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29 Tage vor
By motogp.com

Qatar Test: Der Countdown läuft

Bis zum Saisonbeginn sind es nur noch etwas mehr als zwei Wochen. Diese Woche findet in Losail der zweite und letzte Vorsaison-Test statt.

Sepang gab uns ganz gewiss einen interessanten ersten Eindruck auf die bevorstehende Saison. Jetzt ist es an der Zeit, die Vorfreude noch weiter zu steigern, denn der Losail International Circuit in Katar begrüßt die MotoGP ™ für den zweiten und letzten Vorsaison-Test des Jahres 2019. Endgültige Entscheidungen über Motoren, Aero-Fairings und mehr erwarten uns - auch die Daten aus Malaysia müssen analysiert und verglichen werden, um sich bestmöglich auf den VisitQatar Grand Prix vorzubereiten. Drei volle Tage Action stehen bevor, aber es gibt noch viel zu tun.

Einer der größten Diskussionspunkte vor dem Test und zweifellos auch noch danach, ist die Rückkehr von Jorge Lorenzo (Repsol Honda Team). Nachdem Lorenzo gegen Ende der Winterpause sein Kahnbein gebrochen hatte, musste der Spanier auf den Sepang-Test verzichten und verlor damit wertvolle Zeit auf der Honda. Jetzt kann er sich jedoch drei Tage lang mit seiner neuen Maschine und dem neuen Teamkollegen, Marc Marquez, vertraut machen. Marquez selbst ist auch ein Gesprächsthema, aber in dieser Saison nicht nur wegen seiner Gewinnchance - der amtierende Champion fuhr in Malaysia eine viel niedrigere Rundenanzahl, als all die Jahre zuvor und obwohl er ziemlich schnell war, sagte er, dass seine Schulter noch immer nicht 100%  fit sei und er nicht seinem üblichen Stil fahren kann. Wie viel weiter wird der siebenfache Weltmeister mit seiner Genesung vor dem Katar-Test und vor allem danach für das Rennwochenende sein?

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Eine schwierige Vorsaison für Jorge Lorenzo

Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) war der schnellste Honda-Pilot in Sepang. Der Brite, der nach seinem Knöchelbruch auf Phillip Island in der letzten Saison ebenfalls noch nicht vollständig genesen ist, beeindruckte bei seiner Rückkehr und fuhr am letzten Tag gut 60 Runden. Auch er erwartet weitere Verbesserungen seines Zustands für den Katar-Test. Sein Teamkollege Takaaki Nakagami (LCR Honda Idemistu) erlebte ebenfalls ein positiven Test in Malaysia und war auch nach dem Test in Jerez, am Ende der vergangenen Saison, konstant in den Top Ten vertreten. Jetzt, auf dem Motorrad, mit dem Marquez 2018 den Titel einfuhr, sieht es für die zweite Saison des Japaners sehr gut aus und er wird einer sein, auf den man eine Auge werfen sollte.

Es war jedoch nicht die Honda des amtierenden Champions, die in Sepang für Schlagzeilen sorgte - es war die italienische Borgo Panigale Aramada. Die Ducati-Maschinen nahmen die ersten vier Positionen in Malaysia ein. Danilo Petrucci allen voran. Er war der Schnellste des Mission Winnow Ducati Teams. Katar wird eine weitere Chance für ihn sein, die Aero-Verkleidung zu testen, mit der er in Malaysia gestürzt ist. Für Teamkollege Andrea Dovizioso ist es die Chance, die Karten neu zu mischen. Der GP-Sieger von Qatar 2018 war der Viertschnellste und schien wirklich glücklich zu sein nach dem ersten offiziellen Test. Jetzt werden wir sehen, ob die italienischen Maschinen in Losail dieses Kunststück wiederholen können.

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Wird 2019 das bedeutendste Jahr für Petrucci?

Die beiden Fahrer, die die zwei Werksmaschinen in Malaysia von einander trennten, waren Francesco Bagnaia und Jack Miller von Alma Pramac Racing auf den Plätzen zwei und drei. "Pecco" Bagnaia scheint den Titel "Rookie of the Year" mit seiner atemberaubenden Runde, die nur 0,063 Sekunden hinter Petrucci lag schon früh für sich beanspruchen zu wollen. Er sagt jedoch, dass er sich jetzt auf längere Runs konzentrieren muss, um in der Lage zu sein, auch auf die Distanz mit den Anderen mithalten zu können. Trotz dessen Miller in Sepang jeden Tag stürzte, war er mit seinem Tempo zufrieden. Wird der Australier in Losail dieselbe Form zeigen? Wird es Tito Rabat (Reale Avintia Racing), der kürzlich die Reha an seinem gebrochenen Bein beendete, schaffen, sein beeindruckendes Tempo aus Malaysia auf einer anderen Rennstrecke beizubehalten?

