Marco Simoncelli: Erfolge seiner Karriere

Freitag, 28 Oktober 2011

motogp.com präsentiert ein Profil der Karriere sowie der Erfolge des italienischen Fahrers…

Als er im Alter von 15 Jahren in der Grand Prix Szene auftauchte, hatte Marco Simoncelli bereits einiges an Erfahrung sowie Titeln im Gepäck. Sein Eintritt in die Weltmeisterschaft 2002 war der Start einer Karriere voller Erfolge, Ambitionen, Hingabe, mancher Kontroversen sowie großen Fortschrittes, als in den Klassen aufstieg, um bis zu seinem tragischen Tod am 23. Oktober 2011 einer der bekanntesten Stars der MotoGP zu werden.

Simoncelli wuchs in Coriano auf, zehn Kilometer vom Misano World Circuit entfernt, und verbrachte seine Jugend damit, an der italienischen Ostküste Rennen zu fahren. In der Italienischen Minimoto Meisterschaft gehörte er zwischen 1996 und 2000 zu den Spitzenfahrern - diesen Wettbewerb gewann er mehr als nur ein Mal.

Nach seinen Großtaten bei den Minibikes schwang sich Simoncelli auf die 125cc Maschine und passte sich schnell an. Er fuhr im Jahr 2001 in der Italienischen Nationalen Meisterschaft und gewann in der darauffolgenden Saison die 125er Europameisterschaft. 2002 gab er sein Debüt in der Weltmeisterschaft und fuhr zunächst bei sechs 125er-Rennen, bevor er im Folgejahr seine erste, komplette Saison absolvierte.

2004 feierte der 17-Jährige seinen ersten GP-Sieg, es war gleichzeitig sein erstes Podiumsergebnis sowie sein erster Start von der Pole Position - er gewann im verregneten Jerez auf seinem Weg zum elften Rang im Gesamtklassement. In seiner letzten Saison 2005 in dieser Kategorie schaffte es Simoncelli insgesamt sechs Mal aufs Podium, inklusive eines Sieges in Jerez. Er beendete das Jahr als Gesamtfünfter und machte weitere Schritte nach vorn.

Nach seinem Aufstieg in die 250cc-Klasse 2006 brauchte Simoncelli zwei Saisons, um sich daran zu gewöhnen. Als er das geschaffte hatte, war es gleich in atemberaubender Art und Weise. Dabei startete das Jahr 2008 nicht gerade verheißungsvoll, denn Simoncelli verpasste die Punkteränge in den ersten beiden Runden. Doch beim dritten Rennen in Estoril sicherte er sich zum ersten Mal in seiner 250er-Zeit die Pole Position und beendete das anschließende Rennen auf Platz zwei - sein erstes Podium in dieser Klasse. Von dort aus ging es für Simoncelli phänomenal nach vorn. Beim Heimrennen in Mugello machte er im sechsten Lauf seinen ersten Sieg in der 250cc-Klasse perfekt. Nur ein weiteres Mal verpasste er das Podium auf seinem Weg zum Titeltriumph. Mit sechs Rennsiegen sowie zwei Podiumsplätzen 2008, war Simoncelli der erste Gilera Fahrer, dem es gelang, den Titel zu holen. Gleichzeitig war er seit Dieter Braun 1973 der erste, der sich die Krone der Zwischenklasse aufsetzte, ohne in den ersten beiden Rennen Punkte erzielt zu haben.

Es gab Spekulationen über einen Aufstieg des charismatischen, neuen 250cc-Weltmeisters in die MotoGP, doch Simoncelli entschied sich, in der Klasse zu bleiben um seinen Titel zu verteidigen. Wieder einmal stellte er seinen furchtlosen Fahrstil unter Beweis, als er sich eine Reihe großartiger Duelle lieferte und den Titel erst im letzten Rennen in Valencia an Hiroshi Aoyama abgeben musste. Simoncelli wurde Dritter im Gesamtklassement und siegte dabei sechs Mal - nun war er bereit, die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen.

