Rea nach Le Mans unterwegs auf Mission

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Freitag, 25 Mai 2012

Ein nicht beendetes Rennen (DNF – Did not finish) war sicher nicht das Ergebnis, das sich Gino Rea und sein Federal Oil Gresini Moto2-Team für den französischen Grand Prix erhofft hatten, aber die fahrerische Leistung des jungen Briten vor seinem Ausfall dürfte ihnen zweifellos zumindest ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.

Für Rea und sein Team war die Ankunft in Le Mans fast wie das erste Rennen der Saison, denn sie hatten kurz zuvor vom Chassishersteller Moriwaki zu Suter gewechselt und noch keinerlei Zeit auf der Strecke verbringen können, um eine Abstimmung für das Motorrad zu finden. Nach zwei Tagen bei Trockenheit erzielte Rea im Qualifikationslauf den Startplatz 24 und machte damit jegliche Hoffnungen auf einen plötzlichen Vorwärtssprung in der Wertung zunichte, bis ein Wetterumschwung dem Moto2-Rookie ganz unerwartet Auftrieb verlieh.

Innerhalb nur weniger Runden hatte Rea sich auf den siebten Platz vorgekämpft und schien mit dem Tempo mithalten zu können. Sein erster Moto2-Einsatz im vorderen Teil des Fels sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn Johann Zarco von JiR Moto2 nahm beim Überholen ungewollt Kontakt zu Reas Vorderrad auf und bescherte dem Gresini-Fahrer den Abflug ins Kiesbett. Nach einer kurzen Verschnaufpause zum Abkühlen und Sammeln der Gedanken hat motogp.com mit Rea gesprochen, um seine Meinung zum Wochenende zu hören.

Lassen Sie uns positiv beginnen und erzählen Sie uns, wie Ihr Wochenende bis zum Unfall verlaufen ist …

„Das war von Anfang an schwierig, denn wir hatten gerade das Chassis für das Wochenende gewechselt und ich bin noch nie zuvor in Le Mans Rennen gefahren. Wir fangen im Prinzip ganz von vorn an. Ich glaube, dass wir etwas mehr Pace hatten, als wir bei der Qualifikation gezeigt haben, aber ich hatte etwas mit unserer Reifenwahl zu kämpfen. Am Tag des Rennens selbst ist das Motorrad im Regen sehr gut gelaufen und in den ersten Runden war ich sehr aggressiv."

„Nachdem ich mich auf den siebten Platz vorgearbeitet hatte, fühlte ich mich hinter den Jungs ziemlich wohl und hatte sogar stellenweise das Gefühl, dass sie mich aufhalten. Danach hatte ich dann eine Schrecksekunde, als ich um beinahe vom Motorrad abgeworfen worden wäre, aber ich konnte mich oben halten. Und dann wurde ich von Zarco aus dem Rennen geschmissen."

Wie sehen Sie den Zwischenfall und wie hätte Zarco Ihrer Meinung nach bestraft werden sollen?

„Durch die Kamera sieht das aus wie ein Rennunfall und als hätte ich ihn kommen sehen, aber Letzteres trifft nicht. Ich war bereits in die Kurve eingetaucht, als er an mir vorbeizog und mein Vorderrad vom Boden hob. Ich konnte absolut nichts tun. Natürlich war ich extrem frustriert. Wenn Zarco das Rennen beendet hätte, wäre es vielleicht zu Sanktionen gekommen, aber da das nicht der Fall war, hatte das wahrscheinlich nicht viel Sinn."

Verspüren Sie noch Nachwirkungen von dem Sturz?

„Ich habe noch immer leichte Schmerzen, aber zum Glück habe ich mich nicht ernsthaft verletzt."

Nehmen Sie in Anbetracht der Position, auf der Sie zum Zeitpunkt des Sturzes fuhren, viel Positives mit in die nächste Runde in Katalonien?

„Das Beste an Le Mans war, dass ich gezeigt habe, dass ich vorne mitfahren kann. Das bedeutet aber nicht, dass sich unser Schicksal über Nacht wenden wird. Wir sind das einzige Team, das eine Showa- Aufhängung in Verbindung mit einem Suter-Chassis verwendet. Die größte Herausforderung an uns ist gegenwärtig, beide für eine harmonische Zusammenarbeit abzustimmen. Wir besitzen keine Daten von anderen, auf die wir uns berufen könnten. Nachdem wir diese Arbeit absolviert haben, können wir dann den Rest der Chassis feinabstimmen und optimieren."

Hoffen Sie nach dem Tempo, das Sie bei Nässe in Le Mans vorgelegt haben, in Montmeló erneut auf Regen?

„Ich hätte es lieber trocken, einfach auch um der Entwicklung des Motorrads willen. Falls es regnen sollte, weiß ich jetzt aber, dass ich vorne mitfahren kann."

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