Folger und Salom über das Drama im Motegi-GP

Montag, 15 Oktober 2012

In einem zunächst ungewöhnlich verhaltenem Moto3™-Rennen in Motegi, war es schließlich RW Racing GP-Pilot Luis Salom, der ein Drama in der letzten Runde entfachte, als er nach einem waghalsigen Manöver stürzte und den in Führung liegenden Mapfre Aspar Team Moto3-Piloten Jonas Folger mit aus dem Rennen riss.

Folger war einer der stärksten Fahrer während des Moto3™-Rennens in Japan und führte 14 von 20 Runden das Fahrerfeld an. Dem 19-jährigen Kalex KTM-Pilot gelang vom siebten Startplatz ein Raketenstart und er setzte sich noch in der Auftaktrunde an die Spitze des Feldes. Zusammen mit Red Bull KTM Ajo-Pilot Danny Kent übernahm er in weiterer Folge das Kommando, während die erste Verfolgergruppe mit Kents Teamkollegen Cortese, Team Italia FMI-Pilot Alessandro Tonucci, Blusens Avintia-Pilot Viñales und Salom das Tempo des Führungsduos nicht mitgehen konnte. In der Schlussphase holten jedoch die Verfolger wieder auf und es kam zu einer unvergesslichen letzten Runde. Salom befand sich hinter Folger und startete einen ehrgeizigen Angriff auf der Innenseite des Deutschen. Der Spanier kam dabei zu Sturz und rutschte geradewegs in Folgers Motorrad. Damit raubte sich Salom sowohl die eigenen Chancen auf den Tagessieg in Japan, als auch die des 19-jährigen Oberbayern.

Salom wurde nach dem Rennen für den Zwischenfall, laut einer Erklärung der FIM für das „Fahren in unverantwortlicher Weise während des Moto3-Rennens und der daraus resultierenden Gefährdung von Fahrer Jonas Folger, was einer Zuwiderhandlung gemäß Artikel 1.21.2 der FIM Road Racing World Championship Grand Prix Bestimmungen 2012 entspricht" bestraft, indem der Mallorquiner am kommenden Wochenende in der Startaufstellung zum Malaysia-Grand-Prix um fünf Plätze zurückversetzt wird. Glücklicherweise blieben beide Fahrer bei dem Sturz unverletzt.

Jonas Folger

„Ich habe mich sehr stark gefühlt. Obwohl wir am Samstag während dem Qualifying einige Probleme hatten, konnten wir diese rechtzeitig bis zum Warm Up am Vormittag beheben. Ich bin daher sehr motiviert ins Rennen gegangen, weil mir klar war, dass ich um den Sieg kämpfen kann und ich habe auch gleich versucht von der Gruppe wegzufahren. Aber schon bald danach hat Kent zu mir aufgeschlossen und wir hatten einen intensiven, aber stets fairen Fight um die Führung. Mit Fortdauer des Rennens fühlte ich mich immer besser mit den Reifen und irgendwie hatte es für mich den Anschein, dass uns die Gruppe nicht folgen kann. Von diesem Zeitpunkt habe ich mein Tempo erhöht, denn ich wollte unbedingt dieses Rennen gewinnen. Ich habe gewusst, nur wenn ich weiter hart am Limit fahre, dann kann es auch klappen. Ich war dermaßen gut unterwegs, dass ich für die letzte Runde sogar noch Reserven hatte, um 120 Prozent geben zu können. Leider ist es dann nicht mehr so weit gekommen. In der letzten Runde hat mich Salom in Kurve eins aus dem Rennen gerissen. Was für ein unglaubliches Pech, denn wir haben an diesem Wochenende einen großartigen Job abgeliefert. Hoffentlich habe ich in Malaysia mehr Glück."

Luis Salom

„Es ist schade und es tut mir wirklich leid für Jonas Folger, aber es war nicht mit Absicht. Ich kämpfte um den Sieg und habe nur einen Fehler gemacht. Es war ein Rennunfall. Ich bin in der Meisterschaftswertung auf den dritten Platz zurückgefallen. Das ist das Schlimmste."

Aktuelle News

  • MotoGP™
  • Moto2™
  • Moto3™
Werbung
Paddock Girls MotoGP VIP VILLAGE™