Das Testen vor der Saison 2010 war so etwas wie die Feuertaufe für Simoncelli, der beim zweiten Test in Sepang einen heftigen Unfall erlitt. Allerdings stieg er beim letzten Test in Katar wieder aufs Motorrad und beendete sein erstes Rennen in der MotoGP in Losail einen Monat später auf dem elften Platz. Simoncellis Selbstvertrauen stieg im Verlaufe seiner Rookie-Saison an, kontinuierlich verbesserte er seine Qualifying- und Rennergebnisse. Mit einem starken Lauf und respektablen Resultaten wie dem vierten Platz beim vorletzten Rennen in Estoril, wo er das Podium unglücklich verpasste, schloss er die Saison 2010 ab.

Mit einer kompletten Saison Erfahrung in der MotoGP, schaffte Simoncelli einen steilen Start, da er unverzüglich damit begann, das vielversprechende Ende 2010 im Jahr 2011 in Resultate umzuwandeln. Nach einem fünften Platz im ersten Lauf in Katar, fiel er in Jerez, im zweiten Rennen der Saison, in Führung liegend aus. Danach sicherte er sich in Portugal das erste Mal einen Startplatz in der zweiten Reihe und seine erste Pole Position kam nur kurz danach in Katalonien, während die Aufregung rund um den mutigen Italiener weiterhin wuchs.

Die nächste Pole folgte in Assen, doch es gelang Simoncelli nicht, sie im Rennen in einen Podestplatz umzuwandeln. Doch es wurde immer deutlicher, dass die realistische Chance auf ein Podium in jedem Rennen gegeben war. Etwas, das er schließlich in Brünn schaffte, wo er sich beim Tschechien GP unter großer Anerkennung die dritte Position holte.

Die fantastischen Fahrten gingen auch weiter, als er drei Rennen in Folge - in Misano, Aragón und Motegi - Vierter wurde. Im letzten dieser Rennen lieferte er sich mit seinem alten Rivalen Andrea Dovizioso ein Kopf-an-Kopf-Duell. Nur zwei Wochen später hielt er auf Phillip Island seinen Landsmann erneut in einem epischen Kampf in Schach und wurde Zweiter, sein bestes MotoGP-Ergebnis.

Nachdem er sich im Qualifying für den Malaysia GP für die zweite Reihe qualifizierte, kämpfte er mit Álvaro Bautista um die vierte Position, als er in der zweiten Runde verunglückte und seinen Verletzungen erlag. Das führte zum vorzeitigen Ende eines sich schnell entwickelnden Fahrers und einem Menschen, der sowohl auf als auch neben der Strecke enorm bewundert wurde.

Marco Simoncellis Weltmeisterschafts-Karriere:

2002: 125cc Weltmeisterschaft – 33. Platz auf Aprilia, 6 Starts, 3 Punkte

2003: 125cc Weltmeisterschaft – 21. Platz auf Aprilia, 15 Starts, 31 Punkte

2004: 125cc Weltmeisterschaft – 11. Platz auf Aprilia, 13 Starts, 79 Punkte, 1 Sieg

2005: 125cc Weltmeisterschaft – 5. Platz auf Aprilia, 16 Starts, 177 Punkte, 1 Sieg

2006: 250cc Weltmeisterschaft – 10. Platz auf Gilera, 16 Starts, 92 Punkte

2007: 250cc Weltmeisterschaft – 10. Platz auf Gilera, 17 Starts, 97 Punkte

2008: 250cc Weltmeisterschaft – 1. Platz n auf Gilera, 16 Starts, 281 Punkte, 6 Siege

2009: 250cc Weltmeisterschaft – 3. Platz auf Gilera, 15 Starts, 231 Punkte, 6 Siege

2010: MotoGP Weltmeisterschaft – 8. Platz auf Honda, 18 Starts, 125 Punkte

2011: MotoGP Weltmeisterschaft – 6. Platz auf Honda, 16 Starts, 139 Punkte

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