Lüthi verbucht ersten Saisonsieg bei Regenrennen von Le Mans

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Sonntag, 20 Mai 2012

Thomas Lüthi von Interwetten-Paddock hat heute eine Meisterklasse in Sachen Regenrennen gegeben und seinen ersten Sieg der Saison beim Monster Energy Grand Prix de France in Le Mans bei einem dramatisch aufregenden Moto2™-Rennen unter äußerst schwierigen Bedingungen verzeichnet.

Pol Espargaró von Pons 40 HP Tueti legte den besten Start vor und stürmte mit Scott Redding von Marc VDS Racing Team an die Führung. Die erste Schikane erwies sich als schwierig, wie Simone Corsi von Came IodaRacing Project am eigenen Leib bei einem Abwurf von seiner Maschine feststellen musste. Nur einige Kurven später beförderten sich Yuki Takahashi von NGM Mobile Forward Racing, Randy Krummenacher von GP Team Switzerland und Mike Di Meglio von S/Master Speed Up ebenfalls gegenseitig ins Aus.

Espargaró versuchte vorn, sich abzusetzen, aber Lüthi und Redding waren ihm dicht auf den Fersen, gefolgt von Bradley Smith von Tech 3 Racing und Gino Rea von Federal Oil Gresini Moto2 im Schlepptau. Takahashis Teamkollege Alex de Angelis durchlebte einige Schrecksekunden, als er nach einem Sturz zurück auf die Strecke in Verkehr schlitterte, aber der Moto2™-Pulk schaffte es erfolgreich, einen Zusammenstoß mit dem auf der Strecke gestrandeten Piloten zu vermeiden.

Gerade, als Rea anfing, Fortschritte zu machen, zog Johann Zarco von JiR Moto2 innen vorbei und berührte das Vorderrad des Briten, woraufhin dieser im Kiesbett landete und ein vorzeitiges Ende seines ersten Rennens mit dem neuen Suter-Chassis in Kauf nehmen musste. Zwischenzeitlich hatte Claudio Corti von Italtrans Racing Team zu den vorderen fünf Fahrern aufgeschlossen, während sein Landsmann Andrea Iannone von Speed Master sich ebenfalls im Feld nach vorne freischaufelte.

17 Runden vor Schluss geriet Espargaró in einer Kurve zu weit nach außen und musste die Führung an Lüthi abtreten, während er selbst auf die neunte Position zurückfiel. Smith machte ebenfalls einen kurzen Ausflug von der Piste, konnte jedoch an 14. Position wieder auf die Strecke zurückfahren. Marc Márquez von Team CatalunyaCaixa Repsol, dessen Start nicht besonders gut gelungen war, kämpfte sich zum Führungsquintett vor und lieferte sich ein Gerangel mit dem Regenspezialisten Zarco.

Kurz darauf nahm das Drama seinen Lauf, denn der Rangerste in der Meisterschaftsführung verlor die Kontrolle über sein Motorrad und verließ unfreiwillig die Piste, ohne auf die Strecke zurückkehren zu können. Hierdurch bot sich Zarco die Möglichkeit, einen Angriff zu fahren und um einen Platz auf dem Podium zu kämpfen. Wenig später zog der Franzose an Redding vorbei und übernahm in einem gewagten Manöver den zweiten Platz mit Corti im Schlepptau. Lüthi gelang es, 13 Runden von Schluss sich mit einer Führung von knapp über drei Sekunden abzusetzen.

Ricard Cardus von Arguiñano Racing Team erlitt zur Halbzeit des Rennens einen heftigen Highsider, bei dem er glücklicherweise jedoch unverletzt blieb. Weiter hinten im hatte Espargaró Mühe, sich um Positionen nach vorn zu kämpfen, denn er wurde von Ant West von QMMF Racing Team überholt, der wie üblich seine Fähigkeiten bei Regen unter Beweis stellte.

Als sich das Feld zehn Runden vor Schluss beruhigte, begannen die Fahrer an der Spitze, die Abstände etwas zu vergrößern, während Zarco langsam die Führung von Lüthi zum Schrumpfen brachte und Corti schließlich hinter sich ließ. Hierdurch erhielten Redding und Iannone die Chance, um den vierten Platz zu kämpfen. Di Meglio, der sich dem Rennen nach seinem Stürz zu Beginn wieder hatte anschließen können, verlor neun Runden vor Ende erneut die Kontrolle über sein Motorrad und musste die vorzeitige Beendigung des Rennens in Kauf nehmen. Ihm folgte nur wenig später Cortis Teamkollege Takaaki Nakagami, der in der Gegenschikane bei hoher Geschwindigkeit zu Sturz kam.

Sechs Runden vor Schluss hatte Zarco die vom Schweizer ausgebaute Führung auf unter eine Sekunde zusammengeschrumpft, während West an Julián Simón von Blusens Avintia vorbeizog und den sechsten Platz belegte. Wests Teamkollegin Elena Rosell erging es weniger gut als dem Australier, denn sie stürzte, ohne das Rennen fortsetzen zu können.

Schon wenig später gab es im französischen Lager Grund lange Gesichter, denn Zarco verlor die Kontrolle über das Heck seiner Maschine, als er auf der nassen Fahrbahn Druck machte. Dadurch konnte Corti auf den zweiten Platz und Redding auf den dritten aufrücken. Das Hauptgerangel im Pulk drehte sich um den sechsten Platz und fand zwischen Reddings Teamkollegen Kallio sowie, West, Espargaró, Simón und Smith statt, die in den letzten Runden die Positionen wechselten. Das Rennen blieb jedoch weiterhin unberechenbar, denn in der letzten Kurve stürzte Smith mit seinem Motorrad und Simón musste seine Maschine über die Start-/Ziellinie schieben.

Letztendlich war es Lüthi, der nach einer fantastischen Rennleistung als Erster über die Ziellinie fuhr, gefolgt von Corti, der seinen allerersten Podiumsplatz überhaupt verzeichnete und Redding, der erstmals nach 22 Rennen wieder das Podest erklimmen wird. Die Top Ten wurden vervollständigt durch Iannone, Kallio, Espargaró, West, Max Neukirchner von Kiefer Racing, Ratthapark Wilairot von Thai Honda Gresini sowie Smith, der sich einige Punkte sichern konnte.

Der Schweizer Dominique Aegerter von Technomag-CIP fuhr auf Platz15 und holte einen Wertungspunkt, während Marco Colandrea von AG Team Rang 19 erzielte. Randy Krummenacher von GP Team Switzerland hingegen beendete das Rennen nicht.

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