Stoner legt im zweiten Motegi-Training zu
Der MotoGP-Weltmeister von 2007 machte am Freitag in Motegi keine Anstalten, den Titelkampf einfach so aufgeben zu wollen.
Seine Titelhoffnungen mögen eigentlich nur mehr minimal sein, doch Casey Stoner ließ sich davon am Freitag in Motegi nicht bremsen. Der Ducati-Fahrer fuhr in den Trainings zum A-Style Grand Prix von Japan die schnellste Zeit des Tages und markierte auf jener Strecke eine 1:48.121, auf der er im vergangenen Jahr den Titel in der MotoGP einfahren konnte.
Stoner war sieben Hundertstelsekunden schneller als der einzige andere Fahrer, der noch eine theoretische Chancen hat, Valentino Rossi den sechsten Titel in der Königsklasse streitig zu machen. Nach einem schwierigen Training am Morgen, während dem er sein Motegi-Setup an die Bridgestones anpassen musste, war Dani Pedrosa am Nachmittag gut unterwegs. Die Zeiten des Spaniers und auch die gute Pace von Nicky Hayden am Morgen werden Honda ein wenig Auftrieb geben, konnte der Hersteller doch seit Makoto Tamadas Sieg 2004 nicht mehr zuhause gewinnen.
Titelfavorit Rossi war am Freitag auch vorne dabei, ihm fehlten nur etwas weniger als vier Zehntelsekunden auf Stoners beste Runde. Der Fiat Yamaha Fahrer hatte in der Pressekonferenz am Donnerstag besonderes Interesse daran gezeigt, wie die Michelin-Fahrer dieses Wochenende zurecht kommen werden und durfte feststellen, dass am ersten Tag die Top Drei in Bridgestone-Hand waren. Mit dem Italiener waren es dafür drei Hersteller, die auf den ersten drei Plätzen zu finden waren. Zudem wurde bekannt, dass Rossi am Montag die 2009er-Version der M1 testen wird - womöglich bereits mit dem sechsten Titel in der Tasche.
Andrea Dovizioso war als Vierter der bestplatzierte Satelliten-Fahrer und am Nachmittag gleichzeitig auch der schnellste Mann auf Michelin-Gummis. Er bildete die Spitze einer sehr dicht gedrängten Gruppe aus Fahrern, die durch weniger als eine Zehntelsekunde getrennt waren. Mit dabei der dreifache Motegi-Sieger Loris Capirossi, Sylvain Guintoli vom Alice Team und der Weltmeister von 2006, Nicky Hayden, der im ersten Training noch die Bestzeit gehalten hatte.
Marco Melandri brachte die die zweite Werksducati auf den achten Tagesplatz und platzierte sich damit noch vor Toni Elias und Randy de Puniet in den Top Ten.
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