Redding zufrieden mit Ducati-Test

Donnerstag, 2 August 2012

Scott Redding hat einen positiven Zwei-Tage-Test mit dem Ducati-Test-Team in Mugello abgeschlossen.

Der Marc VDS Moto2-Pilot absolvierte an den beiden Tagen mit der neuesten Entwicklung der Desmosedici GP12 insgesamt 127 Runden und markierte eine Bestzeit von unter 1:50 min.

Wie war deine erste MotoGP-Erfahrung?
Es war hart, hat aber Spaß gemacht und es war definitiv mehr als ich erwartet hatte. Das Hauptproblem war die Geschwindigkeit am Ende der Geraden, das war das Schwierigste für mich. Ich habe nicht erwartet, so schnell zu sein.

Einige Dinge waren einfacher, wie zum Beispiel das Kurvenfahren, aber es war an einigen Stellen schwerer reinzuhalten und härter, an anderen Stellen Zeit zu finden, da man offensichtlich mit der Traktionskontrolle stärker eingeschränkt ist. Es geht also mehr darum, wie man das Bike fährt, um mit der Traktionskontrolle zurechtzukommen. Das fand ich am Schwierigsten.

Wie geht es dir jetzt nach dem Test?
Ich bin wirklich glücklich. An den ersten zwei Tagen unter 1:50 min. zu kommen, war ziemlich gut. Das war mein Ziel, das haben wir erreicht und ich habe mich wohl gefühlt. Wir haben ein paar weiche Reifen probiert, aber damit bin ich nicht so gut zurechtgekommen. Es gab so viel zu lernen. Wir haben einige Dinge an der Motorbremse und der Drehzahl geändert. Du kannst das in jeder Kurve ändern, in der Moto2 hast du entweder mehr Motorbremsleistung in jeder Kurve oder weniger in jeder Kurve. Ich fand es toll, dass man das Kurve für Kurve ändern kann, denn das ist etwas, womit ich in der Moto2 zu kämpfen habe.

Wie fühlt es sich im Vergleich zur Moto2 an?
Ich denke, es passt mehr zu mir, um ehrlich zu sein. Ich glaube nicht, dass ich noch einen Tag geschafft hätte, denn es ist körperlich sehr anstrengend - mehr als ich erwartet hätte. Es war das erste Mal, dass ich etwas Größeres als ein Moto2-Bike gefahren bin. Einfach auch wegen all der Richtungswechsel, dem vielen Bremsen und auch mental, denn du musst dich auf viele Dinge konzentrieren. Am Ende habe ich es genossen und ich denke, das ist der richtige Weg für mich.

Was hältst du von der Ducati?
Sie fühlt sich ganz gut an. Vor allem in den Kurven und die Traktion fühlten sich für die ersten Runden recht gut an, aber sie war ziemlich schwer bei den Richtungswechseln, das hat mir nicht so gut gefallen.

Nicky und Vale hatten oft Probleme mit dem Gefühl für die Front, wie schätzt du das ein?
Nun, die Front war nicht wirklich ein großes Problem, aber als ich unter die 1:50er-Marke kam, fühlte es sich etwas anders an. Ich kann mir also vorstellen, was sie meinen. Aber bei der Geschwindigkeit, die ich hatte, war das kein wirklich großes Problem. Ich bräuchte eine weitere Sekunde, um dort zu sein, wo die Werkspiloten sind.

Welche Rückmeldungen konntest du dem Team geben?
Alles, Kurve für Kurve, Traktion, Traktionskontrolle, Anti-Wheelie, Leistungsentfaltung, Bremssteuerung. Es war für alles wirklich ein Funktionstest.

Denkst du, du könntest deinen Fahrstil anpassen, um mit diesem Motorrad zu arbeiten?
Am Anfang war es ziemlich gut, aber dann, als ich anfing, mich auf dem Motorrad zu entspannen, ging es eigentlich noch besser. Ich musste anfangen, die Hinterradbremse viel mehr zu benutzen. Ich habe in der Moto2 ein Jahr damit verbracht, mir beizubringen, diese nicht zu verwenden. Es lief einfach immer besser und besser, je mehr Zeit ich auf dem Motorrad verbrachte.

Welche Rückmeldungen hast du vom Team erhalten?
Wir haben einige Daten von Valentino überlagert, damit ich ein wenig lernen konnte. Die Sache ist die, dass hier niemand ist, dem ich hinterherfahren kann, daher wusste ich nicht, wie man das Motorrad fährt. Ich konnte mich nur auf meinen Instinkt und mein Talent verlassen. Also haben wir die Daten überlagert, nur um zu sehen, was schlechter war und was besser war. Es war also sehr gut, das im Voraus zur Verfügung zu haben.

Hast du irgendwelche Daten von Nicky benutzt?
Nein, denn Rossi war der Langsamere der beiden hier, also war es für mich besser, mit seinen Daten zu arbeiten. Außerdem ist es seine Heimstrecke und er kennt die besten Linien hier.

Glaubst du, es gibt eine echte Chance, dass du dieses Bike im nächsten Jahr fahren kannst?
Ich weiß es nicht. Filippo Preziosi schien mit der Rundenzeit und meinem Enthusiasmus ziemlich zufrieden zu sein. Ich bin einfach nur gefahren und gefahren. Ich denke, sie waren glücklich darüber, wie ich mich an den zwei Tagen geschlagen habe. Ich habe alles getan, was ich konnte. Ich denke, am zweiten Tag auf dem Motorrad bereits eine Zeit unter 1:50 min. zu fahren, war wirklich ziemlich gut.

Machst du dir Sorgen, wenn Rossi Ducati verlässt?
Ein wenig, ja, denn dort kommt die ganze Entwicklung her. Er hat eine Menge Erfahrung mit dem Bike, aber auf der anderen Seite, hat Nicky auch viel Erfahrung. Wir müssen abwarten, was passiert.

Denkst du, dass du dein Training für die MotoGP ändern musst?
Ich glaube weniger, dass es darum geht, das Training zu ändern, sondern mehr darum, sich an das Motorrad zu gewöhnen, denn man verkrampft ziemlich darauf. Ich musste Extra-Schaumstoff auf den Sitz machen. Wenn du dein eigenes Motorrad hast, kannst du dich entspannen, wenn du ein paar Mal damit gefahren bist. Ich hatte das gleiche Problem, als ich das erste Mal in die Moto2 kam, aber ich denke schon, dass das Training definitiv ein bisschen anders und härter wäre. Dieses Motorrad ist so schwer beim Richtungswechsel, das macht dich einfach nur mürbe.

Wie war die Erfahrung, mit einem italienischen Team zu arbeiten?
Um ehrlich zu sein - es war gut. Sie haben mir zugehört und ich denke, sie haben mir geglaubt. Die Dinge, die ich gesagt habe und die Dinge, die sie sahen, haben sich ergänzt und es hat mir geholfen. Sie haben mir auch Zeit gelassen. Diese Jungs machen ihren Job.

Somit waren es zwei positive Tage?
Ja, es war gut, ich war wirklich glücklich damit.

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