Minimale Motoren-Engpässe in der Moto3™-Eröffnungssaison

Dienstag, 14 August 2012

Die erste Saisonhälfte der Moto3™-Klasse war nicht nur eine Herausforderung für die Fahrer, sich an die neuen Maschinen anzupassen, sondern auch für die Konstrukteure und Teams selbst, sicherzustellen, dass die Motorräder die Saison innerhalb des zulässigen Motoren-Kontingents durchhalten.

Nachdem die spanischen und italienischen nationalen Serien (CEV und CIV) einige Moto3™-Motorräder im Jahr 2011 erlaubt hatten, versprach die erste Saison in der Weltmeisterschaft eine große Herausforderung zu werden. Erste Probleme mit dem Motoren-Kontingent hatte Ioda Team Italia-Pilot Luigi Morciano, der beim Sachsenring-Rennen von der Boxengasse aus starten musste, da seine acht zur Verfügung stehenden Motoren bereits aufgebraucht waren. Somit bleibt dem Italiener nichts anderes übrig als bis zum Ende der Saison von der Boxengasse aus ins Rennen zu gehen. Sein jetziger Teamkollege Armando Pontone, der Jonas Folger im Ioda Team Italia ab Indianapolis ersetzen wird, hat es ein wenig besser getroffen, aber den Italiener könnte am Ende des Jahres dasselbe Schicksal wie das von seinem Landsmann ereilen, denn fünf der Motoren sind bereits ausrangiert und es bleiben nur noch drei weitere Motoren für die nächsten acht Rennen übrig.

Dies steht in krassem Gegensatz zu einigen der Spitzenreiter, wie Red Bull KTM Ajo-Pilot Sandro Cortese (KTM), Blusens Avintia-Pilot Maverick Viñales (Honda), RW Racing GP-Pilot Luis Salom (KTM) und Caretta Technology-Pilot Alexis Masbou (Honda), die bisher nur einen Motor aufgebraucht haben. Der Grund dafür ist der viel größere Einfluss von KTM und Honda, die viel mehr Geld und Ressourcen in ihre Moto3-Projekte gesteckt haben.

Mahindra benutzt, ähnlich wie Ioda, keine Werksmotoren, hat aber stattdessen ein Design von Oral Engineering im Einsatz, welches sich, trotz einiger Probleme in der Spitzenleistung zu Beginn der Saison, als zuverlässig erwiesen hat. Sowohl Marcel Schrötter (jetzt von Riccardo Moretti ersetzt), als auch Danny Webb haben jeweils nur zwei Motoren in diesem Jahr bisher verbraucht.

Mit acht verbleibenden Rennen sieht es ganz danach aus, dass die Piloten von KTM und Honda keine signifikanten Probleme mit ihrem Motoren-Kontingent haben sollten, was eine gewaltige Leistung für solch eine neue Klasse von Rennmotorrädern ist. Ioda hofft trotz der Probleme, nach der Trennung von Folger, auf eine Verbesserung mit Pontone.

Der Wettkampf in der Moto3-Klasse ist ein harter und spannender Kampf und mit nur wenigen Motoren-Engpässen für die Mehrheit der Teams und Fahrer können sich die Fans auf eine spektakuläre zweite Saisonhälfte freuen, die am 17. August in Indianapolis beginnt.

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