Iannone siegt im Catalunya-Thriller

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Sonntag, 3 Juni 2012

Andrea Iannone holt sich seinen ersten Saisonsieg nach einem packenden Moto2™-Rennen zum Gran Premi Aperol de Catalunya, vor Tom Lüthi und Marc Márquez.

Márquez von Team CatalunyaCaixa Repsol übernahm nach dem Start die Führung, als hinter ihm das Gedränge um Platz zwei begann. Bereits in Kurve eins wurden Mike di Meglio von S/Master Speed Up, Julián Simón von Blusens Avintia, Gino Rea von Federal Oil Gresini und Claudio Corti von Italtrans Racing in einen Sturz involviert, nach dem es nur Corti gelang, zurück auf die Strecke zu fahren. Keiner der Fahrer wurde verletzt.

Der Vorsprung von Marquez war nur von kurzer Dauer, als kurze Zeit später Speed Master Pilot Iannone von einem Fehler des Spaniers, indem er zu weit von der Linie abkam, profitierte. Er übernahm die Führung vor Dominique Aegerter von Technomag-CIP, Toni Elías von Mapfre Aspar Team, Marquez und Lüthi von Interwetten-Paddock. Kurz darauf schnappte sich Elías mit einem beherzten Manöver Platz zwei, musste den aber unverzüglich wieder an Márquez abgeben, der Jagd auf Iannone machte.

18 Runden vor Schluss schaffte es Lüthi auf Platz drei und die Gruppe mit Iannone, Márquez und dem Schweizer begann, sich leicht abzusetzen. In derselben Runde, erhielt Technomag-CIP-Fahrer Roberto Rolfo eine Zeitstrafe aufgrund eines Jump-Starts.

Der Kampf an der Spitze verschärfte sich 18 Runden vor Ziel als Márquez auf der Geraden an Iannone vorbeiging, dieser sich aber an den Hinterreifen des Spaniers heftete, um ihm zwei Runden später erneut die Führung abzunehmen. Lüthi nutzte die Gelegenheit und ging mit einem mutigen Manöver ebenfalls an Márquez vorbei und fuhr auf Position zwei. Währenddessen schaffte es Pol Espargaró von Pons 40 HP Tuenti zur Spitzengruppe aufzuholen, um es 11 Runden vor Schluss auf einen Vierkampf ankommen zu lassen.

Eine Runde später eroberte sich Márquez auf der Zielgeraden die zweite Position von Lüthi zurück, um Jagd auf Iannone an der Spitze zu machen. Die Verfolgergruppe wurde von Espargarós Teamkollegen Esteve Rabat vor Aegerter, Elías, Simone Corsi von Came IodaRacing Project und dem Marc VDS Racing Team Duo Scott Redding und Mika Kallio angeführt.

Zurück an der Spitze und noch neun verbleibenden Runden gelang es Márquez auf der Geraden Iannone zu überholen, doch der Italiener konterte und ging drei Runden später erneut vorbei. Nunmehr sieben Runden vor Schluss kam Iannone zu weit raus und lies den Spanier abermals vorbei. Doch wiederholt von kurzer Dauer, schlug der Italiener erneut zurück und übernahm die Führung. In der selben Runde kam Elías auf dem sechsten Platz liegend zu Sturz, dem er aber unbeschadet entkam.

Fünf Runden vor Schluss bahnte sich Espargaró seinen Weg und schaffte es an Lüthi vorbei auf den dritten Platz. Drei Runden später überholte Lüthi den Lokalmatador wieder.

Drei Runden vor Schluss passierte ein Schreckmoment als Lüthi an Márquez vorbeiging und kurz darauf der Spanier beinahe die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Nachdem er einen Sturz verhindern konnte, zog er an Espargaró vorbei, der anschließend unsanft von seinem Motorrad flog. Glücklicherweise blieb er ohne ernste Verletzungen, auch wenn er sichtlich enttäuscht war, vor seinem Heimpublikum aus der Spitze auszuscheiden.

Die letzte Runde war ebenfalls spannend als Lüthi die Führung von Iannone übernahm, um diese anschließend erneut an den Italiener nach einem mutigen Manöver in Kurve eins wieder abzugeben. Bike an Bike kämpften die Beiden um den Sieg, doch am Ende war es Iannone, der die besseren Nerven bewies und den Sieg vor dem Schweizer und Marc Márquez für sich entschied. Die Top-Ten wurde komplettiert von Esteve Rabat, Simone Corsi, Italtrans-Pilot Takaaki Nakagami, Dominique Aegerter, Randy Krummenacher von GP Team Switzerland, Mika Kallio und Scott Redding.

Max Neukirchner von Kiefer Racing schaffte es im Rennen auf Platz 17 und ging ohne Punkte aus.

Aufgrund eines Sturzes, an dem Espargaró und Márquez beteiligt waren, wurde nach Untersuchung durch die Renndirektion beschlossen, dass Márquez eine 60-Sekunden-Zeitstrafe erhält, woraufhin er auf Platz 23 im Moto2-Rennen zurückfiel. Sein Team reichte danach bei der FIM gegen die Strafe Widerspruch ein, die daraufhin die Entscheidung wieder rückgängig machte. Damit behält Márquez seinen zweiten Platz in der Weltmeisterschaft, zwei Punkte hinter Lüthi. Das Protokoll besagt, dass eine Berufung der FIM CDI zulässig ist.

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