Pedrosa mit überlegenem Sieg in Aragón

Sonntag, 30 September 2012

Unter blauem Himmel holte Repsol Honda Team-Pilot Dani Pedrosa in einem spannenden Rennen zum Gran Premio Iveco de Aragón bei seinem Heim-Grand-Prix einen dominanten Sieg vor Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso.

Beim Start in den Gran Premio Iveco de Aragón, das 14. MotoGP™-Rennen 2012, fand Pole-Mann Jorge Lorenzo (Yamaha Factory Racing) die beste Linie und führte das Feld vor Dani Pedrosa und Ben Spies (Yamaha Factory Racing) in die erste Kurve an.

Die ersten zwei Runden verliefen für das Ducati Team alles andere als positiv. Zuerst hatte Valentino Rossi eine Berührung mit Pedrosas Teamkollegen Jonathan Rea und war gezwungen, anschließend von der Strecke zu fahren, was ihn bis auf den vorletzten Platz (20) zurückwarf. Nur kurz danach hatte Nicky Hayden einen unschönen Sturz als er zunächst in Kurve 16 mit seiner Maschine durchs Kies fuhr, diese schließlich gegen die Werbebande der Strecke knallte und der Amerikaner unsanft über die Streckenbegrenzung abgeworfen wurde. Er erhielt sofortige ärztliche Hilfe. Das Medical Center verkündete später, dass Hayden in Ordnung ist, dennoch erhielt der Ducati-Pilot eine Halskrause und muss sich weiteren Untersuchungen unterziehen, um innere Verletzungen auszuschließen.

Mittlerweile hatte Pedrosa zum Hinterrad seines spanischen Rivalen Lorenzo aufgeholt, während David Salom (Avintia Blusens) in Runde vier wegen einem technischen Problem ausscheiden musste. In der Zwischenzeit attackierte Stefan Bradl (LCR Honda MotoGP) Ben Spies und schnappte sich Platz drei, um Jagd auf sein erstes Podium in der Königsklasse zu machen. Doch nur wenige Kurven später verlor der Deutsche die Kontrolle über sein Vorderrad und stürzte. Dies bedeutete für den MotoGP-Rookie seit Assen der zweite Ausfall in dieser Saison.

Ab da blieben nur noch das Monster Yamaha Tech 3-Duo Cal Crutchlow und Andrea Dovizioso sowie Ben Spies übrig, um für den dritten Podiumsplatz zu kämpfen. Pedrosa währenddessen machte in Runde sieben sein entscheidendes Manöver, ging an Lorenzo vorbei und übernahm die Führung.

Ein riesiger Wackler von Lorenzo in Runde neun, verschaffte Pedrosa eine größere Lücke an der Spitze, während sich Rossi zur selben Zeit seinen Weg bis auf Platz elf nach vorne gearbeitet hatte. 13 Runden vor Schluss kam Crutchlow Eingangs der Start-und-Ziel-Geraden etwas zu weit und gab Dovizioso damit die Chance, an ihm vorbeizuziehen und sich die vierte Position zu schnappen. Sechs Runden später hatte Pedrosa bereits einen Vorsprung von über vier Sekunden herausgefahren, als Dovizioso an Spies vorbeizog. Crutchlows Versuch, ebenfalls innen an Spies vorbeizugehen, blieb jedoch ohne Erfolg.

Der Brite ließ sich dennoch nicht beirren, denn er wollte seinen Teamkollegen um keinen Preis davon kommen lassen. Er startete fünf Runden vor Ziel einen weiteren Überholversuch und dieses Mal glückte das Manöver. Zu diesem Zeitpunkt spielte sich weiter hinten im Feld ein unterhaltsamer Kampf um den 13. Platz zwischen James Ellison (Paul Bird Motorsport) und Yonny Hernandez (Blusens Avintia) ab. Eine Runde später kam Rossi erneut von der Strecke ab. Er musste durchs Kiesbett fahren, schaffte es aber, zurück auf die Strecke zu fahren und seinen achten Platz zu behaupten.

Dovizioso und Crutchlow lieferten sich in den letzten wenigen Runden einen spannenden Kampf um den letzten Podiumsplatz. Dabei suchte Crutchlow verzweifelt nach einem Weg vorbei an seinem Tech 3-Kollegen, doch der Italiener verteidigte sich bis aufs Messer und machte immer wieder die Tür zu.

Am Ende war es Pedrosa, der die Ziellinie mit über sechs Sekunden Vorsprung auf Lorenzo als Erster überquerte. Dovizioso beendete das Rennen auf Platz drei und erntete sein sechstes Podium der Saison. Mit diesem Ergebnis konnte Pedrosa die Lücke zur Lorenzo in der Meisterschaft auf 33 Punkte verkleinern. Crutchlow wurde Vierter, auf den Plätzen vier bis zehn folgten Álvaro Bautista (San Carlo Honda Gresini), Rea, Rossi, Karel Abraham (Cardion AB Racing) und Aleix Espargaró (Power Electronics Aspar ), der auf Platz zehn schnellster CRT-Pilot war, dicht gefolgt von Teamkollege Randy De Puniet.

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