Premierensieg für Fenati bei Rennkrimi in Jerez

Sonntag, 29 April 2012

Der italienische Rookie Romano Fenati bekräftigte seine Form als aufgehender Stern am Motorrad-Rennsporthimmel mit einem deutlichen ersten Sieg unter heiklen Bedingungen, denen fast die Hälfte des Fahrerfelds bei Stürzen zum Opfer fiel.

Jakub Kornfeil von Redox-Ongetta-Centro Seta legte den besten Start hin und führte in der Anfangsphase des Rennens, das trotz einiger immer noch feuchter Bereiche als Trockenrennen deklariert worden war. Danny Kent von Red Bull KTM Ajo, Jack Miller von Caretta Technology und Simone Grotzkyj von Ambrogio Next Racing fielen den Streckenbedingungen zum Opfer, als sie in der zweiten Runde bei Kurve 10 gleichzeitig zum Sturz kamen.

Miguel Oliveira von Estrella Galicia 0,0´ übernahm schnell die Führung, doch Kornfeil gab sich alles andere als kampflos geschlagen. Er hatte in Kurve 13 einen spektakulären Sturz und unternahm übermenschliche Versuche, wieder auf die Strecke zu finden, die aber vergeblich blieben. Kurz darauf schloss sich Brad Binder von RW Racing GP ebenfalls bei einem Sturz an. Das Drama setzte sich fort, als Oliveira wenige Runden später ebenfalls crashte und Kents Teamkollege Arthur Sissis bei einem Highsider von seiner Maschine befördert wurde.

Polefahrer Alex Rins hatte die Führung vor Romano Fenati von Team Italia FMI und Louis Rossi von Racing Team Germany. Rossi kam schon bald an dem Italiener vorbei und nahm die Aufholjagd zu Rins auf, der in einem spektakulären Manöver einem Sturz gerade noch entgehen konnte und mit Fenati und Rossi um die Führung kämpfte.

Die drei Fahrer wechselten ihre Positionen häufig, obwohl sich Rossi bald zur Liste der Gestürzten gesellte, als er aus Kurve 1 schlitterte, und so die Führung dem italienischen Rookie und dem spanischen Wildcard-Fahrer überließ.

Weiter hinten führte Cortese das Trio auf der Jagd nach dem dritten Platz an, während zur Feldmitte ein epische Schlacht um die sechste Position ausgetragen wurde, an der sich sieben Piloten beteiligten, so auch Titelfavorit Viñales von Blusens Avintia. Niccolò Antonelli führt die Gruppe an, wurde aber schließlich von Viñales bezwungen.

An der Front setzte sich Fenati von Rins ab, der ebenfalls crashte, trotzdem aber an zweiter Position wieder auf die Strecke zurückfand. Ihm schloss sich schnell Luis Salom von RW Racing an dritter Stelle an, gefolgt von Millers Teamkollegen Alexis Masbou und Sandro Cortese von Red Bull KTM Ajo.

Weiter hinten im Feld rutschte Jasper Iwema von Moto FGR mit seiner Maschine in den Kies. Diesem Beispiel folgte Adrian Martin von JHK T-Shirt Laglisse in Kurve 1, der durch den Sturz den siebten Platz verlor. Danny Webb von Mahindra Racing zog sich sieben Runden vor Schluss wegen eines mechanischen Problems vorzeitig vom Rennen zurück, während Kenta Fujii von Technomag-CIP-TSR in der letzten Kurve derselben Runde zum Sturz kam.

Fenati setzte sich nach vorn von seinen Verfolgern ab und ließ Platz für den sich nun intensivierenden Kampf um den zweiten Platz, den Cortese, Rins und Salom unter sich austrugen, nachdem sie Masbou abgeschüttelt hatten. Die drei stellten ihr Glück und Können ununterbrochen auf die Probe und testeten in fast jeder Kurve den Schneid ihrer Rivalen.

Am Ende war es Romano Fenati, der mit einem Vorsprung von 31 Sekunden als Erster die karierte Flagge sah und die Führung in der Moto3-Meisterschaft übernahm. Salom gewann den Kampf und setzte sich damit vor den Drittplatzierten Cortese an die zweite Position, während Rins Vierter wurde. Masbou beendete das Rennen als Fünfter vor Maverick Viñales an sechster Position.

Der Verdacht auf eine Schlüsselbeinfraktur bei Jack Miller bestätigte sich und Danny Kent erlitt mehrfache Prellungen. Bei Sissis wurden mehrere Prellungen an Brustkorb und Hand diagnostiziert, während Fujii zum Röntgen zum Medical Center gebracht wurde.

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