Neuigkeiten von Rossi und Spies heizen „Sommerloch" an

Press Conference Laguna Seca
Donnerstag, 26 Juli 2012

Zur Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Red Bull U.S. Grand Prix in Laguna Seca kam Yamaha-Factory-Racing-Pilot Ben Spies, der bestätigte, dass er sein Team Ende des Jahres verlässt, jedoch noch nichts über seine Pläne für 2013 verriet. Begleitet wurde er von Teamkollege und WM-Leader Jorge Lorenzo sowie von Casey Stoner, Valentino Rossi und Colin Edwards.

Das sogenannte „Sommerloch" läuft im Hinblick auf Fahrer-Verträge momentan auf Hochtouren, insbesondere unter Berücksichtigung der Zukunfts-Optionen für nächstes Jahr, die sich für Ducati Team-Pilot Valentino Rossi ergeben.

Vor seinen zwei Heimrennen hatte Ben Spies zu Beginn der Woche seine Pläne durchsickern lassen, dass er Yamaha verlassen will. Er sagte: „Ich wusste schon eine Weile, wie meine persönliche Entscheidung aussieht und ich dachte, dies sei der richtige Zeitpunkt, denn momentan verhandeln alle Fahrer neue Verträge aus. Es stecken eine ganze Menge von Gründen dahinter - ich wollte einfach nur wieder stressfrei das tun was ich will und die Saison stark beenden. Das ist alles, was ich an dieser Stelle dazu sagen kann, bis ich bereit bin, über die Zukunft zu sprechen. Es wird sich nichts daran ändern. Hier in Laguna werden wir natürlich 100% geben, wir wollen zeigen, was wir können und wozu das Bike imstande ist. Nichts ändert sich in Bezug auf unser Engagement. Ich habe einfach eine Entscheidung getroffen, die ich aussprechen und aus dem Weg haben wollte. Jetzt fühlt es sich an, als wäre eine riesige Last von meinen Schultern gefallen und ich kann mich endlich auf meinen Job konzentrieren."

Seit der Bekanntmachung des Amerikaners fing die Gerüchteküche über die Zukunft des ehemaligen Yamaha-Piloten Valentino Rossi immer mehr an zu brodeln. Er kommentierte: „Die Situation ist ganz klar. Ich habe noch nicht entschieden, denn dafür ist es noch zu früh. Ich habe viel mit Ducati über das nächste Jahr gesprochen, warte aber noch auf einige Punkte, die für den Vertrag wichtig sind. Und ich habe auch einige andere Optionen für das nächste Jahr. Aber ich denke, die Situation wird in den nächsten Wochen klarer werden und ich denke, dass ich in der Sommerpause über nächstes Jahr entscheiden werde."

Nachdem sein Test am Montag nach dem Mugello-Rennen wegen technischen Problemen frühzeitig zu Ende war, geht Rossi mit weniger Upgrades als erhofft an den Start: „Wir haben mehr oder weniger dasselbe Motorrad wie in Mugello und wir müssen noch etwas länger warten, bis es etwas Neues gibt. Diese Strecke ist nicht einfach; sie ist anders als die anderen Strecken. Sie ist eine old-style-Strecke mit bergauf- und bergab-Passagen, sehr knifflig, aber ich mag sie. Dieses Jahr müssen wir den Anfang [des Rennens] verbessern, wo ich noch nicht in der Lage bin, mit den Top-Jungs mitzuhalten. Wir haben einige Ideen für das Setup an diesem Wochenende, um das zu verbessern."

Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo, der nach seinem dominanten Sieg in Mugello vor zwei Wochen in Topform ist, zeigte sich zuversichtlich vor dem Rennen: „Glücklicherweise konnten wir im letzten Rennen in Mugello den Sieg für uns entscheiden und haben jetzt einen guten Vorsprung. Es sind nur 19 Punkte, aber es ist besser als nichts. Und jetzt kommen wir auf eine Strecke, wo ich in der Vergangenheit ziemlich schnell war, und es ist immer etwas Besonderes, hier in Amerika zu fahren. Es ist eine Strecke, wo ich im Qualifying viele Male gestürzt bin, und 2008 auch im Rennen. Aber ich fühle mich wirklich gut auf diesem flüssigen Kurs. Eine wirklich kurze Strecke, da wird das Rennen körperlich ganz schön hart, wahrscheinlich ähnlich wie auf dem Sachsenring. Aber wir sind bereit, wir sind in guter Form und das Motorrad arbeitet wirklich gut in diesem Jahr."

Repsol Honda Team-Pilot Casey Stoner, der vergangenes Jahr in Laguna Seca nach einem spektakulären Rennen gewann, hatte im letzten Rennen einige Probleme mit dem Setup seines Motorrads und wird dieses Wochenende einen neuen Motor benutzen: „Die letzten beiden Rennen waren nicht gut für uns, auch wegen einiger größerer Fehler meinerseits. Die Dinge sind nicht so gut gelaufen. Wir haben einen neuen Motor getestet [nach Mugello], was sehr positiv war. Es brachte eine viel gleichmäßigere Leistung und ein paar kleine Vorteile in manchen Bereichen, sodass wir recht zufrieden damit sind. In Hinsicht auf das neue Chassis konnte ich keine Verbesserung feststellen, daher wird es hier nicht zum Einsatz kommen. Laguna ist eine ganz besondere Strecke und ich denke, wenn sie ein paar Abschnitte mit mehr Speed hätte, dann gäbe es nicht viele Strecken, die besser wären. Sie ist so technisch und es gibt Stellen, die dich wirklich packen - blinde Kurven, blinde Bremspunkte - es ist eine wirklich unterhaltsame Strecke."

NGM Mobil Forward Racing-Pilot Colin Edwards, der diese Saison mit dem Suter-BMW-CRT-Projekt seines Teams zu kämpfen hat und erst kürzlich eine FTR-Honda und eine BQR-FTR-Maschine getestet hat, erklärte, dass es nach diesem Rennen zu einigen Veränderungen kommen kann. Er sagte: „Diese Saison war ziemlich hart. Ich habe Gerüchte gehört, dass wir in Indianapolis zu Aprila [ART] wechseln. Es wird nicht mit den Jungs [Werksfahrern] konkurrieren können, aber es ist zumindest momentan das beste CRT-Bike da draußen. Wenn es dazu kommt, es ist ein Schritt nach vorn."

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