Miller - ein aufsteigender australischer Stern

miller review sachsenring race
Mittwoch, 11 Juli 2012

Am vergangenen Wochenende zum eni Motorrad Grand Prix Deutschland auf dem Sachsenring machte Caretta Technology-Pilot Jack Miller, der sein Rookie-Jahr in der Moto3™-Klasse bestreitet, die Welt des Rennsports mit einer atemberaubenden Leistung und dem vierten Platz auf sich aufmerksam.

Miller, der für seine Tapferkeit im Nassen bekannt ist, hatte einen enormen Start ins Rennen, welches sich wegen sintflutartigen Regenfällen vorher verzögert hatte. Er führte das Rennen ruhig und besonnen bis Runde 15 an, bis die abgetrocknete Strecke seinen Vorteil zunichte machte und er von erheblich erfahreneren Piloten überholt wurde. Doch er behielt die Nerven und überquerte auf seinem Honda-Moto3-Motorrad als Vierter die Ziellinie und sichere sich die bisher beste Platzierung seiner Grand-Prix-Karriere.

Miller freute sich über seine Leistung: „Es war ein schwieriges Rennen und ein wirklich guter Kampf mit [Luis] Salom, meinem Teamkollegen [Alexis] Masbou und [Sandro] Cortese. Auch mit Adrian [Martin], bis er stürzte! Im Nassen war es wirklich gut und ich hatte ein gutes Gefühl. Aber als es zu trocknen begann, hatte ich ein Problem damit, das Motorrad auf der trockenen Linie zu halten. Wenn ich ein wenig vom Trockenen ins Nasse abgedriftet bin, war es unmöglich, wieder zurückzukommen. Circa in der 16. Runde habe ich ein paar kleinere Fehler gemacht und ich musste mich wieder nach vorne arbeiten. Am Ende war es ein enges Rennen zwischen Luis und mir, aber er besiegte mich über der Ziellinie.”

Zur Unterstützung aus seiner Heimat und zur nächsten Runde in Mugello, sagte der junge Australier: „Ich hoffe, wir haben jetzt ein paar Fans in Australien. Wir müssen in Mugello ein paar Einstellungen fürs Trockene verbessern. Ich bin dort noch nie gefahren und es wurde mir gesagt, dass es die härteste Strecke ist. Ich werde sie vorher auf der PlayStation üben. Es sieht so aus, dass es eine der besten Strecken ist, aber es heißt auch, dass sie sehr schwierig ist, wir werden also sehen was passiert.”

Sein Mechaniker, Stefano Urru, lobte Miller für seine Leistung in den sehr schwierigen Bedingungen: „Wir wissen, dass er im Nassen ein sehr guter Fahrer ist, und er war in den ersten Runden bei starkem Regen sehr schnell. Ab Mitte des Rennens, als es trockener wurde, hatten wir ein paar Probleme, aber er war knapp hinter dem Podium und verfolgte Salom, ich kann es immer noch nicht glauben.”

Geboren in Townsville, Queensland, Australien, werden Viele bereits Parallelen zwischen ihm und dem aktuellen zweimaligen Weltmeister Casey Stoner erkennen, der seine Karriere auf ähnliche Weise begann. Miller startete in einem sehr jungen Alter mit Dirt-Track-Rennen, wo er 2003 seinen ersten nationalen Titel gewann. Danach wechselte er im Jahr 2008 in den Straßenrennsport und gewann 2009 die Australische Meisterschaft in der 125ccm-Klasse.

Anschließend zog er nach Europa, wo er halb in der 125er-Weltmeisterschaft fuhr und halb in der Spanischen Meisterschaft (CEV Buckler) in der 125ccm-Klasse, sowie die gesamte IDM 125 - Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft bestritt, wo er 2011 den Titel holte. Danach kam er mit dem Caretta Technology Team zusammen, um seine erste gesamte Saison in der Moto3™-Weltmeisterschaft zu fahren.

Videos:

Alle Videos für dieses Event ansehen

Aktuelle News

  • MotoGP™
  • Moto2™
  • Moto3™
Werbung
Paddock Girls MotoGP VIP VILLAGE™