Lorenzo schnappt sich Pole bei Quali-Krimi in Jerez

Samstag, 28 April 2012

Nach einem packenden Qualifikationslauf für den Gran Premio bwin de España in Jerez hat sich der Yamaha Factory Racing-Fahrer Jorge Lorenzo heute nachmittag erneut als der Pilot erwiesen, den es zu schlagen gilt. Rennsportfans erlebten insgesamt 29 Wechsel der vorläufigen Pole-Position, während die Fahrer bei wechselhaften Streckenbedingungen um die beste Positionierung kämpften

Lorenzo fand anfangs sein Tempo nicht und befand sich zunächst nicht unter den Top Ten, und auf der von düsteren Wolken verhangenen Strecke schien die Chance auf eine Verbesserung der Zeit zu schwinden. Nach einigen kleineren Änderungen an der Abstimmung und frischen Reifen kämpfte sich der Mallorquiner mit der für ihn typischen Entschlossenheit dann rasch an die Führung – eine Position, die dann bis zum letzten Augenblick der Qualifikation heiß umkämpft wurde. Lorenzo schlug schließlich seinen Landsmann Dani Pedrosa im Kampf um die Pole-Position um 0,135 Sekunden Vorsprung.

Ben Spies brachte seine YZR-M1 in der Qualifikation auf den sechsten Platz, nachdem er seine bestmögliche Leistung geliefert hatte, ohne jedoch den ständig wechselnden Streckenbedingungen anheim zu fallen. Da einige Kurven immer noch nicht völlig abgetrocknet waren, erwies sich die Such nach der Ideallinie als äußerst schwierig. Spies, der gemeinsam mit seinem Teamkollegen nicht unter den ersten zehn Fahrern gestartet war, konnte sich bis zur dritten Position vorarbeiten, war jedoch nicht in der Lage, die Positionierung in der ersten Reihe zu halten, da er die schnellsten Reifen etwas zu früh in der Sitzung eingesetzt hatte

Jorge Lorenzo

„Wir sind sehr zufrieden mit dieser Pole-Position, weil es eine seltsame Sitzung war. Es gab viele nasse Stellen und es war gefährlich. Man musste sehr aufpassen, denn die Gefahr, zu stürzen und sich zu verletzen, war hoch. Auf jeden Fall starten wir von der ersten Position. Mal sehen, was im Rennen passiert. Vielen Dank an das Team, das hart dafür gearbeitet hat, die richtige Abstimmung für diese wechselhaften Bedingungen zu finden.“

Ben Spies

„Tatsächlich war die Sitzung eigentlich für alle ziemlich beängstigend, die Strecke war zunächst feucht und trocknete dann etwas, aber es gab einige nasse Flecken, und zwar genau dort, wo man fahren wollte. Für uns war es die erste trockene Sitzung an diesem Wochenende, also mussten wir Druck machen. Die Maschine hatte eine Abstimmung, die wir hier nicht getestet, sondern auf dem Papier entwickelt haben, und einiges war gut, anderes war schlecht. Unser Reifenwechsel erfolgte nicht zum optimalen Zeitpunkt, weil eine dunkle Wolke heranzog, wir hätten also in der ersten Reihe sein können. Ich wollte jedoch keinen Fehler machen und ein weiteres Motorrad zum Sturz bringen, das die Jungs dann wieder aufbauen müssen! Wir stehen ganz gut und dafür, dass die Bedingungen sehr schlecht waren, bin ich froh, dass ich unverletzt davongekommen bin und aus der zweiten Reihe starte.“

Teamdirektor Massimo Meregalli

„Es war beeindruckend, wie sehr Jorge die Pole-Position wollte. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen für morgen. Am Ende der Sitzung hatte Ben ein gutes Gefühl für das Motorrad und hat sich sehr angestrengt. Wir sind ziemlich zuversichtlich für morgen; viel wird von der Wettervorhersage abhängen. Das Team hat ebenfalls wirklich hart daran gearbeitet, Schritt mit den wechselnden Bedingungen zu halten und eine konkurrenzfähige Maschine bereitzustellen.“

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