Doohan gegen Crivillé: Teamkollegen im Krieg

Dienstag, 5 Januar 2010

In der zweiten Ausgabe seiner Kopf-an-Kopf-Serie blickt motogp.com auf die Rivalität zwischen den Repsol Honda Teamkollegen von Mitte bis Ende der 90er zurück.

Mick Doohan und Alex Crivillé trugen zwischen 1994 und dem unfreiwilligen Rücktritt des Erstgenannten am Ende des Jahrzehnts einige intensiv geführte Kämpfe aus.

Der Australier Doohan war von 1994 bis 1998 fünf Mal 500cc-Weltmeister und er machte die Honda NSR 500, mit der er und Crivillé unterwegs waren, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts zu jenem Klassiker, als die sie heute gilt.

Als er 1994 zu Doohan ins Team stieß, wurde Crivillé der Fahrer, der seinen Teamkollegen am meisten Druck im Kampf um den Titel machte. Der Herausforderer hat die Saison 1996 als jene in Erinnerung, in der er Doohan am härtesten zusetzen konnte.

"1996 war das Jahr, in dem ich in allen Bereichen am besten vorbereitet war. Physisch und mental war ich sehr stark und die Maschine war im Vergleich zu anderen Jahren stärker. Es war die Zeit, als sich die Fans in Gruppen aufzuteilen begannen; entweder für Doohan oder für Crivillé", erinnerte sich der Spanier.

Crivillé gewann den Titel 1999 und beendete zwei Jahre später mit 15 Siegen in der Königsklasse auf dem Konto seine Karriere. Doohan hat auch die Saison 1996 als wohl die am härtesten umkämpfte zwischen den Beiden in Erinnerung.

"96 hat er definitiv zugelegt", sagte Doohan. "Ohne ihm etwas absprechen zu wollen, habe ich in dem Jahr wohl eine andere Rennstrategie verfolgt, die mich ein paar Mal auf dem falschen Fuß erwischte und er konnte daraus seinen Nutzen ziehen. Er war eigentlich recht clever, denn er hat das zu seinem Vorteil genutzt und ich wurde ein paar Mal mit heruntergelassener Hose erwischt."

Doohan fügte an: "Dein Teamkollege ist die einzig andere Person da draußen, die mit gleichem Material wie du gesehen wird. Man will bei diesem Wettkampf nicht Zweiter werden. Man will immer schneller als sein Teamkollege sein. Zum Glück war ich neun von zehn Mal schneller als meine Teamkollegen."

Im begleitenden Video können Sie sich Interviews mit beiden Fahrern ansehen, in denen sie ihre harten Kämpfe noch einmal besprechen. Dazu gibt es noch fantastische Bilder ihrer Zweikämpfe auf der Strecke, wobei die Saison 1996 im Mittelpunkt steht. Morgen beleuchtet motogp.com einen weiteren Kampf zwischen Teamkollegen: das Duell um den 250cc-Weltmeistertitel im Jahr 2000 zwischen Olivier Jacque und Shinya Nakano.

TAGS 2010 Mick Doohan

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