Die erste Hälfte der Moto2™-Saison - Spannung, Action & Kontroversen

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Montag, 6 August 2012

In ihrer erst dritten Saison beeindruckt die Moto2™-Klasse weiterhin und unterhält die Zuschauer mit einigen der engsten und härtesten Schlachten in der Motorrad-WM. Während die Klasse ihre wohlverdiente Sommerpause nimmt, wirft motogp.com einen Blick zurück in die actiongeladene erste Hälfte der Saison.

Unter Flutlicht begann die Saison in Katar mit einem Paukenschlag, denn die Favoriten aus der Vorsaison kämpften vom Start weg um den Sieg. Team CatalunyaCaixa Repsol-Pilot Marc Márquez hatte sich von seiner Sehstörung rechtzeitig erholt, um sich seinen ersten hartumkämpften Sieg zu sichern, nachdem er Andrea Iannone an Bord dessen Speed Master-Maschine bis zum bitteren Ende erfolgreich abwehren konnte. Der Sieg von Márquez war jedoch nicht unumstritten, nachdem ein waghalsiges Manöver auf der Start-Ziel-Geraden Interwetten-Paddock-Pilot Tom Lüthi von der Ideallinie zwang, was ihn die Chance auf eine Podiumsplatzierung kostete. Der Spanier wurde für den Zwischenfall nicht bestraft, wurde aber inoffiziell darauf hingewiesen, solche Manöver in der Zukunft zu vermeiden.

Die Moto2™-Klasse machte sich danach auf zur ersten Runde der Europa-Rennen in Jerez, wo ein über das gesamte Rennen andauernder Kampf um den Sieg erst entschieden wurde, als der Himmel gegen Ende seine Schleusen öffnete. Pons 40 HP Tuenti-Pilot Pol Espargaró übernahm nur eine Runde bevor das Rennen beendet wurde die Führung von Márquez und feierte seinen ersten Saisonsieg. Lüthi erklomm den letzten Platz auf dem Podium und holte sich damit einige Punkte zurück, die er in Katar verloren hatte.

In Estoril war es ähnlich, als Márquez vor Espargaró und Lüthi siegte. Es war jedoch JiR Moto2-Pilot Johann Zarco, der den drei Spitzenreitern die Show stahl, als der Rookie mit Platz vier sein bestes Ergebnis nach nur drei Rennen feierte. Er war bereits eine Woche zuvor in den verregneten Trainingssessions in Jerez vorn in der Zeitenliste aufgetaucht und kündigte bereits an, dass er ein Fahrer ist, mit dem man in dieser Saison rechnen sollte.

Le Mans war der erste größere Einschnitt in den Titelkampf der Moto2-Weltmeisterschaft, als bei sintflutartigen Regenfällen die Top-Anwärter Probleme hatten oder gar stürzten. Lüthi allerdings fuhr ein fehlerfreies Rennen und holte sich den Sieg, vor Italtrans Racing Team-Pilot Claudio Corti und Marc VDS Racing Team-Pilot Scott Redding. Für Corti war das sein allererstes Podium seiner Grand-Prix-Karriere, während Redding eine Durststrecke von 22 Rennen ohne Podium beendete. Das Rennen war durch viele Stürze gekennzeichnet, einschließlich Márquez und Zarco. Was jedoch am meisten in Erinnerung bleiben wird, ist, als Blusens Avintia-Pilot Julián Simón sein Motorrad wegen einem technischen Defekt über die Ziellinie schob.

Catalunya brachte die erste wirkliche Kontroverse in der Moto2-Saison mit sich. In einem verzweifelten Kampf an der Front verlor Márquez kurzzeitig die Kontrolle über sein Motorrad und kollidierte mit Espargaró, als er zurück auf die Ideallinie kam. Espargaró stürzte als Folge und verletzte sich den Knöchel, während Márquez das Rennen als Dritter beenden konnte und wertvolle Punkte mitnahm. Die Strafe, die von der Rennleitung für den Zwischenfall erteilt wurde, wurde durch die FIM-Kommissare nach einem Einspruch des Teams von Márquez wieder rückgängig gemacht. Gegen diese Entscheidung legte das Team von Espargaró wiederum Berufung ein und die ganze Sache ging vor das FIM CDI (Internationales Disziplinargericht), welches die Entscheidung der FIM Kommissare als rechtmäßig festsetzte. Das Rennen gewann Iannone, nachdem er Tom Lüthi erfolgreich auf Platz zwei verbannte.

Espargaró, der nach dem Zwischenfall gute Miene zum Spiel bewies, machte seine Absichten schnell klar, als die Moto2-Klasse nach Silverstone kam. Der Spanier dominierte fast das ganze Wochenende und eroberte sich mit einem beeindruckenden Sieg ein paar Punkte zurück. Lokalmatador Redding nutzte die Unterstützung seiner heimischen Fans zu seinem Vorteil und triumphierte in der letzten Runde im Kampf um den zweiten Platz gegen Márquez, der den dritten Platz belegte. Es sah so aus, als könne Espargaró in Assen an diesen Erfolg anknüpfen. Der Spanier stürzte jedoch, nachdem er in der ersten Runde zu forsch ans Werk ging. Dies ließ Márquez, Iannone und Redding die Spitzenplätze einnehmen, während NGM Mobile Forward Racing-Pilot Alex de Angelis nach seinem Wechsel von einem Suter-Chassis zu FTR den fünften Platz belegte.

Eine Woche später war der Sachsenring bereits Schauplatz für das nächste Spektakel, wo Márquez seinen vierten Sieg des Jahres holte, nachdem Iannone in Führung liegend stürzte. Marc VDS-Pilot Mika Kallio und De Angelis fuhren beide ein tolles Rennen und sicherten sich ihre erste Podiumsplatzierung der Saison 2012. Allerdings war es Espargaró, der mit einer Höchstleistung beeindruckte, als er sich einen Tag zuvor nur für Startplatz 17 qualifizierte und sich im Rennen trotz einiger größerer Wackler bis auf Platz vier nach vorn kämpfte.

Im letzten Rennen vor der Sommerpause in Mugello brachte der Italiener Iannone sein Heimpublikum mit einem Sieg zum jubeln, nachdem er erst Espargaró einholte und ihn dann erfolgreich abwehrte. Einmal mehr mischte auch Lüthi unter den ersten Drei mit, doch ein Fehler gegen Ende des Rennens bedeutete, dass er von da an Tech 3 Racing-Pilot Bradley Smith am Hinterrad kleben hatte. Márquez schien sich das ganze Wochenende auf seinem Motorrad nicht 100 Prozent wohlzufühlen und wurde schließlich Fünfter. Im Training am Samstag zuvor war Espargaró Opfer eines Zwischenfalls, als Zarco mit dem Spanier in der ersten Kurve kollidierte. Glücklicherweise wurde keiner der Piloten ernsthaft verletzt, allerdings wurde Zarco 15 Positionen in der Startaufstellung nach hinten versetzt, was besonders schmerzlich für den Franzosen war, nachdem dieser mit der drittschnellsten Zeit im Qualifying das erste Mal in der ersten Startreihe hätte stehen können.

Auf dem Weg in die Sommerpause führt Márquez die WM-Wertung mit 163 Punkten an, klar vor Iannone und Espargaró, die beide jeweils 129 Punkte zählen. Doch der Spanier wird sich zweifellos nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, da er weiß wie eng und unvorhersehbar die Klasse auch in der zweiten Saisonhälfte sein wird. Auf motogp.com können Sie die Highlights der bisherigen Rennen noch einmal ins Gedächtnis rufen!

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