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4 Tage vor
By motogp.com

Einfach beindruckend: Öncü schreibt Grand-Prix-Geschichte

Der Wildcard-Fahrer zeigt eine beeindruckende Leistung und wird jüngster Grand-Prix-Sieger. Martin und McPhee komplettieren das Podium

Wildcard -Fahrer und Red Bull MotoGP Rookies Cup Champion von 2018 Can Öncü (Red Bull KTM Ajo) wurde beim Gran Premio Motul de la Comunitat Valenciana nach einer sensationellen Fahrt auf Platz eins jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten. Der 15-Jährige schlug den Weltmeister des Jahres 2018 Jorge Martin (Del Conca Gresini Moto3) um mehr als vier Sekunden. John McPhee (CIP – Green Power) komplettierte beim letzten Moto3™ Rennen 2018 das Podium.

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Einfach beindruckend: Öncü schreibt Grand-Prix-Geschichte

McPhee kam von Startplatz drei aus im ersten Moment am besten Weg, doch Pole-Mann Tony Arbolino (Marinelli Snipers Team) und der von sechs gestartete Marco Bezzecchi (Redox PruestelGP) konnten vor Kurve 1 später bremsen und eroberten die Plätze eins und zwei. Öncü, dem von Platz vier aus ebenfalls ein guter Start gelungen war, überholte McPhee in Kurve 2. In Kurve 4 gab es das erste Drama. Tatsuki Suzuki (SIC58 Squadra Corse) rutschte das Vorderrad seiner Honda weg, womit er auch die hilflosen Aron Canet (Estrella Galicia 0,0) und Lorenzo Dalla Porta (Leopard Racing) abräumte.

Die ersten vier Arbolino, Bezzecchi, Öncü und McPhee fuhren in der ersten Runde gleich einen Vorsprung auf das Verfolgerfeld hinaus, aber nach ein paar Runden konnte McPhee nicht ganz Schritt halten, während Arbolino eine halbe Sekunde Vorsprung vor Bezzecchi hatte. Dann stürzte Bezzecchi auf der Jagd nach seinem Landsmann in der vierten Runde vier in der tückischen Kurve 4 - der Italiener stieg wieder auf sein Motorrad, drohte ihm doch WM-Rang zwei durch die Finger zu gleiten.

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GRATIS: Beinahe-Sturz von Öncü in der letzten Runde

Damit hatte Arbolino an der Spitze zwei Sekunden Vorsprung, mit Wildcard Öncü als Verfolger - der türkische Fahrer hatte jedoch das Glück, nach einem heiklen Moment in Turn 6 weiterfahren konnte. Der Rhythmus des Italieners war beängstigend, es sah aus, als führe er auf Schienen um den Circuit Ricardo Tormo. Runde um Runde vergrößerte er den Vorsprung auf Öncü um einige Zehntel. McPhee verwickelte sich in einen Zweikampf mit den beiden  Del Conca Gresini Moto3 Fahrern Fabio Di Giannantonio und Martin, wobei der erstgenannte nach dem Sturz von Bezzecchi WM-Rang zwei erobern konnte.

Dann ereignete sich ein rennentscheidender Moment. Zwölf Runden vor dem Ende stürzte der Führende Arbolino in Kurve 4. Damit lag Öncü mit 6,8 Sekunden Vorsprung vor Giannantonio, Martin and McPhe an der Spitze. Bezzecchi stürzte in Kurve 12 ein zweites Mal, auch Teamkollege Jakub Kornfeil kam an dieser Stelle zu Sturz.

Zehn Runden vor dem Ende hatte Öncü seine Führung auf acht Sekunden ausgebaut. Hochspannung an der Boxenmauer bei Red Bull KTM Ajo, wo Zwillingsbruder Deniz und Teammanager Aki Ajo Öncü anzeigte, es ruhig angehen zu lassen. Di Giannantoni hatte dann in Kurve 2 einen heiklen Moment, wodurch Teamkollege und Weltmeister Martin auf Platz zwei nach vorne kam.

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Zum Genießen: Can Öncü schreibt Geschichte!

Fünf Runden vor dem Ende lag Geschichte in der Luft. Öncüs Vorsprung betrug immer noch acht Sekunden. Den Kampf um den letzten Podiumsplatz gewann McPhee, als er Di Giannantonio überholte, aber alle Augen waren auf die führende Nummer 61 KTM gerichtet. Drei Runden vor dem Ende betrug der Abstand 7,5 Sekunden und mit zwei verbleibenden Runden waren es immer noch mehr als sieben Sekunden. In der letzten Runde, der bisher wichtigsten von Öncü, wäre es beinahe zur Katastrophe gekommen. In Kurve 6 hatte er erneut einen heiklen Moment, blieb aber wieder sitzen. Dann folgte nur noch Jubel. Mit 15 Jahren und 115 Tagen wurde er jüngster Grand-Prix-Sieger in der Geschichte und schlug den Rekord von Scott Redding. Was für ein Debüt und was für eine Zukunft, denn Öncü war auch der erste Fahrer, der bei seinem Grand-Prix-Debüt gewann, seit Noboru Ueda 1991 das 125er-Rennen beim japanischen GP gewonnen hatte - atemberaubend.

Dahinter schloss Martin ein unglaubliches Jahr vor seinem Aufstieg in Moto2™ mit Platz zwei. McPhee kam bei seinem letzten Rennen für CIP – Green Power auf Rang drei, sein erstes Podium seit dem Deutschland GP. Mit Platz vier sicherte sich Di Giannantonio den zweiten Platz in der Meisterschaft, Enea Bastianini (Leopard Racing) komplettierte bei seinem letzten Auftritt in der Moto3™ die Top 5 - der Italiener belegt den vierten Platz in der Gesamtwertung. Jaume Masia (Bester Capital Dubai) holte Platz sechs - und Rookie des Jahres - auf heimischem Boden. Niccolo Antonelli (SIC58 Squadra Corse), Nakarin Atiratphuvapat (Honda Team Asia), Marcos Ramirez (Bester Capital Dubai) und Celestino Vietti (SKY Racing Team VR46) rundeten die Top 10 ab.

Es gab zahlreiche Stürze. Unter anderem erwischte es Alonso Lopez (Estrella Galicia 0,0), Albert Arenas (Angel Nieto Team Moto3), Teamkollege Raul Fernandez, Ersatzfahrer Izam Ikmal (Petronas Sprinta Racing), Kaito Toba (Honda Team Asia), Darryn Binder (Red Bull KTM Ajo) und Vicente Perez (Reale Avintia Academy 77).

Wow. Was für ein Ende eine aufregenden Moto3™ 2018. Den Namen Can Öncü sollte man sich merken, denn er wird 2019 die komplette Saison in der kleinsten Klasse fahren.

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