Zarco: „Noch kann ich nicht um das Podium kämpfen."

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Freitag, 11 Mai 2012

Nachdem er in Estoril nach einem hervorragenden Rennen die Ziellinie als Vierter überquert hat, bleibt Johann Zarco von JiR Moto2 auch weiterhin mit beiden Beinen fest auf der Erde, hofft jedoch, nächste Woche beim Monster Energy Grand Prix de France in Le Mans erneut mit den Fahrern an der Spitze zu kämpfen.

Johann Zarco, der in seiner erst dritten Saison in Grand-Prix-Rennen 2011 schon den Titel des Vizeweltmeisters in der 125-ccm-Klasse geholt hatte, könnte sich dieses Jahr als Entdeckung der Moto2™-Klasse entpuppen.

Der junge Franzose, der für das JiR Moto2-Team Rennen fährt, fuhr bei seinem Debüt in Katar auf den zwölften Platz und tat sich später in den verregneten freien Trainingseinheiten vor dem Rennen in Jerez hervor, bei dem er es erstmals in die Top Ten schaffte.

Am vergangenen Wochenende steigerte er sich beim Grande Prémio de Portugal Circuito Estoril noch weiter, und fuhr im Qualifying auf Position vier, bevor er das Rennen mit dem vierten Platz beendete. Motogp.com hat sich mit dem französischen Nachwuchstalent über den bisherigen Verlauf der Rennsaison unterhalten.

Wie ist das Wochenende in Portugal für Sie gelaufen?

„Das Wochenende ließ sich gut an, weil ich regelmäßig unter den ersten sechs war. Ich glaube, der Grund hierfür war Jerez. Im Regen war ich dort Erster (erstes/zweites freies Training, Warm-up) und sehr motiviert, unter den Schnellsten zu fahren, auch wenn es bei Trockenheit schwieriger ist. In Estoril habe ich mich auf dem Motorrad wohl gefühlt, ich fühlte mich da wirklich gut. Wir haben versucht, mit Minimaländerungen am Motorrad zu fahren, und nachdem wir einige gute Zeiten erzielt hatten, haben wir angefangen, kleinere Änderungen vorzunehmen, die uns ermöglicht haben, mit den schnelleren Fahrern Schritt zu halten. Als ich in der Qualifikation Márquez [Marc – CatalunyaCaixa Repsol] gefolgt bin, habe ich zwei sehr gute Runden gefahren, und in Anbetracht unserer Rundenzeiten wussten wir, dass wir die Chance haben, eine gute Leistung zu zeigen."

Und der Start des Rennens …

„Ich bin von der vierten Position gestartet und hatte in den ersten zwei Kurven eigentlich mit mehr Problemen gerechnet. In Jerez bin ich beim Start um neun Plätze zurückgefallen, weil ich zu zögerlich war, aber hier war es im Kurvenäußeren freier. Ich habe meinen eigenen Weg eingeschlagen und glaube, dass die anderen innen in der Falle saßen. Aegerter (Dominic –  Technomag-CIP) und Espargaró (Pol –   Pons 40 HP Tuenti) sind an mir vorbeigezogen und haben sich vor mich gesetzt, aber Aegerter und ich konnten uns schon bald der Gruppe mit Márquez, Espargaró und Lüthi (Thomas –   Interwetten-Paddock) anschließen. Ich habe mich ziemlich wohl gefühlt und sogar Espargaró sowie Márquez auf die zweite Position überholt. Die haben dann auch Druck gemacht und das Tempo erhöht. Zu diesem Zeitpunkt fiel ich zurück, weil ich ihnen nicht folgen konnte."

„Neun Runden vor Schluss klaffte eine große Lücke von fast sechs Sekunden zu Andrea Iannone (Speed Master), aber er verringerte den Abstand schnell. Ich habe also versucht, ein gutes Tempo unter der Grenze von 1:42 zu fahren, um sicherzustellen, dass ich als Vierter über die Ziellinie fahre."

Was benötigen Sie Ihrer Meinung nach, um am Ende des Rennens um das Podium zu kämpfen?

„Erfahrung. Ich muss mich auf dem Motorrad wohler fühlen, meine Grenzen besser kennen. Ich habe beobachtet, wo die Stärken von Márquez sind, und mir ist aufgefallen, dass er bei Beschleunigung mehr rutschte als ich. Er weiß, wie weit er rutschen kann, während ich, sobald ich zu rutschen anfange, Bedenken habe, einen Highsider zu bauen. Das sind solche Kleinigkeiten, die dann einen Unterschied machen."

Nach Jerez haben Sie gesagt, dass Sie bei allen Witterungsverhältnissen stark sein wollen, und das haben Sie in Estoril unter Beweis gestellt. Sie haben dieses Jahr sehr rasch Fortschritte gemacht – welche Ziele stehen als Nächstes an?

„Ich fühle mich immer noch nicht imstande, um das Podium zu kämpfen. Das Ziel besteht darin, den Anschluss an diese Gruppe zu halten. In Estoril war ich in der Lage, mit ihnen zu kämpfen, und das war einfach genial. Für das bevorstehende Grand-Prix-Rennen in Frankreich hoffe ich, im freien Training und dem Qualifying erfolgreich zu sein und dann die Möglichkeit zu haben, das im Rennen weiter auszubauen. Wenn das wieder passiert, können wir wirklich zufrieden sein."

Die Rennstrecke in Le Mans hat einen besonderen Verlauf, der vielen Fahrern Schwierigkeiten bereitet. Wie ist Ihre Einschätzung?

„Ich glaube, wir sollten versuchen, alle Rennstrecken zu schätzen und jedesmal Spaß zu haben. Diese Rennstrecke besitzt in der Tat einige interessante Merkmale. Da ist zunächst einmal die Dunlop-Schikane vor der „Chapelle" und dann die S2, die interessant ist, weil die erste Kurve etwas überhöht ist und sehr schnell auf einen zukommen kann. Aber ganz unabhängig von der Rennstrecke sollte man immer sein Bestes geben und auf ein gutes Ergebnis hoffen."

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