Folger: Sensationeller Einstand im Aspar Team

Montag, 20 August 2012

Jonas Folger gelang beim ersten Rennen für sein neues Team ein sensationeller Einstand. Auf dem Indianapolis Motor Speedway raste der 19-Jährige am Sonntagmittag als Dritter auf das Podium, nachdem er vom 15. Startplatz eine grandiose Aufholjagd und ein starkes Finish gezeigt hatte.

Beim zehnten Saisonrennen schaffte Jonas Folger ein beeindruckendes Comeback an der Weltspitze. Mit dem Wechsel während der Sommerpause in das spanische MAPFRE Aspar Team Moto3 und auf eine Kalex KTM zeigte der Vollblut-Racer aus dem oberbayrischen Schwindegg erstaunliches Umstellungsvermögen.

Ohne einen einzigen Testkilometer mit dem neuen Material und in der neuen Umgebung gehörte er während der freien Trainings beim Indianapolis Grand Prix auf Anhieb zu den Spitzenreitern. Nach dem Qualifying am Samstagnachmittag musste er sich mit dem 15. Startplatz begnügen, was ihn aber nicht sonderlich beunruhigte. Mit geänderter Abstimmung seiner Rennmaschine legte Folger im Rennen bei herrlichem Sommerwetter einen Raketenstart hin und holte gleich in der Auftaktrunde etliche Positionen auf. Im weiteren Rennverlauf kämpfte er sich verbissen an die Verfolgergruppe der Führenden heran, in der er schließlich auch das Kommando übernahm.

In der allerletzten Runde verteidigte der Kalex KTM-Pilot geschickt seine vierte Position und als Viñales nach einem hitzigen Gefecht innerhalb der drei Spitzenreiter stürzte, profitierte Folger und fuhr nach 23 anstrengenden Runden als Dritter über den `Brickyard´, der mit Ziegelsteinen gepflasterten Ziellinie in der größten Sportanlage der Welt. Der dritte Platz in Indy ist für Folger das erste Podium seit seinem ersten Grand-Prix-Triumph in Silverstone im vergangenen Jahr. Außerdem war es das zweite Podium 2012 für das MAPFRE Aspar Team.

Folgers Teamkollege Héctor Faubel wurde Sonntagmorgen aus dem Krankenhaus entlassen. Trotz Schmerzen im Bauch- und Lendenbereich sowie im linken Ellenbogen, will der Spanier versuchen, rechtzeitig zum GP von Tschechien in Brünn fit zu sein.

Jonas Folger
„Ich bin überglücklich mit diesem dritten Platz. Die Saison verlief bis jetzt sehr schwierig für mich und gleich beim ersten Rennen für mein neues Team ein saustarkes Ergebnis einzufahren, freut mich umso mehr. Es ist ein schönes Gefühl zeigen zu können, dass man mit gutem Motorrad konkurrenzfähig ist. Daher möchte ich an dieser Stelle zu allen Beteiligten ein großes Dankeschön für diese großartige Chance sagen. Abgesehen vom Qualifying habe ich mit konstant guten Leistungen über das gesamte Wochenende einen fast perfekten Einstand bei Aspar abgeliefert. Die Zusammenarbeit mit meiner Crew funktioniert bereits sehr gut, wie sich mit dem geänderten Setup bis zum Warm Up gezeigt hat. Ich konnte damit auf Anhieb wieder so schnell fahren, wie in den freien Trainings am Freitag und Samstag. Im Rennen ist mir dann auch ein guter Start gelungen, trotzdem musste ich mich in der Anfangsphase mächtig anstrengen, um vom 15. Startplatz nach vorne zu kommen. Schließlich ist es mir gelungen die Verfolgergruppe hinter den Führenden einzuholen. Danach habe ich alles gegeben, um den Anschluss in dieser Gruppe halten zu können. Nachdem ich hart am Limit unterwegs war, sind mir auch ein paar Fehler passiert, in dem ich meine Bremspunkte versäumt habe. Dennoch habe ich es geschafft das hohe Tempo mitzugehen, was ich auch unbedingt wollte, um möglichst weit vorne zu landen. Währenddessen habe ich mir auch Gedanken über den Reifenverschleiß gemacht, weil es von vornherein klar war, dass es wegen dem geringen Grip-Level hier gegen Ende des Rennens eine rutschige Angelegenheit werden wird. Ich habe auch bald realisiert, dass ich schneller als meine direkten Konkurrenten in der Verfolgergruppe fahren konnte, da ich einen besseren Kurven-Speed hatte. In der vorletzten Runde habe ich meine Vorderleute überholt und im letzten Umlauf hart gepusht, um den dritten Platz nicht mehr zu verlieren. Nach diesem schönen Erlebnis, endlich wieder einmal bei einer Siegerehrung zu sein, freue ich mich schon auf das nächste Rennen, das zum Glück schon in einer Woche sein wird und bei dem wir selbstverständlich auf der Performance von Indy aufbauen wollen."

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