Khairuddin schreibt als erster Malaysier auf dem Podium Geschichte

Montag, 22 Oktober 2012

Einen Tag nach seinem 21. Geburtstag, ging der malaysische Moto3™-Pilot Muhammad Zulfahmi Khairuddin in die Geschichtsbücher ein, als er am Sonntag im Malaysian Motorcycle Grand Prix 2012 auf dem Sepang International Circuit mit dem zweiten Platz für sein Land das erste Podium in der Motorrad-WM sicherte.

Es war jedoch kurz davor, das perfekte Geburtstagsgeschenk für den in Banting geborenen Piloten zu werden, denn gerademal zwei Kurven trennten ihn von einem Sieg. Doch Sandro Cortese schnappte sich vor dem Ziel die Führung, um seinen Moto3-WM-Titel, den sich der Deutsche an diesem Tag sicherte, mit einem Rennsieg zu besiegeln.

Von der Pole-Position gestartet, führte Zulfahmi das Feld in die erste Kurve; in der dritten Kurve jedoch ließ er Jonas Folger den Vortritt und ließ den Mapfre Aspar Team Moto3-Piloten zunächst die Führung übernehmen.

„Es war Teil der Strategie, die wir vor dem Rennen entschieden haben, da wir aus vergangenen Erfahrungen gelernt haben. Ich weiß, dass mein Motorrad auf der Geraden einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Folger hat, somit war es kein Problem, ihn vor mir zu haben,” sagte Zulfahmi.

Acht Runden vor Schluss wurden in wenigen Kurven rund um die Strecke die Regenflaggen angezeigt. Das veranlasste Khairuddin schließlich, seinen Angriff auf Folger zu starten, um, sehr zur Freude des lokalen Publikums, in seinem Heimrennen die Spitzenposition einzunehmen.

„Als ich Mitte des Rennens ein paar Regentropfen auf meinem Visier bemerkte, entschied ich, an ihm vorbeizugehen und die Führung zu übernehmen. Ich fürchtete, es könnte plötzlich zu regnen anfangen und sie könnten das Rennen abbrechen. In diesem Falle wollte ich an der Spitze sein.

„Aber es war nur leichter Regen und es war nicht notwendig, das Rennen zu beenden. Also habe ich nur Druck gemacht”, sagte Khairuddin, der sich mit Folger einen spannenden Kampf lieferte und seine malaysischen Fans zur Begeisterung brachte.

Fünf Runden vor Ziel hatte Cortese, der die Situation die ganze Zeit hinter dem Spitzenduo beobachtete, genug gesehen und attackierte zunächst Folger auf Position zwei und machte danach Jagd auf den Rennführenden Khairuddin. Und es war eine typisch atemberaubende letzte Runde in Moto3-Manier, in der Cortese in der letzten Kurve an Zulfahmi vorbeiging und den Heimsieg des Malaysiers doch noch verhinderte.

„Ich habe in der zweitletzten Kurve eigentlich einen Fehler gemacht und das hat Cortese erlaubt, an mir vorbeizugehen. Ich habe versucht, in der letzten Kurve zu kontern; aber ich habe zu spät gebremst. Nach einem leichten Wackler am Kurveneingang beschloss ich dann, dass der zweite Platz besser ist als ein Crash.

„Ich bin sehr glücklich mit dem zweiten Platz. Ich möchte auch dem Publikum danken. Sie waren die ganze Zeit großartig und ihr Beifall hat mich wirklich angefeuert. Ich möchte mich auch bei KTM für das Motorrad bedanken ... wir hatten das ganze Wochenende ein ausgezeichnetes Bike”, fügte Zulfahmi hinzu.

 

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