: "Als ich vor einem Jahr über meine Zukunft nachgedacht habe, habe ich mich mit KTM wohlgefühlt, schon wegen unserer gemeinsamen Geschichte und ich habe gedacht: 'Ok, teste ich mal für sie und dann geht es zurück in die MotoGP.' Vielleicht ist das nicht der klassische Weg, aber ich bin viel in der Moto2 gefahren und auch dort waren meine Ergebnisse sehr gut. Ich hatte aber nicht die Chance, mit einem guten Motorrad in die MotoGP zurückzukommen. Das ist aber meine Vorstellung und mein Ziel."

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