Stoner und Rossi nach dem Zusammenstoß in Jerez
Der bis dahin in der WM fĂĽhrende Casey Stoner (Repsol Honda) und der neunfache Weltmeister Valentino Rossi (Ducati Team) kollidierten im MotoGP-Rennen von Jerez, wobei der Australier aus dem Rennen ausschied.
Stoner war auf dem zweiten Platz unterwegs, als der Italiener hinter ihm angriff und in Kurve eins hinein ein Manöver versuchte. Der Ducati-Pilot kam an Stoner vorbei, verlor aber die Kontrolle über seine Maschine, wodurch die Beiden kollidierten und stürzten. Rossi konnte seine Maschine wieder besteigen und weiterfahren, was ihm am Ende elf Punkte für Platz fünf einbrachte. Nach dem Rennen sprachen beide Fahrer über den Renn-Zwischenfall, für den Rossi die Schuld voll auf sich nahm.
"Wir machten einen guten Start ins Rennen, wir wussten, die Reifen waren nicht die besten und wollten durchdrehen, also mussten wir uns zurückhalten", sagte Stoner. "Rossi kam innen heran, konnte nicht auf der Maschine bleiben und nahm mich mit. Das war nach so einem guten Wochenende sicher nicht unser bester Tag. Wir sind von diesem Ergebnis sehr enttäuscht. Ich glaube, wir hätten am Ende vorne mitgemischt, denn es war ein langes Rennen, bei dem viele Leute stürzten. Darum hielten wir uns auch zurück."
Der Repsol-Honda-Pilot war nach dem Zwischenfall, der sein Rennen vorzeitig beendete, sichtbar verärgert. Nach dem Rennen ging Rossi in die Honda-Garage, um sich bei Stoner für seinen Fehler zu entschuldigen. Der Australier berichtete von dem Wortwechsel.
"Sicher wäre es mir lieber, Valentino täte das abseits der Kameras und würde mir in Ruhe etwas sagen, ohne immer einen Beweis dafür haben zu müssen", meinte Stoner. "Sicher macht das Valentino nicht für sich selbst, er will nur allen zeigen, dass er sich entschuldigt hat. Ja, das ist eine nette Geste, das ist sehr gut, aber das ändert nichts am Ergebnis heute, also müssen wir sehen, was bei den nächsten Rennen passiert."
Rossi entschuldigte sich für seinen Fehler, betonte aber auch, dass er um einen Podestplatz kämpfte.
"Das war schon ein verrücktes Rennen, denn die Verhältnisse waren nicht einfach und alle sind mit diesen weichen Reifen am Limit gefahren", erklärte Rossi. "Ich war am Anfang sehr schnell unterwegs, aber leider passierte mir dann der Fehler beim Anbremsen und ich stürzte. Dabei habe ich eben leider auch Stoner mit zu Boden genommen. Ich bin dann gleich zu ihm und habe mich entschuldigt. Das Rennen selbst hat heute gezeigt, dass wir Potential haben und um einen Podestplatz und sogar um den Sieg mitfahren können. Am Ende ist das Ergebnis aber auch so nicht schlecht, immerhin konnte ich Fünfter werden und damit wichtige Punkte für die Gesamtwertung mitnehmen."
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