AirAsia Australian Grand Prix: Die Pressekonferenz

australian press conference
Donnerstag, 25 Oktober 2012

MotoGP™-WM-Leader Jorge Lorenzo stand neben Titelrivale Dani Pedrosa, Casey Stoner, Valentino Rossi und James Ellison am Donnerstag bei der Pressekonferenz anlässlich der vorletzten Runde der MotoGP™-Weltmeisterschaft 2012, dem AirAsia Australian Grand Prix auf Phillip Island, Rede und Antwort.

Yamaha Factory Racing-Pilot Lorenzo, der die WM mit 23 Punkten Vorsprung anführt, ist sich der Möglichkeit, den Titel in den nächsten zwei Rennen gewinnen zu können, bewusst, aber versucht, nicht daran und auch nicht an die Bedrohung, die von Repsol Honda Team-Pilot Pedrosa ausgeht, zu denken: „Es sind nur noch zwei Rennen übrig, daher müssen wir mehr als je zuvor konzentriert bleiben und versuchen, keine Fehler zu machen. Jedenfalls haben wir die Chance, in Valencia Weltmeister zu werden. Wir werden versuchen, diesmal auf das Podium zu kommen. Allgemein denken wir schon an die Meisterschaft, aber mit Sicherheit ist es besser, sich nur auf das nächste Training zu konzentrieren, dann auf das danach und dann auf das Rennen. Es wäre toll [den Titel hier zu gewinnen] und wir haben die Möglichkeit, es zu tun, aber wir werden uns nicht davon verrückt machen lassen.”

Letztes Jahr endete die Saison für Lorenzo auf Phillip Island aufgrund einer schweren Fingerverletzung, doch der Mallorquiner hat dies hinter sich gelassen: „Letztes Jahr war ein wirklich schlechtes Jahr für uns, vor allem nach meinem Sturz im Warm-up, wo ich mich schwer verletzt habe, aber es hätte auch auf einer anderen Strecke passieren können, daher habe ich kein ungutes Gefühl auf dieser Strecke. Phillip Island ist eine sehr spezielle Strecke; sehr anders. Wenn du in die erste Kurve gehst und eine Runde fährst, dann merkst du, wie anders sie ist. Sie ist wirklich eng, sehr schnell, und die Landschaft ist wunderschön. Es ist großartig, hier zu fahren, vor allem, wenn das Wetter perfekt ist und es keinen Wind oder Regen gibt.”

Pedrosa, der sich momentan auf einem Siegeszug befindet, muss, um seinen Rückstand auf Lorenzo zu schließen, erneut um den Sieg kämpfen: „Es gibt keinen Unterschied zwischen jetzt und den letzten Rennen. Ich versuche einfach, dort draußen ein paar gute Trainings zu machen, Spaß zu haben und wie gewohnt konzentriert zu bleiben und gut zu fahren. Hier zu fahren ist immer etwas ganz Besonderes. Es gibt viele Kurven, wo du das Bike mit dem Gas steuern kannst. Manchmal ist es hier sehr kalt, aber manchmal ist es toll, mit dieser Power hier zu sein, besonders in der letzten Bergauf-Kurve vor der Zielgeraden.” Im Hinblick auf seine Chancen, den Titelkampf mit nach Valencia zu nehmen, sagte der Spanier: „Es wäre gut [einen Titelkampf in Valencia zu haben], da zwei Spanier um die Meisterschaft kämpfen und das Finale in Spanien ist. Es ist schon lange her, seit ich in dieser Position war und bis zum Ende kämpfen konnte.”

Sein Teamkollege Stoner, der versuchen wird, seinen sechsten Sieg in Folge auf der australischen Strecke zu holen, hofft, dass ihn seine Verletzung und Fitness dabei nicht im Weg stehen werden: „Es ist das letzte Mal, dass ich hier ein Rennen fahre, denn es sind nur noch zwei Rennen bis Saisonende und bis zum Ende meiner Karriere. Es wird also ein sehr wichtiges Wochenende für mich werden. Ich werde immer noch angreifen, wie ich es immer getan habe. In gewisser Weise ist es wie jedes andere Wochenende, außer dass ich diese Strecke wirklich mag, ich liebe sie.”

Er sagte auch, dass die Heilung seiner Verletzung nicht wie gehofft voran geht: „Es ist definitiv schlimmer, als bei unserer Rückkehr in Japan. Wir haben von Tag zu Tag mehr Ärger damit. Aber ich glaube nicht, dass es auf dem Motorrad einen Unterschied macht. Das größte Problem momentan ist die Flexibilität auf dem Bike. Glücklicherweise gibt es auf der Strecke nicht allzu viele Rechtskurven, die für uns kritisch sind, daher sollte es komfortabler sein, hier zu fahren. Das Hauptproblem, das ich im Moment im Hinblick auf meine Fitness habe, ist die Ausdauer.”

Ducati Team-Pilot Rossi, ebenfalls fünffacher Sieger auf der Strecke, beschreibt Phillip Island als eine der besten Locations im Rennkalender und hofft auf eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr: „Phillip Island ist mehr oder weniger der Liebling aller Fahrer, denn die Strecke ist etwas Anderes und etwas Besonderes im Vergleich zu den anderen. Sie ist sehr schnell und es ist immer ein tolles Gefühl, ein Motorrad hier zu fahren. Letztes Jahr war ein sehr schlechtes Wochenende für uns. Ich war sehr langsam, vielleicht eines der schlimmsten. Wir sind sehr konzentriert, um unser Maximum zu geben und es besser zu machen.”

Paul Bird Motorsport-Pilot Ellison, der bisher eine schwierige Saison hatte, ist zuversichtlich, dass ein neuer Motor ihm zu besseren Ergebnisse verhilft: „Es war eine schwierige Saison für mich, aber ich habe einfach versucht, den Kopf nicht hängen zu lassen und um Ergebnisse zu kämpfen. Ich genieße es wirklich; ich genieße es wirklich, das Motorrad zu fahren und bei der Entwicklung mitzuwirken. Die Entwicklung kommt nicht so schnell voran wie ich gehofft hatte. Wir haben in Aragón einen neuen Motor bekommen, aber es ist nur der eine und wir dürfen ihn nur im Warm-up und im Rennen verwenden. Es ist schon ein großer Schritt nach vorn. Wenn wir den Motor im Rennen hier und in Valencia einsetzen können, dann haben wir die Möglichkeit, die Lücke zu den Aspar-Jungs zu schließen.”

 

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