Dovizioso: "Ich habe Yamaha studiert, seit ich in die MotoGP™ kam"

Dovizioso interview pre 2012 season
Donnerstag, 19 Januar 2012

Andrea Dovizioso sprach mit motogp.com über das neue Abenteuer, dass er 2012 beim Tech 3 Yamaha Team aufnimmt und wie er sich nach seiner Schlüsselbeinverletzung nun vorbereitet. Der ehemalige Honda Pilot teilte auch seine Sicht über das letzte Jahr bei diesem Hersteller, in dem er sich auf Rang der der MotoGP™ Meisterschaft klassierte.

Wie fühlst du dich nach deinem letzten Eingriff - "wie neu", wie du bei Twitter meintest?
"Nach dem Sturz hatte ich extreme Schmerzen. Glücklicherweise hatte ich viele Jahre keine größeren Stürze und die Operation verlief gut. Es war danach schmervoll, aber wenn du ein Fahrer sein willst, ist das normal. Nun freue ich mich nur auf den nächsten Test in Malaysia."

Wie könnte das deine Eingewöhnung bei Yamaha beeinflussen?
"Ich kann im Moment nicht wissen, wie meine Situation beim Test in Malaysia ist, denn 23 Tage nach dem Eingriff sind nicht viel. Momentan haben sie bei der Operation einen großartigen Job erledigt und ich bin wirklich zuversichtlich, dass ich für den Test vorbereitet sein kann, aber der erste Test in Malaysia - ein Teil meines Problems ist, dass es immer schwierig ist, denn nachdem man 3 Monate nicht auf dem Bike gesessen hat, bin ich in einer schlechten Position, denn die malaysische Rennstrecke ist wirklich hart, besonders mit der Feuchtigkeit und den hohen Temperaturen, das macht es schwierig. Ich denke und hoffe, dass ich in Ordnung bin, um das Bike kennenzulernen. Vielleicht werde ich beim zweiten Test bei 100 Prozent sein, also kann ich mein Niveau dann besser verstehen."

Jedes Jahr ziehen sich ein paar Fahrer beim Motocross/Offroad Training im Winter Verletzungen zu - dennoch stimmen die meisten Fahrer überein, dass es ein entscheidender Trainingstyp ist. Kannst du für uns erklären, was es dir in Bezug auf Fitness und Fahrfähigkeit bringt? /b>
"Motocross ist sehr weit entfernt und ganz anders als MotoGP, aber es ist der einzige Weg, auf dem Motorrad zu trainieren (im Winter). Ich bin leidenschaftlicher Motocross-Fahrer, dazu ist es für mich wichtig, zu trainieren. Immer wenn ich Motocross fahre ist das wie Training, man dreht nicht nur ein paar Runden und hat Spaß mit Freunden. Für mich ist es aus zwei Gründen wichtig: zum Trainieren und weil ich es leidenschaftlich betreibe."

Hast du in den letzten GPs 2011 schon teilweise auf die Yamaha Fahrer geschaut, wie sie fahren und wie das Bike sich verhält?
"Es waren nicht nur die letzten paar Rennen, in denen ich versucht habe, das Yamaha Bike zu verstehen. Du studierst die anderen Motorräder immer, besonders wenn du in einem Werksteam bist. Ich studiere Yamaha seit meinem ersten MotoGP Jahr. Aber bis du ein Bike ausprobierst kannst du nicht alle positiven Punkte und besonders nicht die negativen Aspekte eines Bikes verstehen. Du kannst etwas verstehen - aber nicht alles."

Wie ist dein Verhältnis zu Cal Crutchlow? Freust du dich nach ein paar Jahren in der MotoGP 'auf eigene Faust' bei Honda darauf, etwas mit deinem Teamkollegen zu 'teilen' oder wird es dein erster Rivale?
"Ich bin glücklich, Cals Teamkollege zu sein. Er ist ein sehr guter Mensch und ich denke, er ist ein wirklich guter Fahrer. Er hatte nicht viel Erfahrung in den Weltmeisterschaften wie Superbike und Supersport und besonders in der MotoGP, aber er ist hier, das bedeutet, dass er talentiert ist. Ich denke, keiner weiß genau, wo Cals Limits liegen, denn er ist erst ein Jahr in der MotoGP und hatte so viele Stürze, aber ich denke, dass er wirklich konkurrenzfähig sein kann. Ich weiß nicht wie sehr, aber ich bin wirklich glücklich, mit ihm zu arbeiten und das Bike zusammen mit ihm zu entwickeln."

Wie war es am Ende 2011, getrennte Wege zu gehen, nachdem du deine gesamte GP-Karriere auf Honda verbracht hast (ausgeschlossen einem Wildcard-GP auf Aprilia)?
"Ich denke, meine Ergebnisse waren wirklich gut, besonders 2011, aber natürlich nicht genug. Von außen gesehen ist es schwer das Niveau zu verstehen, auf dem wir jetzt sind... aber niemand kann mit der dritten Position zu 100 Prozent zufrieden sein, denn es ist nicht die erste. Aber alle, die das Niveau der Rennen verstehen, was momentan vorherrscht, ist es sehr schwer, sich auf dem dritten Rang zu platzieren, daher bin ich glücklich über die Ergebnisse. Sicherlich liegt mein Ziel höher, aber ich denke Dritter in der Meisterschaft und besonders der dritte Platz im letzten Rennen mit Dani, war für mich sehr wichtig."

Bekommst du als professioneller Rennfahrer und Vater einer Zweijährigen durch den Fakt, deine Tochter aufwachsen zu sehen und sich um sie zu kümmern eine andere Perspektive auf das Racing?
"Seit meine Tochter geboren wurde hat sich meine Denkweise enorm geändert. Die letzten beiden Jahre fuhr ich meine besten Ergebnisse ein und alles wurde schöner für mich, nachdem sie geboren wurde, denn sie ist etwas Besonderes. Ich bin wirklich glücklich, Vater zu sein. Ich bin ziemlich jung, aber ich denke, dass mir das bei meinen Ergebnissen geholfen hat. Für mich war es besser als für andere, denn ich bin noch immer so jung, dass ich nicht denke 'Ich bin jetzt alt und muss mich auf meine Familie konzentrieren' und vielleicht ist es das, warum es (Vater zu werden) nur geholfen hat."

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