Verletzter Crutchlow erreicht Top-6 in Silverstone

Montag, 18 Juni 2012

Cal Crutchlow bot seinen britischen Fans zum Hertz British Grand Prix in Silverstone eine heldenhafte Show, als der Monster Yamaha Tech 3-Pilot vom Ende der Startaufstellung zu einer atemberaubenden Top-6-Platzierung stürmte.

Der 26-Jährige wurde nur wenige Minuten vorm Warmup für fit erklärt, trotz dass er sich einen gebrochenem Knochen in seinem linken Sprunggelenk nach einem schweren Sturz im dritten freien Training am Samstagmorgen zugezogen hatte. Nachdem er das Qualifying verpasste, musste Crutchlow aus der letzten Reihe ins 20-Runden-Rennen starten. Aber vom Start weg zeigte der Brite seinen 66.230 Zuschauern eine wahrlich unvergessliche Performance.

Bis zum Ende der zweiten Runde war Crutchlow bereits an allen neun CRT-Bikes vorbeigezogen und lag auf der 11. Position mit Valentino Rossi 3,3 Sekunden vor ihm auf 10. Trotz erheblicher Beschwerden bei Richtungswechseln und beim Schalten der Gänge, überholte er Rossi in der sechsten Runde und holte in einer herausragenden Jagd Héctor Barberá und Stefan Bradl ein, um in Runde 11 den siebten Platz zu ergreifen.

Crutchlow, bereits oberhalb der Schmerzgrenze angelangt, biss weiter die Zähne zusammen, aber seine Hoffnung auf eine Top-6-Platzierung schien, mit Nicky Hayden sieben Sekunden vor ihm, weit entfernt. Angefeuert von seinem Heimpublikum, legte Crutchlow ein atemberaubendes Tempo vor, das dem der Spitzengruppe entsprach, und krönte seine bemerkenswerte Aufholjagd, als er sich in der letzten Runde den sechsten Platz von Hayden sicherte.

Für Andrea Dovizioso ging das Rennen nicht so glücklich aus, nachdem er zu Beginn in grandiosem Tempo in einem spannenden Battle ums Podium kämpfte. Der Italiener behauptete sich auf hervorragende Weise gegen Hayden, Dani Pedrosa und Ben Spies, um in Runde neun die dritte Position einzunehmen. Doch gerade als er begann, Casey Stoner auf Platz zwei zu verfolgen, endete sein Wettkampf um ein viertes Podium in Folge beim British GP. Er kehrte zurück und beendete das Rennen noch auf Platz 19. Er ist zuversichtlich, dass er zum nächsten Rennen im legendären Assen zurück im Kampf ums Podium sein wird.

Cal Crutchlow

"Das war ein Wochenende, was ich nicht so schnell vergessen werde. Der Samstag war ein Desaster mit dem Sturz und ich dachte ich würde wieder mein Heimrennen verpassen. Aber das Team vom Clinica Mobile und das medizinische Personal in Silverstone haben eine tolle Arbeit geleistet und ich bin dankbar, dass ich letztendlich zu meinem Heim-Grand-Prix starten konnte. Ich hätte nie gedacht, dass ich den sechsten Platz erreichen könnte, denn normalerweise, wenn du zum Beispiel aus der dritten Reihe startest, ist es sehr schwierig auf diese Position zu kommen. Es war ein sehr hartes Rennen, aber ich musste es versuchen und den Schmerz ignorieren. Das Adrenalin und die Unterstützung der britischen Zuschauer halfen mir dabei. Als ich Bradl hatte, konnte ich sehen, dass es ein langer Weg zu Nicky war, aber ich machte einfach weiter Druck, um zu sehen was passiert. Ich bin wirklich glücklich über meine letzte Runde, denn ich war genauso schnell wie die Jungs auf dem Podium, sogar mit einem gebrochenen Sprunggelenk. Ein kleiner Teil von mir denkt, dass ich es ohne den Sturz am Samstag, aufs Podium zum British Grand Prix geschafft hätte. Aber ich will mich über den sechsten Platz nicht beschweren und mich bei meiner Mannschaft vom Monster Yamaha Tech 3 Team bedanken, die im Grunde das Setup fürs Bike für mich gewählt haben und es hat großartig funktioniert. Mein Dank gilt auch den britischen Fans, die unglaublich waren. Als ich am Samstag im Kies landete konnte ich nur an eines denken, sie werden mich wieder nicht im Heimrennen fahren sehen. Deren Unterstützung half mir sehr und ich hoffe, sie konnten stolz nach Hause gehen."

Andrea Dovizioso

"Es ist wirklich schade, denn ich hatte die Möglichkeit für den zweiten Platz. Ich hatte gerade den dritten Platz erkämpft und war wirklich sicher, dass ich aufs Podium kommen kann, als ich stürzte. Das hatte ich nicht erwartet. Es geschah, als ich mich mit dem Bike am wohlsten fühlte und ich war definitiv nicht überm Limit. Ich habe nur einen kleinen Fehler gemacht, indem mir der Gang rausrutschte und ich die Kontrolle übers Motorrad verlor. Das Monster Yamaha Tech 3 Team macht einen unglaublichen Job und die Yamaha ist ein fantastisches Motorrad, daher bin ich für einen weiteren Kampf ums Podium in Assen optimistisch gestimmt."

Pressemitteilung mit freundlicher Genehmigung von Monster Yamaha Tech 3.

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