Wichtiger zweiter Platz für Rossi in Le Mans

Ducati Team Le Mans
Sonntag, 20 Mai 2012

Valentino Rossi war einer der Hauptakteure in einem ebenso aufregenden wie stark umkämpften Rennen des französischen Grand Prix in Le Mans, das ihm unter widrigen Bedingungen harte Arbeit abverlangte, um sich von der dritten Startreihe auf die zweite Stufe des Podiums nach vorn zu arbeiten.

Nach einem nicht geglückten Start arbeitete Nicky Hayden sich von hinten bis zum sechsten Platz vor. Rossi, der vom siebten Platz gestartet war, verbesserte sich bis zur dritten Runde auf den dritten Platz, wo sich Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow in einem langen Kampf zu ihm gesellten. Etwa sieben Runden von Schluss steigerte er seine Geschwindigkeit, fuhr schließlich die schnellste Rennrunde und ließ den Rückstand auf Casey Stoner immer weiter schrumpfen, um seinen Rivalen in der letzten Runde zu überholen. Sein zweiter Platz hinter dem Rennsieger Jorge Lorenzo ist sein bestes bisheriges Ergebnis mit Ducati.

Hayden zählte zu den Fahrern, deren Reifen auf der Innenseite der Strecke direkt nach dem Start durchdrehten. Trotzdem machte er hartnäckig das ganze Rennen über Druck und konnte schließlich sein bisher bestes Ergebnis des Jahres verzeichnen.

Valentino Rossi:

„Ich bin wirklich, wirklich glücklich. Wir wussten, dass wir heute mit der Nässe eine ganz besondere Gelegenheit haben würden, also habe ich versucht, perfekt zu fahren und nichts zu verspielen. Ich hatte einen guten Start und konnte sofort einige Positionen gutmachen, dann überholte ich die beiden Yamahas, um mich hinter Stoner zu klemmen. Ich konnte mit seiner Geschwindigkeit mithalten, aber dann fing mein Visier an, zu beschlagen, und ich musste meine Geschwindigkeit ein paar Runden lang drosseln, bis ich es etwas öffnen konnte und es wieder aufklarte. Als ich wieder sehen konnte, überholte ich Cal erneut und dann Dovi. Als mir klar wurde, dass ich wirklich Druck machen konnte und es im Bereich des Möglichen lag, Stoner wieder einzuholen, habe den Vorstoß gewagt. Es war ein tolles Rennen und ein fairer Kampf mit Stoner, der bis zur letzten Runde Spaß gemacht hat. Ich habe es genossen und freue mich für mein Team und alle bei Ducati, die so hart für mich arbeiten. Jetzt müssen wir alles geben, bis wir auch im Trockenen wettbewerbsfähig sind. In Portugal haben wir eine gute Basis für die weitere Arbeit gefunden, die hier im Trockenen zwar nicht schlecht war, aber eben nicht so gut wie im Nassen. Unser Hauptziel besteht jetzt darin, einen weiteren Schritt vorwärts zu machen und noch einige Zehntel schneller zu werden.“

Nicky Hayden:

„Kurz nach dem Start muss irgendetwas auf der Innenseite der Strecke gewesen sein, denn alle, die auf dieser Seite fuhren, hatten einen Sturz oder sind fast gestürzt. Mein Sprung nach vorn war wirklich gut und gerade, als ich in den zweiten Gang schalten wollte, spielte der Reifen völlig verrückt und mein Motorrad fing an zu schlingern. Ich wurde vom Feld geschluckt und konnte in den ersten Runden nichts sehen. Nachdem es mir gelang, an einigen Jungs vorbeizukommen, und die Piste vor mir frei war, war mein Rhythmus gar nicht schlecht. Ich verringerte den Abstand auf Bradl und Pedrosa, aber als die Differenz nur noch bei zwei Sekunden lag, hatte ich fast einen Sturz und musste von vorn anfangen. Letztendlich gelang es mir, an Bradls Reifen heranzukommen, aber ich konnte einfach nichts tun. Das ist frustrierend, denn wir haben ein wirklich gutes Motorrad für die Nässe. Ich weiß, dass unser Potenzial mehr als den sechsten Platz ermöglicht, aber der Start hat mich zurückgeworfen. Glückwünsche an das Team für den Platz auf dem Podest. Das hat es ganz sicher verdient.“

Teammanager Vittoriano Guareschi:

„ Wir sind sehr zufrieden mit Valentinos Podestplatz, der natürlich auf sein gutes Rennen zurückzuführen ist, aber zugleich spiegelt er auch die großartige Leistung wider, die das Team über das Wochenende erbracht hat. Außerdem kann man ihn als Dankeschön an alle zuhause verstehen, die so hart daran gearbeitet haben, unsere Probleme zu lösen, die wir ganz allmählich überwinden, auch wenn wir noch mehr an ihnen arbeiten müssen. Wir haben gut am Chassis gearbeitet und werden uns nun auf andere wichtige Bereiche des Motorrads konzentrieren. Heute war Vale in der Lage, dass er so fahren konnte, wie es eigentlich seinen Fähigkeiten entspricht, und er hat uns seine großartige Show geboten. Es ist schade für Nicky; er hätte auch um eine bessere Position kämpfen können, wenn er einen besseren Start gehabt hätte. Obwohl er eine gute Pace gefahren hat, konnte er sich nicht weiter als bis zum sechsten Platz nach vorn arbeiten. Egal, Nicky hat gezeigt, dass er wie Vale und wie alle bei Ducati zu keinem Zeitpunkt aufgibt.“

Pressemitteilung von Ducati Team

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