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24 Tage vor
By motogp.com

Assen: Magische und mythische "Kathedrale"

Die MotoGP™ hat ein weiteres Date mit dem historischen TT Circuit Assen

Seit den Anfangstagen der Dutch TT hat sich viel verändert – aber das Herz und die Seele eines der bedeutendsten Rennen im Kalender sind gleich geblieben. Zwischen den grünen Feldern der malerischen Provinz Drente befindet sich ein wahrer Klassiker. Die 18 Kurven verlangen Mut und Präzision. Vor 100 Jahren fand in der Nähe der Stadt Assen das erste Motorradrennen statt. Und die Strecke, wie wir sie heute kennen, wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert errichtet. Die Ziellinie befindet sich noch heute an der gleichen Stelle wie 1950. Es ist die einzige Strecke, die seit 1949 im Kalender steht. Der TT Circuit Assen ist voller Magie und Mythen.

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Dutch GP: wo Magie passiert

2018 kommt die MotoGP™ im Schatten eines Mannes in die Niederlande: Jorge Lorenzo (Ducati Team). Nach zwei dominanten Siegen, bei denen der "Spartaner" uneinholbar war, liegt er nun zum ersten Mal, seit er für das Team aus Borgo Panigale fährt, vor seinem Teamkollegen Andrea Dovizioso in der Weltmeisterschaft. Sollte er auch in Assen gewinnen, wäre er nach Casey Stoner erst der zweite Fahrer, der drei Siege hintereinander erringen konnte. Aber die Strecke in Drente war nicht immer gut für die Nummer 99. Lorenzo feierte dort 2010 seinen einzigen Sieg in der Königsklasse. 2013 brach er sich im Training das Schlüsselbein, aber am gleichen Wochenende besiegte der Spanier die Schmerzen und eroberte einen beeindruckenden fünften Platz.

Sein Teamkollege Andrea Dovizioso will das Momentum wieder auf seine Seite der Garage ziehen. Allerdings hat die Nummer 04 keine gute Statistik in Assen. Sollte es regnen, könnte er aber etwas in der Hinterhand haben, denn er zählt immer zu den besten Fahrern, wenn die Bedingungen schwierig sind. Das gilt aber auch für den Meister von Assen: Valentino Rossi (Movistar Yamaha MotoGP) sorgte in der Königsklasse  nicht weniger als zehnmal für Magie.

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Wo kann man am besten beim Dutch GP überholen?

Schon vor der Saison zählte Rossi auf dieser Strecke zu den Mitfavoriten. Der Star aus Tavulia wird sich auf gelbe Tribünen freuen können. Außerdem ist der TT Circuit Assen auch der Schauplatz seines letzten Sieges, den er im Jahr 2017 gefeiert hat. Das war das letzte Mal, als Yamaha und Rossi auf der höchsten Stufe des Podests standen. Die sieglose Zeit wollen sie bestimmt beenden. Nach drei Podestplätzen in Folge ist alles dafür bereit.

Sein Teamkollege Maverick Viñales will ähnlich wie Dovizioso zurückschlagen und sich gegen die andere Seite der Box behaupten. Und Dani Pedrosa (Repsol Honda Team) wird nach zuletzt viel Pech auch seinen ersten Podestplatz der Saison erobern wollen. Aber Assen war für beide Spanier noch nie besonders gut. Das ist bei Weltmeister Marc Marquez (Repsol Honda Team), dem aktuell WM-Führenden, anders.

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Die Werksteams über die Herausforderungen beim Dutch GP

Wird Marquez auf Sieg fahren? Mit einem beruhigenden Vorsprung in der Weltmeisterschaft muss die Nummer 93 in erster Linie Punkte sammeln. Aber da Assen "Rossi Territorium" ist und es schon 2015 einen Showdown zwischen den beiden gab, was wird nun passieren? Oder wird es wie 2016 sein, als Marquez auf Sicherheit zum zweiten Platz hinter Premierensieger Jack Miller fuhr?

Miller vom Alma Pramac Racing Team wird darauf hoffen, die Geschichte zu wiederholen. Mit zwei enttäuschenden Rennen endete zuletzt seine Serie von acht Ergebnissen in den Punkterängen hintereinander. Der Queensländer wird alles geben, um wieder vorne dabei zu sein. Aber das Rennen zwischen den besten Fahrern in Kundenteams wird einmal mehr hart ausgetragen werden. Sein Teamkollege Danilo Petrucci, Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) und Johann Zarco (Movistar Yamaha Tech 3) werden hart zu schlagen sein.

Und schließlich gibt es auch den wichtigen Kampf um den Rookie des Jahres. Franco Morbidelli (EG 0,0 Marc VDS) führt diese Wertung an, aber Hafizh Syahrin (Monster Yamaha Tech 3) ist knapp dahinter. Kann er auf dem TT Circuit Assen die Führung übernehmen? Vor allem weil der Fahrer aus Malaysia als Regenmeister gilt.

Verfolge ab dem 29. Juni, wie Magie und Mythos in der "Kathedrale" aufeinander treffen. Der Renntag findet am 1. Juli statt. Vorbei sind die Tage, als am Samstag gefahren wurde. Aber es gibt auch nicht mehr die Bäume am Streckenrand – trotzdem ist der TT Circuit Assen voller Geschichte.