Dann gibt es noch Yamaha. Maverick Viñales und Valentino Rossi waren beide in Sepang ziemlich positiv gestimmt, der Erste mehr als der Zweite, denn Viñales lobte eine bessere Konstanz der 2019er M1 sowie Verbesserungen bei der Beschleunigung. Rossi hingegen sagte, dass er noch gemischte Gefühle hat, aber der Aufwärtstrend definitiv zu spüren ist. Der „Doctor“ hob insbesondere die gute Atmosphäre und die gute Methodik des Iwata-Werks hervor. Auch der Teamdirektor, Massimo Meregalli, fügte positiv hinzu, dass beide Fahrer ähnliche Entwicklungsrichtungen eingeschlagen haben.

Für die Neuen der MotoGP,  Petronas Yamaha SRT, war es ebenfalls ein positiver Test in Sepang. Beide sitzen auf 2019er Fabrikaten und Franco Morbidelli legt nach seinem Herstellerwechsel ein gutes Tempo vor. Auch Fabio Quartararo macht als Rookie eine gute Figur. Werden wir in Katar nach weiteren drei Tagen Streckenzeit den nächsten Schritt nach vorn sehen?

Beim Team Suzuki Ecstar scheint es auch viel Positives zu geben. Alex Rins war an den ersten beiden Tagen in Malaysia eine ständige Bedrohung auf der Zeitenliste und die Hamamatsu-Fabrik hat hart gearbeitet, um an ihr herausragendes  Jahr 2018 anzuknüpfen. Rookie, Joan Mir, stieg nach zwei relativ unauffälligen Tagen, zumindest im Bezug auf die Rundenzeiten, am 3.Tag etwas höher in der Zeitentabelle ein - aber zeigt er wirklich schon alles? Oder kommt das erst, wenn die Tests vorbei sind und das Rennwochenende beginnt?

Für Aprilia gab es auch ein paar positive Ergebnisse aus Malaysia, zumindest auf einer Seite der Box. Aleix Espargaro war am Ende Siebter und das auf einer Strecke mit einer sehr langen Geraden. Romano Albesiano, beurteilt die technische Seite ebenso zuversichtlich, denn ein weiterer positiver Aspekt sei die Zuverlässigkeit, die das Noale-Werk während des gesamten Tests hatte. Für den Neuankömmling Andrea Iannone war es jedoch schwieriger, da eine Infektion ihm zu schaffen machte und das Antibiotika ihn zum größten Teil außer Gefecht setzte. Der Italiener wird versuchen, die verlorene Zeit in Katar aufzuholen. Der Testfahrer Bradley Smith wird beim ersten Rennen der Saison einen Wildcard Einsatz haben, daher ist die vorhergehende Streckenzeit sowohl für die Entwicklung als auch für die Abstimmung des Bikes des Briten wichtig.

In der Zwischenzeit setzt KTM sein Mammutprojekt mit Tests und Entwicklungsarbeit fort. Neuzugang Johann Zarco (Red Bull KTM Factory Racing) machte einige solide Schritte in Sepang und kam mit Pol Espargaro auf eine Stufe. Miguel Oliveira (Red Bull KTM Tech3) beeindruckte von Beginn an. Der portugiesische Rookie war nicht weit von den beiden Werksfahrern entfernt.

Drei Tage, ein neuer Austragungsort und noch viel zu tun, um vor Saisonstart noch möglichst viel zu testen und zu lernen… Der Qatar-Test wird uns ein paar mehr Antworten geben, aber es werden sicherlich noch einige aufregende Fragen vor dem ersten Rennwochenende der Saison aufkommen. Sind die Repsol Honda Piloten trotz ihrer Verletzungen bereit? Können die Rookies mit den Alteingesessenen mithalten? Haben Suzuki und Yamaha dieses Jahr die Chance auf Siege? Schalte vom 23. bis 25. Februar den Qatar-Test ein, um die Antworten zu erfahren.

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Pre-season: MotoGP™'s technical battle