MotoGP™ bereit für Austragung auf portugiesischem Boden

Mittwoch, 2 Mai 2012

Nach einem spannenden Rennwochenende bei dem ersten Rennen auf europäischem Boden in Jerez, macht die MotoGP™-Weltmeisterschaft nun jenseits der spanischen Grenze Station, um den Gran Prémio de Portugal Circuito Estoril auszutragen.

Nach drei Rennen, die mehr als knapp entschieden wurden, haben die Fahrer nun lediglich vier Tage Zeit, um sich zu erholen und neu Energie zu tanken, bevor sie ihre Maschinen zum Testen auf die Rennstrecke von Estoril fahren. Der Streckenverlauf umfasst eine überdurchschnittlich lange Gerade, zwei Spitzkehren, überhaupt Kurven, die den Reifen sehr viel abverlangen, Höhenunterschiede, Bereiche, in denen harte Anbremsmanöver gefahren werden müssen, und eine schwierige Schikane. Abgesehen von der ohnehin schon sehr anspruchsvollen Strecke werden Fahrer und Teams auf sehr viel bessere Wetterverhältnisse hoffen als in Jerez, wo bei fast allen Terminen schwierige Streckenbedingungen herrschten.

Jorge Lorenzo, der sich an die Führung der WM-Gesamtwertung gesetzt hat und zwischen 2008 und 2010 drei Jahre in Folge auf der portugiesischen Rennstrecke gewonnen hat, wird alles daran setzen, an Bord seiner Yamaha Factory Racing-Maschine erneut zu Höchstform aufzulaufen und die Angriffe des Repsol Honda Team-Duos Casey Stoner und Dani Pedrosa erfolgreich abzuwehren.

Für Stoner, der am vergangenen Wochenende das Rennen in Jerez nur Sekundenbruchteile vor Lorenzo gewonnen hat, ist Estoril nun die einzige Strecke im aktuellen MotoGP-Kalender, auf dem er bislang noch keinen Sieg in der Königsklasse verzeichnet hat. Er wird nicht nur versuchen, seine Sammlung mit Estoril zu vervollständigen; oberste Priorität für den Australier wird vielmehr der Versuch haben, seinem Yamaha-Rivalen die Führung in der Weltmeisterschaftsgesamtwertung abzuknöpfen. Im Vorjahr holte Teamkollege Dani Pedrosa Lorenzo und Stoner den Sieg in Estoril. Auch wenn er in Jerez nicht mit dem Duo an der Spitze mitfuhr, wirkte Pedrosas Form überzeugend und lässt vermuten, dass er in Estoril als ernsthafter Herausforderer auftreten wird.

Cal Crutchlow von Monster Yamaha Tech 3, der weiterhin als Offenbarung der Saison gilt, nachdem er Pedrosa in Spanien fast bezwungen hatte, wird alles daran setzen, erstmals in der Königsklasse auf das Podium zu fahren. Der Brite, der eher schüchtern in Bezug auf seine bisherige Performance ist, dürfte durch seine jüngsten Leistungen sicher Auftrieb erhalten haben. Sein Teamkollege, der Italiener Andrea Dovizioso, versucht hingegen noch, mit seiner Yamaha zurechtzukommen, kann aber sicher noch von seinem vierten Platz vom Vorjahr zehren.

Lorenzos Teamkollege Ben Spies, der zwei schwierige Rennen zu Saisonbeginn überstanden hat, wird beim bevorstehenden Rennen nicht zum dritten Mal in Folge als letzter Yamaha-Pilot über das Ziel fahren wollen und hat sich geschworen, sich im nächsten Rennen nicht unterkriegen zu lassen, nachdem seine Leistungen in der Vorsaison auf dem Motorrad sehr vielversprechend waren.

Álvaro Bautista von San Carlo Honda Gresini und Stefan Bradl von LCR Honda haben in den ersten beiden Runden der Saison gleichbleibende Geschwindigkeiten auf ihren Satelliten-Hondas gefahren. Im Vorjahr erholte sich Bautista zu diesem Zeitpunkt noch von einer Oberschenkelfraktur und überquerte die Ziellinie als Letzter, während Bradl das Moto2-Rennen gewann.

Das Ducati Team-Duo Valentino Rossi und Nicky Hayden hatte keinen einfachen Saisonstart, wird jedoch durch den Hoffnungsschimmer in Jerez ermutigt – Hayden, indem er sich mit seiner Ducati für die erste Reihe der Startaufstellung qualifizieren konnte, und Rossi durch die Erkenntnis, dass Nässe ihm und seiner Maschine liegt. Reifenverschleiß und Fahrverhalten sind nach wie vor ein Thema, das noch nicht abgeschlossen ist, doch das Team hat nun den Eindruck, die richtige Richtung eingeschlagen zu haben.

Héctor Barberá von Pramac Team, der in den vergangenen zwei Rennen immer wieder mit Rossi gerangelt hat, wird in Portugal versuchen, dem Italiener ein Schnippchen zu schlagen. Karel Abraham von Cardion AB Motoracing, zweiter Fahrer auf einer Satelliten- Ducati, wird nach seinem wenig positiven Saisonstart bemüht sein, seinem Glück eine positive Wendung zu verleihen.

Die neuen Claiming Rule Teams (CRT) hatten es in Jerez nicht leicht, denn sie mussten sich an die stetig wechselnden Wetter- und Streckenverhältnisse anpassen, und das, ohne auf einen umfangreichen Korpus an Daten zurückgreifen zu können. Die kommende Runde wird sich nicht als sehr viel einfacher erweisen, denn die Rennstrecke von Estoril ist berüchtigt dafür, dass sie aufgrund ihres abwechslungsreichen Charakters mit Komplikationen beim Setup einhergeht. Aleix Espargaró von Power Electronics Aspar überquerte vergangenes Wochenende die Ziellinie als bester CRT-Fahrer, nachdem sein Teamkollege Randy de Puniet kurz vor Ende ausgeschieden war. James Ellison von Paul Bird und Michele Pirro von San Carlo Honda Gresini ereilte ein ähnliches Schicksal, während Danilo Petrucci von Came IodaRacing Project einen positiven 13. Platz für sein Team verbuchen konnte. Sie werden ergänzt von Mattia Pasini von Speed Master, Colin Edwards von NGM Mobile Forward Racing sowie das Avintia Blusens-Duo Yonny Hernandez und Iván Silva, die erneut um die beste CRT-Platzierung kämpfen werden.

Der Grande Prémio de Portugal Circuito Estoril findet vom 4.–6. Mai statt und MotoGP-Maschinen werden sich am Freitagmorgen um 10:10 Uhr Ortszeit zu ersten freien Training auf der Strecke einfinden.

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