Pressekonferenz mit den MotoGP™-Stars vor Rennen in Estoril

Donnerstag, 3 Mai 2012

Wieder einmal ist das MotoGP™-Kontingent auf dem Plan – dieses Mal für den dritten Termin beim Grande Prémio de Portugal Circuito Estoril. Zum gegenwärtigen Ranglistenersten Jorge Lorenzo gesellten sich der amtierende Weltmeister Casey Stoner sowie Dani Pedrosa , Stefan Bradl und CRT-Pilot Danilo Petrucci, und sprachen diesen Donnerstag auf der Pressekonferenz, die im Vorfeld des Rennens abgehalten wurde.

Jorge Lorenzo von Factory Yamaha, der zwischen 2008 und 2010 insgesamt drei Mal in Folge auf der portugiesischen Rennstrecke gewonnen hat, führt in der Meisterschaftswertung mit nur 4 Punkten vor Stoner vor Repsol Honda. Nachdem ihm der Sieg in Jerez nur knapp entwischt war, versucht Lorenzo, auf der portugiesischen Strecke wieder auf die Siegesstrecke zurückzufahren.

Er sagt: „Estoril ist eine meiner Lieblingsstrecken, ganz besonders in meiner MotoGP-Zeit. Letztes Jahr war das Rennen hier schwierig, ich hatte große Mühe, die Führung im Rennen zu verteidigen und Dani [Pedrosa] hinter mir wirkte etwas gelassener… er überholte mich vier Runden vor Schluss und ich konnte ihm nicht folgen. Letztes Jahr habe ich es aber trotzdem auch geschafft, wieder konkurrenzfähig zu sein, also glaube ich, dass diese Rennstrecke gut für uns ist und wir werden sehen, was dieses Jahr passiert."

Estoril ist nun die einzige Strecke im aktuellen MotoGP-Kalender, auf der Stoner noch keinen Sieg in der Königsklasse landen konnte, und der Australier ist nicht nur begierig, diesem Umstand ein Ende zu bereiten, sondern will auch die Führung in der Meisterschaft übernehmen. Er betonte den Stellenwert der Motorradabstimmung für die Rennstrecke: „Die Strecke ist sehr vielseitig. Man hat einfach alles für jeden Fahrstil – Kurven mit Steigung, mit Gefälle, mit und ohne Querneigung, lange und schnelle Knicks und eine sehr lange Gerade vor einem Abschnitt, für den hart abgebremst werden muss. Auf dieser Strecke gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten zum Überholen und auch eine Menge von Möglichkeiten, ganz einfach Fehler zu machen. Auf dieser Rennstrecke muss man also ein sehr ausgewogenes Motorrad haben."

Stoner zögerte auch nicht, das Gerücht, dass er gegen Ende der laufenden MotoGP™-Saison zurücktreten wird, im Keim zu ersticken und betonte, dass er keine derartigen Pläne hege.

Sein Teamkollege Dani Pedrosa, der in dieser Saison hinter Lorenzo und Stoner bisher lediglich die dritte Geige gespielt hat, schöpft Mut aus dem Umstand, dass er im Vorjahr in Estoril den Sieg holen konnte: „Im Moment glaube ich, das wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist zwar noch früh in der Saison, aber es ist immer wichtig, seine Sache gut zu machen. Ich glaube, dass dies eine gute Rennstrecke ist und ich habe hier auch gute Rennen gefahren, ich bin also froh, hier zu sein und wieder zu fahren."

Stefan Bradl von LCR Honda MotoGP, der sich in seiner Rookie-Saison in beeindruckender Form gezeigt und bislang einen achten und einen siebten Platz verbucht hat, zehrt von dem Umstand, dass seine letzte Fahrt in Estoril von Siegeserfolg gekrönt war, wenn auch in der Moto2™-Klasse.

Er kommentierte: „Wir sind im Moment gar nicht schlecht; zu Beginn konnte ich in Jerez in den ersten Runden sehen, dass die Jungs an der Führung gar nicht so weit voraus waren, aber eine Runde später waren sie einfach weg! Hier kommt ganz sicher auch Erfahrung mit ins Spiel, aber wir müssen alles zusammenbringen, denn die Maschine, der Fahrstil und ich haben noch einiges mehr an Potenzial zu bieten."

Erstmals nahm auch Danilo Petrucci von Came IodaRacing Project an der MotoGP-Pressekonferenz vor dem Rennen teil. Der Italiener hatte in Jerez mit seiner 13. Position als zweiter CRT-Fahrer ein fantastisches Ergebnis verbuchen können und das, obwohl er seinen Rivalen ganz beträchtlich an Pferdestärken unterlegen war. Er wird nun versuchen, in Estoril auf dieser Leistung aufzubauen: „In Jerez haben wir unseren ersten Punkt in der Weltmeisterschaftswertung geholt. Unser Motorrad ist mit nur drei Monaten jung. Wie vielen bekannt ist, fahren wir mit einem Standardmotor, der nur 185 PS bringt, zwischen den MotoGP-Maschinen und den CRT-Maschinen klafft also ein riesiger Unterschied. Für mich ist die Strecke wie viele andere Strecken dieses Jahr neu. Ich werde versuchen, schnell dazuzulernen und wie gesagt am Sonntag Punkte zu holen. Allein hier zu sein ist schon ein Traum für mich."

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